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News von heute : Nach Besuch in Buchenwald antisemitische Lieder abgespielt: Schule zeigt Schüler an

Deutscher in Palermo zusammengeschlagen +++ Raser wegen Mordes verurteilt +++ Griechische Polizei stoppt Lkw mit 80 Migranten +++ Flaschenwerfer aus Partyzug stellt sich +++ Die Nachrichten des Tages im Ticker. 

Gedenkstein im ehemaligen KZ Buchenwald

Gedenkstein im ehemaligen KZ Buchenwald: Nach einem Besuch der Gedenkstätte sollen Schüler antisemitische Lieder abgespielt haben.

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Schüler spielen nach Buchenwald-Besuch antisemitische Lieder ab (17.43 Uhr)
  • Deutscher in Palermo zusammengeschlagen (17.13 Uhr)
  • Chinesