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News vom Wochenende Vater stirbt durch Messerattacke in Hamburg – Sohn schwer verletzt

Das Blaulicht eines Polizeiautos
Bei einer Messerattacke auf Vater und Sohn ist in Hamburg der 57-jährige Vater ums Leben gekommen (Symbolbild)
© Friso Gentsch / DPA
400.000 Besucher: Autobranche wertet neue IAA als Erfolg +++ Bericht: 82 Prozent der Renten liegen unter 1500 Euro +++ Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News vom Wochenende im stern-Ticker: 

16.49 Uhr: Waldbrand in Südspanien breitet sich weiter aus

In Andalusien im Süden Spaniens wütet weiterhin ein riesiger Waldbrand. Das Feuer in den Bergen der Sierra Bermeja in der Provinz Málaga nahm noch einmal an Intensität zu. Die Regionalregierung von Andalusien forderte Unterstützung einer militärischen Notfalleinheit an, um weitere Ortschaften vorsorglich zu räumen. "Wir sprechen von einem Feuer von ungewöhnlicher Kraft und Stärke im Vergleich zu den Bränden, die wir gewohnt sind", sagte Feuerwehrsprecher Alejandro Garcia. Das bergige Gelände, Hitze, Trockenheit und ständig drehender Wind erschwerten die Löscharbeiten, bei denen bereits ein Feuerwehrmann ums Leben gekommen war.

News vom Wochenende: Vater stirbt durch Messerattacke in Hamburg – Sohn schwer verletzt

16.34 Uhr: Lukaschenko bekräftigt Einsatzbereitschaft seiner Armee und will weiter aufrüsten

Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen Belarus und der EU hat der belarussische Staatschef Alexander Lukaschenko die Schlagkraft seiner Armee hervorgehoben. Bei der Inspektion einer gemeinsamen Militärübung von etwa 200.000 Soldaten aus Belarus und Russland sagte Lukaschenko, beide Länder seien bereit, sich gegen die "hybride Aggression" des Westens zu wehren. Außerdem kündigte er den Ankauf weiterer russischer Rüstungsgüter an. "Wir können uns angesichts der Erfahrungen von 1941 nicht entspannen", sagte der belarussische Präsident und bezog sich dabei auf den Überfall Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg.

16.23 Uhr: Riesengemüse bei Meisterschaft – 57-Kilo- Zucchini gekürt

Eine Zwiebel so groß wie ein Kinderkopf, Rote Beete, riesig wie ein Medizinball und eine gigantische Zucchini: Auf dem Brandenburger Spargelhof in Klaistow wurden die schwersten Exemplare von gezüchteten Gemüsesorten gekürt. Dort fand zum neunten Mal die deutsche Riesengemüse-Wiegemeisterschaft statt. Marcus Schläfke aus Templin brach mit seiner 56,75 Kilo schweren Zucchini gleich einen deutschen Rekord. Den hielt in dieser Kategorie bislang mit 53,5 Kilo Helmut Mahr aus Hessen. In sieben Kategorien mussten die etwa 50 Teilnehmer antreten. Der größte Kohl wog über 15 Kilo, die rote Beete kam auf etwa 10 Kilo.

16.19 Uhr: Mindestens 14 Menschen in Pakistan bei Blitzeinschlag getötet

Während eines Gewitters in Pakistan sind mindestens 14 Menschen durch einen Blitzeinschlag ums Leben gekommen. Der Blitz sei in zwei benachbarte Häuser eingeschlagen, die beide von derselben Großfamilie bewohnt wurden, sagte ein Sprecher der Provinz Khyber Pakhtunkhwa. Drei Menschen wurden bei dem Unglück im Bezirk Torghar im Nordwesten des Landes verletzt. Unter den Toten waren nach Angaben des Sprechers fünf Kinder und vier Frauen. Sei Mittwoch haben in der bergigen Gegend Monsunregen und Erdrutsche für Zerstörungen gesorgt.

15.30 Uhr: Großes Wohnhaus in Tel Aviver Vorort nach Räumung eingestürzt

Ein Gebäude mit 16 Wohnungen in einem Vorort der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv ist am Sonntag eingestürzt. Das Wohnhaus in der Stadt Cholon war am Samstag geräumt worden, nachdem Einwohner einen lauten Knall gehört und danach tiefe Risse in den Wänden entdeckt hatten. In sozialen Medien kursierte ein dramatisches Video, das zeigte, wie das baufällige Haus plötzlich in sich zusammensackte. Die Polizei teilte mit, umliegende Straßen seien gesperrt worden. Es gab zunächst keine Berichte über mögliche Verletzte.

14.55 Uhr: Wegen Masern: Weiter keine Flüge mit Afghanen von Ramstein in USA

Die Evakuierungsflüge mit afghanischen Schutzbedürftigen von der Air Base im pfälzischen Ramstein in die USA sind auch am Wochenende ausgesetzt geblieben. Am Sonntag hielten sich weiterhin mehr als 9000 Afghanen auf dem weltweit größten US-Luftwaffenstützpunkt außerhalb Amerikas auf, wie eine Sprecherin der Air Base am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Grund für den Stopp der Evakuierungsflüge von der Drehscheibe Ramstein nach Amerika waren vier Fälle von Masern unter in den USA gelandeten Afghanen. Auf der Air Base selbst seien bislang keine Masern festgestellt worden, erklärte die Sprecherin. Am Wochenende seien auch keine weiteren Afghanen aus ihrer Heimat in Ramstein gelandet.

14.18 Uhr: 400.000 Besucher – Autobranche wertet neue IAA als Erfolg

Die Premiere der neuen Automesse IAA Mobility in München ist von den Veranstaltern als großer Erfolg gewertet worden. Die Aussteller seien im Großen und Ganzen sehr zufrieden, und trotz der Pandemie seien in nur sechs Tagen über 400.000 Besucher gekommen – "eine deutliche Abstimmung mit den Füßen", sagte die Präsidentin des Branchenverbandes VDA, Hildegard Müller, zum Abschluss am Sonntag. Zwei Drittel der Besucher seien jünger als 40 Jahre.

14.04 Uhr: Vorwurf der Entführung: Sechsjähriger nach Seilbahn-Unglück in Israel

Nach dem Seilbahn-Unglück am Lago Maggiore ist der einzige Überlebende, ein sechsjähriger Junge, aus Italien nach Israel gebracht worden. Die Umstände der Reise waren zunächst unklar. Italienische Medien berichteten übereinstimmend von einer "Entführung", nachdem der Vollwaise am Samstag von seinem Großvater nach einem Besuch nicht wie verabredet bei der Tante väterlicherseits – dem richterlich angeordneten Vormund – abgegeben worden sei. "Der Junge ist vom Großvater nach Israel gebracht worden, und das gegen den Willen der Erziehungsberechtigten und trotz eines vom Gericht ausgesprochenen Verbots, das Land zu verlassen", teilte Massimo Sana, der Anwalt der Tante, der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit.

Die Staatsanwaltschaft in der norditalienischen Stadt Pavia ermittelt demnach bereits wegen Kidnappings. Zugleich würden internationale Regelungen geprüft, um den Jungen nach Italien zurückzuholen, ergänzte der Anwalt. Auch diplomatische Kanäle wurden aktiviert.

13.45 Uhr: Vater stirbt durch Messerattacke in Hamburg – Sohn schwer verletzt

Bei einer Messerattacke auf Vater und Sohn ist in Hamburg der 57-jährige Vater ums Leben gekommen. Der 28 Jahre alte Sohn sei bei dem Angriff im Stadtteil Altona in der Nacht zum Sonntag lebensgefährlich verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der Sohn war aus bislang unbekanntem Grund mit einem Heranwachsenden in Streit geraten. Der mutmaßliche, 19-jährige Täter, der auf die Oberkörper der Männer eingestochen haben soll, wurde später gefasst.

Wie die Polizei weiter berichtete, sei der 19 Jahre alte Deutsche bei den Ermittlungen in den Fokus gekommen. Beamte nahmen ihn am frühen Morgen in Hamburg-Iserbrook vorläufig fest. Der Tatverdächtige sollte einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft und die Mordkommission ermitteln.

Der schwer verletzte Sohn wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Ärzte konnten seinen Zustand nach Polizeiangaben durch eine Notoperation stabilisieren. Lebensgefahr bestand demnach später nicht mehr. 

13.23 Uhr: Rechtspopulistin Le Pen gibt wegen Wahlkampfs Parteivorsitz ab

Rund sieben Monate vor der französischen Präsidentschaftswahl hat die Rechtspopulistin Marine Le Pen den Vorsitz ihrer Partei Rassemblement National abgegeben. "Ich werde die Präsidentin der französischen Freiheiten sein, und glaubt mir: Das wird alles ändern", sagte die 53-Jährige am Sonntag im südfranzösischen Fréjus vor Anhängern. Le Pen will sich nun auf den Wahlkampf konzentrieren. Interimschef der Partei wird der 26 Jahre alte Europaabgeordnete Jordan Bardella.  Le Pen gilt als aussichtsreichste Herausforderin von Amtsinhaber Emmanuel Macron bei der Wahl im April 2022. Sie führt die Partei, die bis 2018 Front National hieß, seit 2011.

11.53 Uhr: Pariser Bürgermeisterin Hidalgo kandidiert bei Präsidentschaftswahl

Die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, will Frankreichs nächste Präsidentin werden. Die 62 Jahre alte Sozialistin gab am Sonntag im nordfranzösischen Rouen offiziell ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahl im April 2022 bekannt. "Ich will, dass alle Kinder Frankreichs dieselbe Chance bekommen, die auch ich bekommen habe", sagte Hildago. "Ich bin Kandidatin, um unseren Kindern, all unseren Kindern eine Zukunft zu bieten." Hidalgo, Tochter eines Arbeiters und einer Näherin, wurde in Spanien geboren. Seit 2014 ist sie Bürgermeisterin der Hauptstadt.

11.50 Uhr: Ohne Corona-Auflagen: 50.000 Zuschauer bei Konzert in Kopenhagen

Eine dänische Rockband hat ein Konzert vor Zehntausenden Fans gespielt und damit die pandemiebedingt fast vergessene Zeit großer Stadionkonzerte wiederaufleben lassen. Nach der Aufhebung der letzten verbliebenen Corona-Beschränkungen in Dänemark zog die Band The Minds of 99 in Kopenhagen knapp 50.000 dicht an dicht stehende und sitzende Zuschauer in ihren Bann, wie Aufnahmen aus dem Stadion Parken zeigten. Die Veranstalter hatten vorab von der ersten Stadion-Show mit voller Zuschauerauslastung in Europa seit Beginn der Coronavirus-Pandemie gesprochen.

Die Impfquote ist in Dänemark, wo am Freitag auch die letzten Corona-Beschränkungen gefallen waren, hoch: Mehr als 83 Prozent aller Bürger über zwölf Jahre sind im Land bereits fertiggeimpft.

11.46 Uhr: Kletterer bei Unfall an der Zugspitze ums Leben gekommen

Ein 61-jähriger Bergkletterer ist an der Zugspitze ums Leben gekommen. Der Mann war am Samstag in einer Höhe von 2700 Metern an einem Klettersteig vom Höllental zur Zugspitze unterwegs, als er den Halt verlor, wie die Polizei Rosenheim am Sonntag mitteilte. Er stürzte rund 50 Meter in die Tiefe und starb noch vor Ort.

Ein Paar aus Köln beobachtete das Unglück und alarmierte sofort die Rettungsleitstelle. Ein Polizeihubschrauber machte den 61-Jährigen aus Penzing dann am Samstagabend im Klettersteig ausfindig. Ein Polizeibergführer und ein Bergretter der Bergwacht konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen. Insgesamt waren fünf Polizeibergführer und acht Einsatzkräfte der Bergwachtbereitschaft Grainau im Einsatz.

10.32 Uhr: Mann sperrt sich auf Flugzeugtoilette ein – außerplanmäßige Landung

Weil ein Passagier die Flugzeugtoilette nicht mehr verlassen wollte, ist eine Maschine mit 134 Menschen an Bord auf dem Flughafen in Graz außerplanmäßig gelandet. Der 51-Jährige hatte sich nach Angaben der Polizei vom Sonntag über die gesamte Dauer des Fluges auf der Toilette eingesperrt. Der Kapitän der Maschine, die in Zypern gestartet und auf dem Weg nach Zürich war, habe sich deshalb am Samstag zu der Landung in Graz entschieden. 

Der 51-Jährige habe sich gegenüber den verständigten Grenzpolizisten kooperativ verhalten. Er verließ demnach die Toilette und zeigte freiwillig sein gesamtes Gepäck. Gefährliche Gegenstände fand die Polizei nicht. Auch auf der Bordtoilette seien keine Manipulationen oder Beschädigungen entdeckt worden.

Bei seiner Befragung habe der Mann keine Angaben zu seinem Verhalten gemacht. Er reiste den Angaben zufolge mit dem Zug weiter. Der Airbus A320 konnte laut Polizei nach 45 Minuten wieder starten. 

10.13 Uhr: Dreh von Musikvideo in Bremen sorgt für Polizeieinsatz

Der Dreh eines Musikvideos mit täuschend echt aussehenden Waffen hat in Bremen einen Polizeieinsatz ausgelöst. Mehrere Anrufer alarmierten am Samstag über Notruf die Polizei, weil vier junge Männer an einem Auto mit vermeintlichen Gewehren hantierten, wie die Polizei Bremen am Sonntag mitteilte. 

Mehrere Streifenwagen stoppten die sich entfernenden Männer. In deren Auto beschlagnahmten die Einsatzkräfte drei Waffenattrappen, die einer echten Pistole und zwei Sturmgewehren ähnelten. Die Insassen im Alter von 18, 19 und 30 Jahren erklärten, dass sie ein Musikvideo gedreht hätten und den Einsatz als völlig überzogen empfänden. Die Beamten stellten ihrerseits Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Die Vier müssen zudem die Kosten des Einsatzes zahlen.

10.16 Uhr: Zwei Männer in Norddeutschland aus Gewahrsam entlassen

Zwei in Norddeutschland im Rahmen von Ermittlungen des Staatsschutzes in Gewahrsam genommene junge Männer sind am Sonntagmorgen wieder entlassen worden. Dies teilte das Hamburger Lagezentrum am Sonntag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Nach einer Gefahrenprognose waren ein 17 Jahre alter Deutsch-Afghane aus Hamburg und ein 21 Jahre alter Deutsch-Algerier aus Mecklenburg-Vorpommern in Gewahrsam genommen worden. Danach habe das Amtsgericht entschieden, die beiden bis Sonntagmorgen zur Gefahrenabwehr dort zu behalten. Der 21-Jährige war auf eigenen Wunsch nach Hamburg gebracht worden. Über die Hintergründe der polizeilichen Maßnahme machte das Lagezentrum keine Angaben.

10.07 Uhr: Taliban verkünden Geschlechtertrennung an Afghanistans Universitäten

An Afghanistans Universitäten wird es nach einer Ankündigung der neuen Machthaber von den Taliban künftig nur noch getrennten Unterricht für Frauen und Männer geben. "Die Koedukation steht im Widerspruch zu den Grundsätzen des Islam sowie zu den nationalen Werten, Sitten und Gebräuchen", sagte der amtierende Minister für höhere Bildung, Abdul Baghi Hakkani, am Sonntag in Kabul. Die militant-islamistischen Taliban hatten Mitte August in Afghanistan wieder die Macht übernommen.

8.44 Uhr: Israel beschießt Hamas-Ziele nach neuen Raketenangriffen aus Gaza

Als Reaktion auf einen Raketenangriff aus dem Gazastreifen hat Israels Luftwaffe in der Nacht zum Sonntag Ziele in dem Palästinensergebiet beschossen. Es seien eine militärische Anlage mit unterirdischen Werkstätten zur Raketenherstellung, ein Waffenlager, ein Angriffstunnel sowie ein Trainingslager der islamistischen Hamas angegriffen worden, teilte die Armee mit. Es war die zweite Nacht in Folge mit Luftangriffen auf Hamas-Ziele. Auch am Freitag hatten militante Palästinenser bereits eine Rakete auf israelisches Gebiet gefeuert.

8.30 Uhr: Papst Franziskus in Ungarn eingetroffen

Papst Franziskus ist am Sonntag für einen Besuch in Budapest eingetroffen. Sein Flugzeug landete am Morgen in der ungarischen Hauptstadt, wie eine AFP-Reporterin an Bord berichtete. In Budapest wird das Oberhaupt der katholischen Kirche eine Messe des Eucharistischen Weltkongresses leiten, zu der zehntausende Katholiken aus aller Welt erwartet werden. Zuvor trifft er sich jedoch mit Ministerpräsident Viktor Orban. 

Orban sieht sich als Verteidiger eines "christlichen Europa". Sein einwanderungsfeindlicher Kurs widerspricht jedoch der von Franziskus gepredigten Solidarität und Toleranz. Am Nachmittag reist der Pontifex in die benachbarte Slowakei weiter. Während seines dreitägigen Besuchs dort will der Papst jüdische und Roma-Gemeinden treffen.

8.03 Uhr: Großspenden: FDP und Grüne erhielten im Wahljahr meiste Gesamtsumme

FDP und Grüne haben im laufenden Wahljahr mit Großspenden im Parteienvergleich bisher die höchsten Einnahmen erzielt. Die FDP erhielt 3,7 Millionen Euro, die Grünen lagen mit 3,4 Millionen Euro knapp dahinter, wie aus der Auflistung des Bundestags hervorgeht, über die zuerst die "Welt am Sonntag" berichtete. Die Grünen sind mit einer Million und 1,25 Millionen Euro auch die Empfänger der beiden größten Einzelspenden. Die CDU liegt mit insgesamt 2,8 Millionen Euro in den ersten achteinhalb Monaten dieses Jahres nur noch auf Platz drei.

4.33 Uhr: RKI registriert 7345 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 80,2

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Robert Koch-Institut (RKI) aktuell bei 80,2. Das geht aus Angaben des Instituts vom Sonntagmorgen hervor. Am Vortag hatte der Wert bei 82,8 gelegen, vor einer Woche bei 83,1. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 7345 Corona-Neuinfektionen. Die Zahlen geben den Stand des RKI-Dashboards von 04.15 Uhr wieder. Vor einer Woche hatte der Wert bei 10.453 Ansteckungen gelegen.

3.11 Uhr: Bericht: 82 Prozent der Renten liegen unter 1500 Euro

Einem Medienbericht zufolge belaufen sich 82 Prozent der gesetzlichen Renten auf weniger als 1500 Euro. Dagegen lägen 95,1 Prozent der Pensionen von Bundesbeamten über 1500 Euro, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (Sonntagsausgaben) unter Berufung auf eine Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken.

"Wenn 82 Prozent aller Renten unter 1500 Euro liegen, dann gibt es ein gewaltiges Problem", sagte der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, dem RND. Auf diese Weise schwinde das Vertrauen in die gesetzliche Rente. "Das Gefälle zu den Beamtenpensionen zeigt eine Zweiklassengesellschaft."

0.18 Uhr: Umfrage: SPD baut Vorsprung vor Union aus

Zwei Wochen vor der Bundestagswahl kann die SPD ihren Umfrage-Vorsprung vor der Union ausbauen. Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Insa wöchentlich für die "Bild am Sonntag" erhebt, gewinnen die Sozialdemokraten einen Punkt im Vergleich zur Vorwoche hinzu und kommen nun auf 26 Prozent, wie das Blatt vorab mitteilte. Dies sei der höchste Wert im Sonntagstrend seit Juni 2017.

Die Union verharrt den Angaben zufolge bei 20 Prozent. Die Grünen verlieren einen Punkt zur Vorwoche und liegen mit 15 Prozent nun deutlich abgeschlagen auf Platz drei. Die FDP bleibt stabil bei 13 Prozent, die AfD kommt auf elf Prozent (-1), die Linke auf sechs Prozent (-1). Die sonstigen Parteien würden neun Prozent wählen (+2).

0.18 Uhr: Sensation bei US Open: Qualifikantin Raducanu gewinnt Finale

Die erste 18 Jahre alte Emma Raducanu hat sensationell die US Open gewonnen und mit ihrem Sieg Tennis-Geschichte geschrieben. Die Britin holte am Samstag (Ortszeit) als erste Qualifikantin den Titel bei einem Major Turnier. Die Nummer 150 der Weltrangliste bezwang die nur gut zwei Monate ältere Kanadierin Leylah Fernandez souverän 6:4, 6:3 und holte sich den größten Erfolg ihrer Karriere ohne einen einzigen Satzverlust im gesamten Turnier. Auch der Final-Einzug von Fernandez, die in den Runden zuvor unter anderen die ehemaligen US-Open-Siegerinnen Angelique Kerber und Naomi Osaka bezwungen hatte, war eine große Überraschung gewesen.  

Nachrichten von Samstag, 11. September 

21.57 Uhr: Erneut Proteste in ganz Frankreich gegen Corona-Maßnahmen

Erneut haben in ganz Frankreich Demonstranten gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung Front gemacht. Das Innenministerium in Paris gab die Zahl der Teilnehmer am Samstag mit insgesamt 121.000 an, davon 19.000 in der Hauptstadt. Proteste fanden unter anderem auch in Straßburg, Lyon, Bordeaux und Marseille statt. Die Demonstrationen wurden am neunten Wochenende in Folge abgehalten. Allerdings sind die Teilnehmerzahlen seit Wochen rückläufig. Am vergangenen Wochenende hatten nach den amtlichen Angaben 140.000 Menschen teilgenommen, eine Woche davor 165.000 Menschen.

20.15 Uhr: Filmfest Venedig: Goldener Löwe für Abtreibungsdrama

Der Goldene Löwe des Filmfestivals Venedig geht an das Abtreibungsdrama "L'événement" der französischen Regisseurin Audrey Diwan. Das gab die Jury am Samstagabend bekannt.

20.04 Uhr: Impfverweigerer randalieren in Thessaloniki am Rande einer Messe

Hunderte Gegner von Corona-Schutzimpfungen haben am Abend vor dem Eingang des Messegeländes der Hafenstadt Thessaloniki Steine und andere Gegenstände auf die Polizei geschleudert. Die Sicherheitskräfte setzen Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Randalierer auseinander zu treiben, wie das Staatsfernsehen zeigte. Unter den Randalierern waren nach Berichten von Reportern zahlreiche religiöse Eiferer, die Ikonen trugen sowie nationalistisch und rechtsextremistisch orientierte Menschen.

19.52 Uhr: Hunderttausende Katalanen fordern Unabhängigkeit von Spanien

Wenige Tage vor Gesprächen zwischen Spaniens Zentralregierung und der katalanischen Regionalregierung haben am Samstag Hunderttausende in Barcelona für die Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien demonstriert. Nach Angaben der separatistischen Bürgerbewegung Katalanische Nationalversammlung (ANC), die wie jedes Jahr am katalanischen Nationalfeiertag Diada zu dem Marsch durch Barcelona aufgerufen hatte, beteiligten sich etwa 400.000 Menschen. Das waren deutlich weniger als in den Jahren vor der Corona-Pandemie, als zum Teil mehr als eine Million Menschen teilnahmen. Eine unabhängige Schätzung der Teilnehmerzahl gab es zunächst nicht.

19.21 Uhr: Auto rauscht vom Kreisverkehr ins Schaufenster

Ein Auto kracht durch ein Schaufenster und bleibt demoliert in Geschäftsräumen stehen: Dieses Bild bot sich Helfern nach einem spektakulären Unfall an einem Kreisverkehr der Stadt Lahr am Nachmittag. In dem Ort am Rand des Schwarzwalds hatte ein 76-jähriger Autofahrer beim Einbiegen in den Kreisel vermutlich wegen eines Gesundheitsproblems die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, wie die Polizei berichtete. Der Wagen rauschte von der Straße ins Schaufenster. Dort blieb das Auto erst vor einer Zwischenwand stehen.

19 Uhr: Al-Kaida veröffentlicht neues Video von Anführer Al-Sawahiri

20 Jahre nach den verheerenden Anschlägen vom 11. September hat das Terrornetzwerk Al-Kaida eine neue Videobotschaft ihres Anführers Aiman al-Sawahiri veröffentlicht. In dem über die sozialen Medien verbreiteten Film ruft Al-Sawahiri seine Anhänger dazu auf, die Staaten im Westen und ihre Verbündeten im Nahen Osten zu bekämpfen. Das rund 60 Minuten lange Video zeigt die erste Ansprache des Al-Kaida-Chefs, seitdem es Ende vergangenen Jahres unbestätigte Gerüchte über seinen Tod gegeben hatte.

Analysten sehen in der neuen Aufnahme Hinweise, dass Al-Sawahiri zumindest noch zu Beginn dieses Jahres am Leben war. So erwähne er einen Angriff auf das russische Militär im Nordwesten Syriens am 1. Januar, twitterte die Direktorin der auf Propaganda von Extremisten spezialisierten Site Intelligence Group, Rita Katz.

18.45 Uhr: Tausende Beschäftigte des Gesundheitssektors demonstrieren in Warschau

Tausende Beschäftigte des polnischen Gesundheitssektors haben in Warschau für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Die Ärzte, Pflege- und Rettungskräfte marschierten durch das Zentrum der Hauptstadt. Der Regierung warfen sie vor, ihnen Ausgleichszahlungen für ihre erhöhte Arbeitsbelastung während der Corona-Pandemie zu verweigern. 

Auf Transparenten war etwa zu lesen: "Wir leben nicht lange, denn wir arbeiten hart" und "Wir verlangen anständige Löhne". In einer Schweigeminute vor dem Präsidentenpalast gedachten die Protestierenden der rund 500 Mitarbeiter des Gesundheitswesens, die im Zusammenhang mit der Pandemie gestorben sind.

18.20 Uhr: Gründer des Leuchtenden Pfads im Gefängnis gestorben

Der Gründer der peruanischen Rebellenorganisation Leuchtender Pfad, Abimael Guzmán, ist im Gefängnis gestorben. Wie die Strafvollzugsbehörde des südamerikanischen Landes mitteilte, starb Guzmán im Alter von 86 Jahren im Hochsicherheitsgefängnis von Callao. Als Todesursache wurden nur allgemein "Komplikationen in seinem Gesundheitszustand" genannt. Guzmán befand sich seit 1992 im Gefängnis und verbüßte eine lebenslange Freiheitsstrafe. 

Der frühere Philosophie-Professor Guzmán hatte die maoistische Guerillabewegung Leuchtender Pfad (Sendero luminoso) in den 60er Jahren gegründet. Die verarmte Andenregion Ayacucho wurde zum zentralen Aktionsgebiet der Gruppierung. Von dort aus proklamierte der Leuchtende Pfad 1979 den "Volkskrieg" gegen die politische und wirtschaftliche Elite des Landes. In dem folgenden Bürgerkrieg starben Schätzungen zufolge rund 70.000 Menschen.

17.02 Uhr: Söder schließt erneute GroKo nach der Bundestagswahl nicht aus

CSU-Chef Markus Söder hat die Neuauflage einer Regierungs-Zusammenarbeit mit der SPD nach der Bundestagswahl nicht ausgeschlossen. "Es kann ja auch noch einmal eine große Koalition wiederkommen mit der SPD, wenn sie schwächer wird", sagte der bayerische Ministerpräsident dem Sender Phoenix. "Das Entscheidende ist, dass wir stärker sind als die SPD, denn davon leitet sich auch der Führungsanspruch in der Bundesregierung ab", fügte er mit Blick auf die CDU/CSU hinzu.

Söder sagte, er gehe davon aus, "dass wir noch eine Chance haben, die SPD abzufangen". Der CSU-Parteitag in Nürnberg habe gezeigt, wie geschlossen CSU und CDU agierten, sagte er und verwies auf die große Zustimmung der Delegierten nach dem dortigen Auftritt von Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet. 

16.29 Uhr: Konzert in Kopenhagen mit 50.000 Zuschauern und spontanem Impfen

Ein Konzert mit Zehntausenden Zuschauern dicht an dicht: Was wie eine vage Erinnerung an Vor-Corona-Zeiten klingt, wird in Kopenhagen für dänische Musikfreunde Realität. Nach der Aufhebung der letzten verbliebenen Corona-Beschränkungen in Dänemark hat die Rockband The Minds of 99 für den Abend zu einem ausverkauften Konzert ins Stadion Parken geladen. 50.000 Fans sollten bei dem Auftritt in der dänischen Hauptstadt dabei sein. Nach Angaben des Veranstalters und der Zeitung "Jyllands-Posten" ist die Band damit die erste, die seit Pandemiebeginn in Europa eine Stadion-Show mit voller Zuschauerauslastung spielt.

16.17 Uhr: Merkel verurteilt "hybride Attacken" durch Belarus

Bei ihrem Besuch in Warschau hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Umgang der belarussischen Führung mit Flüchtlingen aus Krisenregionen kritisiert. Wehrlose Menschen aus anderen Ländern würden als Subjekte "hybrider Attacken" benutzt, sagte Merkel nach einem Gespräch mit Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki. "Ich halte das für vollkommen inakzeptabel." Die Kanzlerin appellierte an Belarus, den an der polnisch-belarussischen Grenze festsitzenden Flüchtlingen humanitäre Hilfe zukommen zu lassen.

Die Regierung in Warschau beschuldigt den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Flüchtlinge an die EU-Außengrenze zu bringen. Lukaschenko hatte Ende Mai angekündigt, dass Minsk Migranten nicht mehr an der Weiterreise in die EU hindern werde - als Reaktion auf verschärfte westliche Sanktionen gegen die autoritär regierte ehemalige Sowjetrepublik.

16.14 Uhr: Fünf Soldaten bei Gefecht mit ELN-Rebellen in Kolumbien getötet

Bei Gefechten mit Kämpfern der linken Guerillaorganisation ELN sind im Osten Kolumbiens fünf Soldaten ums Leben gekommen. Sechs weitere wurden verletzt, als sie nahe der Ortschaft Arauquita an der Grenze zu Venezuela angegriffen wurden, wie die Streitkräfte des südamerikanischen Landes mitteilten. Präsident Iván Duque verurteilte den Angriff. "In Gedenken an unsere Helden werden wir den Narco-Terrorismus weiter bekämpfen", schrieb der Staatschef auf Twitter. Erst vor wenigen Tagen hatte die ELN in der Region zwei Soldaten entführt.

16.04 Uhr: Veranstalter: 25.000 Personen bei Demo und Radsternfahrt gegen IAA

In München haben Tausende Menschen gegen die Automesse IAA Mobility demonstriert. Die Veranstalter gingen von 25.000 Teilnehmern bei einem Demonstrationszug und einer Radsternfahrt aus, die sich am Nachmittag auf der Theresienwiese trafen, wo normalerweise das Oktoberfest stattfindet. Den Veranstaltern zufolge beteiligten sich rund 5000 Personen an der Demonstration und 20 000 an der Sternfahrt. Die Polizei hatte zu Beginn des Demonstrationszuges die Beteiligung an ihm auf einen Wert im niedrigen Tausenderbereich geschätzt.

15.54 Uhr: Umfrage: Mehrheit findet den Wahlkampf inhaltsleer

Die Mehrheit der Bundesbürger hält den Wahlkampf einer Umfrage zufolge für inhaltsleer. Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Befragten äußerten sich dementsprechend, wie aus der aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) hervorgeht. Zugleich kennen 39 Prozent keinen einzigen ihrer Direktkandidaten im Wahlkampf. Die TV-Trielle bewertet eine Mehrheit demnach positiv. Dass es in diesem Bundestagswahlkampf statt eines Kanzler-Duells nun mehrere Trielle gibt, sehen 60 Prozent als positiv an, 31 Prozent halten es für übertrieben.  

15.40 Uhr: Geisterfahrerin fährt in Frankreich 60 Kilometer auf Autobahn

Als Geisterfahrerin hat eine 71-Jährige unversehrt rund 60 Kilometer auf einer französischen Autobahn zurückgelegt. Die Frau sei in der Nacht bei Ancenis im Westen Frankreichs auf die A11 aufgefahren - allerdings in die falsche Richtung, wie die Regionalzeitung "Ouest France" berichtete. Gendarmen auf Motorrädern nahmen dem Bericht zufolge die Verfolgung auf, auf der Strecke wurde sogar eine Schranke geschlossen. Dennoch gelang es erst knapp eineinhalb Stunden nach Beginn der gefährlichen Autobahnfahrt, die Frau zu stoppen. Zu einem Unfall kam es nicht. Die Gendarmen bereiteten derzeit Ermittlungen gegen die Frau vor, hieß es.

15.10 Uhr: Großdemo in Berlin für bezahlbare Mieten

In Berlin sind am Samstag nach Veranstalterangaben rund 20.000 Menschen mit der Forderung nach bezahlbaren Mieten auf die Straße gegangen. "Das riesige Wohnproblem in unserem Land muss endlich gelöst werden", forderte der Berliner Mieterbund, der die Veranstaltung gemeinsam mit dem "Berliner Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn" koordiniert hatte. Die Demonstration stand unter dem Motto "Wohnen für alle". Los ging es mit einer Auftaktkundgebung am Alexanderplatz, von dort startete der Demonstrationszug in Richtung Schlusskundgebung auf der Straße des 17. Juni. 

In Berlin können die Wählerinnen und Wähler am 26. September parallel zur Bundestags- und  Abgeordnetenhauswahl über den Volksentscheid "Deutsche Wohnen & Co. enteignen" abstimmen. Die Initiative will die mehr als 240.000 Wohnungen der großen Immobilienkonzerne in Berlin in eine Anstalt des öffentlichen Rechts überführen, wo sie "demokratisch, transparent und gemeinwohlorientiert" verwaltet werden sollen.

13.54 Uhr: Straußenbaby im Krefelder Stadtwald – Besitzer gesucht

Am Stadtwald in Krefeld haben zwei Passanten ein freilaufendes Straußenbaby entdeckt und eingefangen. Das Tier sei 1,40 Meter groß und zwischen vier und fünf Monaten alt, sagte der Sprecher des Tierheimes Krefeld am Samstag. Die Passanten hatten am Freitagabend die Feuerwehr kontaktiert, die nach eigenen Angaben den Krefelder Zoo anrief. Von dort sei der junge Strauß allerdings nicht entlaufen. 

Eine Tierärztin des Zoos untersuchte den Laufvogel noch am Abend. Er sei in gutem gesundheitlichen Zustand, sagte der Tierheim-Sprecher. Die Nacht verbrachte das Jungtier in Obhut des Krefelder Jagdbeauftragten. Am Morgen kam der Strauß dann ins Tierheim. Bisher habe sich kein Besitzer gemeldet, sagte der Sprecher. Er vermutete, dass das Tier ausgesetzt wurde.

13.35 Uhr: 45 weitere Deutsche aus Afghanistan ausgeflogen

Mit einem zweiten Passagierflug der Gesellschaft Qatar Airways sind am Freitag auch 45 Bundesbürger mit Familienangehörigen aus der afghanischen Hauptstadt Kabul gebracht worden. Das teilte das Auswärtige Amt am Samstag in Berlin mit. Es werde intensiv an weiteren Ausreisemöglichkeiten gearbeitet, sagte ein Sprecher. Betroffene würden kontaktiert. Mit einem ersten zivilen Evakuierungsflug waren am Donnerstag bereits 15 Deutsche aus Afghanistan ins arabische Emirat Katar geflogen worden.

13.48 Uhr: Streamingportal Twitch verklagt Nutzer wegen Hasskampagnen

Das US-Streamingportal Twitch hat zwei Nutzer aus Österreich und den Niederlanden wegen rassistischer und homophober Hasskampagnen gegen Streamer verklagt. Laut der bei einem Zivilgericht in San Francisco eingereichten Klageschrift verlangt die Plattform von den beiden Nutzern Schadenersatz in unbestimmter Höhe. Ziele der Hassangriffe der beiden Nutzer waren demnach oft Mitglieder ethnischer Minderheiten oder der LGBTQ-Gemeinschaft.

Statt der echten Namen der verklagten Nutzer nannte Twitch in den Gerichtsdokumenten nur deren Accountnamen. Hinter dem Account "CruzzControl" verbirgt sich demnach ein in den Niederlanden ansässiger Nutzer, "CreatineOverdose" soll in Wien leben. Die richtigen Namen musste Twitch demnach noch herausfinden und wollte sie nachreichen.

13.21 Uhr: 267,5 neue Stellen für Spitzenbeamte der Bundesregierung seit 2017

Die Zahl der Stellen für Spitzenbeamte in der Bundesregierung ist einer FDP-Auswertung zufolge in den vergangenen vier Jahren um 16,3 Prozent gestiegen. Konkret wurden demnach 267,5 neue Stellen geschaffen, für die derzeit mindestens ein Grundgehalt von 8762 Euro pro Monat gezahlt wird. Die Auswertung lag der Deutschen Presse-Agentur vor.  Die meisten neuen Top-Stellen wurden der Auswertung zufolge im Bundesinnenministerium von Ressortchef Horst Seehofer (CSU) geschaffen. Die FDP-Auswertung verzeichnet hier ein Plus von 48,6 Prozent beziehungsweise 54 Stellen. Ebenfalls deutlich nach oben ging die Zahl im Wirtschaftsministerium von Peter Altmaier (CDU) mit 41 zusätzlichen Stellen (26,1 Prozent). Im Gesundheitsministerium entstanden 18 neue Stellen (31,6 Prozent) für Spitzenbeamte, vor allem zwischen 2019 und 2020 wurde hier deutlich aufgestockt. Das Bundesministerium für Forschung und Wissenschaft erhielt 24 neue Top-Stellen, was einem Plus von 27,3 Prozent entspricht.

13.06 Uhr: Fahnder stellen mehr als zwei Tonnen Kokain vor englischer Küste sicher

Die britischen Behörden haben mehr als zwei Tonnen Kokain auf einer Luxusjacht vor der Küste bei Plymouth im Südwesten Englands sichergestellt. Wie die Nationale Kriminalbehörde NCA mitteilte, wurden sechs Männer im Alter von 24 bis 49 Jahren festgenommen. Die beschlagnahmten Drogen haben demnach einen Marktwert von umgerechnet rund 187 Millionen Euro. Bei den Festgenommenen handelt es sich den Angaben zufolge um einen Briten und fünf Nicaraguaner.

12.57 Uhr: Laschet hat kein Verständnis für Proteste gegen IAA

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hat kein Verständnis für die Proteste gegen die Automesse IAA Mobility in München. "Das ist die grünste IAA, die es je gegeben hat", sagte der CDU-Chef auf dem Parteitag der Schwesterpartei CSU in Nürnberg. Noch nie sei so viel von Klimaneutralität, Nachhaltigkeit und Umweltschutz die Rede gewesen. "Dass man dagegen noch demonstriert, Straßen blockiert und den Kampf gegen diese Industrie führt, zeigt: Manchen geht es nicht um Umweltschutz, sondern um Systemveränderung." Rund um die IAA kommt es seit Tagen zu Aktionen und Demonstrationen. Am Freitag hatte es dabei auch Zusammenstöße zwischen Polizei und Hunderten Aktivisten gegeben, bei denen die Beamten Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzten.

12.48 Uhr: Französische Marine rettet erneut mehr als hundert Migranten im Ärmelkanal

Die französische Marine hat erneut mehr als hundert Migranten beim Versuch des Übersetzens nach Großbritannien aus dem Ärmelkanal gerettet. Die französischen Behörden teilten mit, dass 43 Menschen - darunter Frauen und kleine Kinder - auf einem ersten Boot von einem Patrouillenboot in Sicherheit gebracht worden seien, nachdem ihr Boot vor dem Hafen von Dünkirchen in Seenot geraten war. Ein anderes Schiff rettete 40 Menschen in der Fahrrinne des Hafens von Calais sowie weitere 43 Menschen vor der Küste von Dünkirchen.

12.04 Uhr: Zwei Festnahmen in Norddeutschland - Staatsschutz ermittelt

In Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sind zwei Männer nach Ermittlungen des für politische Delikte zuständigen Staatsschutzes in Gewahrsam genommen worden. Bei den Männern handelte es sich der Polizei zufolge um einen 17 Jahre alten Deutsch-Afghanen und einen 21 Jahre alten Deutsch-Algerier. Nach einer Gefahrenprognose sei entschieden worden, die beiden in Gewahrsam zu nehmen, sagte ein Polizeisprecher.  Der 17-Jährige wurde den Angaben der Polizei zufolge im Hamburger Stadtteil Hausbruch festgenommen, der 21-Jährige in Mecklenburg-Vorpommern. Der Ältere sei dann auf eigenen Wunsch nach Hamburg gebracht worden. Die Ermittlungen dauern der Polizei zufolge an.

11.14 Uhr: CSU-Parteitag empfängt Laschet mit viel Jubel

Mit viel Jubel und langem Applaus hat die CSU am Samstag Unionskanzlerkandidat Armin Laschet in Nürnberg auf ihrem Parteitag begrüßt. "Ich weiß nicht, ob du überall so euphorisch begrüßt wirst, bei uns wirst du es", sagte CSU-Chef Markus Söder nach dem minutenlangen Einzug mit Laschet in die Messehalle. "Wir wollen, dass du Kanzler der Bundesrepublik Deutschland wirst. Die Bühne gehört dir", sagte Söder zu Laschet. In der CSU hatte es in den vergangenen Wochen immer wieder viele kritische Töne gegen Laschet gegeben. In den Umfragen liegen CDU und CSU derzeit klar hinter der SPD und kommen nur auf Werte von 20 bis 25 Prozent.

11 Uhr: Prinz Andrew erhält Klageschrift wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen

Der britische Prinz Andrew hat eine Klageschrift wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen in den USA erhalten. Den seit Freitag einsehbaren Gerichtsakten zufolge überreichte ein Vertreter der Klägerin Virginia Giuffre am 27. August die Unterlagen einem Polizisten am Eingang zur Residenz des Prinzen im englischen Windsor. Giuffre gibt an, von dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein als Minderjährige an Andrew für den sexuellen Missbrauch "ausgeliehen" worden zu sein.

Giuffre hatte die Klage am 9. August vor einem Zivilgericht in New York eingereicht, eine erste Anhörung ist für Montag angesetzt. An dieser muss Andrew allerdings nicht teilnehmen. Die heute 38-Jährige verlangt Schadenersatz von dem 61-jährigen Prinzen.

Andrew habe sie vor mehr als 20 Jahren im Haus von Epsteins damaliger Freundin Ghislaine Maxwell in London missbraucht, wirft Giuffre dem Prinzen vor. Die damals 17-Jährige ist laut ihrer Klageschrift von Epstein, Maxwell und Prinz Andrew "gegen ihren Willen zum Geschlechtsverkehr mit Prinz Andrew gezwungen worden". Außer in London habe der Prinz sie auch in Epsteins Haus in New York und auf Epsteins Privatinsel in der Karibik missbraucht.

10.30 Uhr Mehrere Tote bei Gasexplosion in Wohnhaus in Russland

Bei einer Gasexplosion in einem Wohnhaus in Russland sind mehrere Menschen gestorben, darunter ein Kind. Es seien drei Leichen aus den Trümmern nahe der Stadt Jelez rund 350 Kilometer südlich von Moskau geborgen worden, meldeten mehrere Agenturen unter Berufung auf die Ermittler. Unter den Toten war demnach ein elf Jahre altes Mädchen. Sechs Menschen wurden bei dem Unglück in der Nacht zum Samstag verletzt. Rettungskräfte setzten auch am Tag die Suche nach möglichen weiteren Opfern fort.

10.29 Uhr: Disney will restliche neue Filme des Jahres zuerst im Kino zeigen

US-Filmriese Disney hat angekündigt, dass alle neuen Filme, die bis Ende des Jahres Premiere haben, zuerst im Kino gezeigt werden sollen. So soll der Animationsfilm "Encanto" am 24. November in die Kinos kommen und erst am 24. Dezember auf Disneys Streamingplattform erscheinen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Für die Kino-Branche bedeutet das eine große Erleichterung.

9.37 Uhr: Deutsche Bahn bietet GDL neue "Entgeltkomponente" an

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn geht das Unternehmen nach eigenen Angaben einen weiteren Schritt auf die Lokführergewerkschaft GDL zu. Ein neues Angebot enthalte nun eine "Entgeltkomponente", teilte die Bahn am Samstag mit. "Der Konzern erklärt sich außerdem bereit, den Anwendungsbereich der GDL-Tarifregelungen in den heutigen GDL-Mehrheitsbetrieben zu überprüfen." Personalvorstand Martin Seiler sagte, es lägen tragfähige Lösungen auf dem Tisch. "Ein Tarifabschluss mit der GDL ist überfällig."

Die GDL hatte gedroht, von Montag an den nächsten Streik vorzubereiten, sollte die Bahn bis dahin kein "verhandlungsfähiges Angebot" vorlegen. Sie und der Konzern haben sich trotz monatelanger Tarifauseinandersetzung nicht auf einen Abschluss verständigen können. Die Gewerkschaft fordert 3,2 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von 28 Monaten sowie eine Corona-Prämie von 600 Euro. Die Bahn will die Tariferhöhung über einen längeren Zeitraum strecken und bietet eine Laufzeit von 36 Monaten an. Zudem stimmte sie der Corona-Prämie zu.

8.47 Uhr: Greta Thunberg rechnet mit brasilianischer Umweltpolitik ab

Klimaaktivistin Greta Thunberg geht mit Brasiliens Umweltpolitik hart ins Gericht. "Was die führenden Politiker Brasiliens heute in Bezug auf die Natur und die indigenen Völker machen, ist absolut beschämend", sagte die Schwedin am Freitag (Ortszeit) in einer Video-Anhörung des brasilianischen Senats zum jüngsten Bericht des Weltklimarats (IPCC). Thunberg verwies auf Studien, wonach das Amazonasgebiet mehr klimaschädliches Kohlendioxid abgibt als es aufnimmt. "Und das alles geschieht, während wir zusehen. Es wird sogar direkt von Ihrer Regierung angeheizt."

In weiten Teilen Brasiliens herrschen derzeit Wassermangel und Trockenheit. Zudem verzeichnet das brasilianische Amazonas-Gebiet die schlimmste Abholzung und die schlimmsten Brände seit Jahren. Kritiker werfen dem rechten Präsidenten Jair Bolsonaro vor, eine Stimmung geschaffen zu haben, in der sich Bauern zur Landnahme für landwirtschaftliche Nutzung ermutigt fühlen.

8.27 Uhr: 49 Millionen Euro aus dem Eurojackpot gehen nach Bayern

Der Eurojackpot wurde geknackt: Eine Spielerin oder ein Spieler aus Bayern hat rund 49 Millionen Euro gewonnen. Mit den Gewinnzahlen 2, 14, 18, 23 und 42 und den Eurozahlen 5 und 10 erzielte sie oder er bei der Ziehung am Freitag 49.327.084,70 Euro, wie Westlotto mitteilte. Zwei einstellige Millionengewinne gingen in den Südwesten und Norden: Tipper in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein kamen auf jeweils 1.170.614,70 Euro. Die Chance, beim Eurojackpot die höchste Klasse zu knacken, liegt bei rund 1 zu 95 Millionen.

Eine Hand füllt Kästchen für den Eurojackpot aus
An diesem Freitag ist der Der Eurojackpot geknackt worden
© Monika Skolimowska / DPA

6.24 Uhr: Nasa: Gesteinsproben vom Mars weisen auf Kontakt mit Wasser hin

Die vom Mars-Rover "Perseverance" entnommenen Gesteinsproben vom Roten Planeten deuten ersten Erkenntnissen zufolge auf Kontakt mit Wasser hin. Dies teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Freitag mit. "Es sieht so aus, als ob unsere ersten Steine eine potenziell bewohnbare, dauerhafte Umgebung enthüllen", erklärte der verantwortliche Wissenschaftler Ken Farley. Es sei eine "große Sache", dass auf dem Planeten "lange Zeit" Wasser gewesen sei.

Der Rover hatte am Montag und am Mittwoch insgesamt zwei Gesteinsproben entnommen. Bei einer handelt es sich den Angaben zufolge vermutlich um Basalt, womit sie vulkanischen Ursprungs wäre. Zudem sei das Vorhandensein von Salzen in den Proben ein Indikator für günstige Bedingungen für den möglichen Nachweis von Spuren frühen Lebens.

6.15 Uhr: ÖPNV-Abonnenten können Fahrkarte auch anderswo nutzen

Wer ein Nahverkehrsabo besitzt, kann damit von Montag an für zwei Wochen bundesweit nahezu alle Nahverkehrsangebote ohne Zusatzkosten nutzen. Damit bedanken sich die Verkehrsunternehmen bei denjenigen, die auch während der Pandemie Bus und Bahn als Stammkunden die Treue halten. Die Aktion läuft nach Angaben des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen bis zum 26. September und umfasst mehr als 95 Prozent aller Tarif- und Verkehrsverbünde. Wer das Angebot nutzen will, muss sich vorher online registrieren. Mit einem Nahverkehrsabo erhalten die Teilnahmeberechtigten auch bestimmte Bahncards für den Fernverkehr günstiger.

5.10 Uhr Umweltschützer: Waldbrände in Russland haben historisches Ausmaß

Bei den historisch größten Wald- und Flächenbränden in Russland ist bislang eine Fläche halb so groß wie Deutschland vernichtet worden. Nach Einschätzung der Umweltorganisation Greenpeace verbrannten in den vergangenen Monaten landesweit mehr als 17,6 Millionen Hektar Wald und Steppe. Damit sei der Negativrekord aus dem Jahr 2012 mit rund 16 Millionen Hektar gebrochen worden.

Greenpeace stützt sich nach eigenen Angaben auf öffentlich zugängliche Daten aus der Weltraumüberwachung und beklagte zuletzt, dass diese Satellitendaten der Fortschutzbehörde nicht mehr verfügbar gewesen seien. "Die Lage ist deshalb schwer einzuschätzen", sagte Grigori Kuksin von Greenpeace der Deutschen Presse-Agentur in Moskau.

5.09 Uhr: RKI registriert 11.214 Corona-Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Robert Koch-Institut (RKI) aktuell bei 82,8. Das geht aus Angaben des Instituts vom Samstagmorgen hervor. Am Vortag hatte der Wert bei 83,8 gelegen, vor einer Woche bei 80,7. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 11.214 Corona-Neuinfektionen. Die Zahlen geben den Stand des RKI-Dashboards von 4.12 Uhr wieder. Vor einer Woche hatte der Wert bei 10.835 Ansteckungen gelegen.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 1,95 an (Vortag 1,89). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5

4.08 Uhr: Großdemonstration in Berlin für bezahlbare Mieten

Ein breites Bündnis von Organisationen und Verbänden ruft für Samstag, 13 Uhr,  in Berlin zu einer Großdemonstration für bezahlbare Mieten auf. Unter dem Motto "Wohnen für alle" soll mit einem Protestzug durch das Stadtzentrum auf das Problem knappen Wohnraums und hoher Mieten aufmerksam gemacht werden. Die Initiatoren fordern "einen radikalen Kurswechsel in der Mieten- und Wohnungspolitik von der zukünftigen Bundesregierung", wie es im Aufruf zu der Demo heißt.

Hinter der Kundgebung stehen die Initiativen "Mietenstopp", "Aktionsbündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn" sowie "Deutsche Wohnen und Co. enteignen". Zu den Unterstützern zählen der Deutsche Mieterbund, der Paritätische Gesamtverband und die Berliner Landesverbände mehrerer Gewerkschaften.

1.01 Uhr: Seehofer: Behörden haben 23 Anschläge seit 2000 verhindert

Nach Angaben von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) konnten die deutschen Sicherheitsbehörden seit dem Jahr 2000 knapp zwei Dutzend terroristische Attentate vereiteln. "Unsere Behörden haben seit dem Jahr 2000 23 Terroranschläge verhindert", sagte Seehofer den Zeitungen der Funke Mediengruppe zum 20. Jahrestag der Terroranschläge in den USA am Samstag.

Zugleich hob der Innenminister hervor, dass weiterhin eine Gefahr von Anschlägen in Deutschland bestehe. "Wir haben Terroranschläge verhindert, aber die Gefahr eines Anschlages besteht auch heute noch." Einem Bericht des "Tagesspiegel" (Samstagsausgabe) zufolge hält das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) rund 2000 Islamisten in Deutschland für besonders gefährlich.

anb DPA AFP

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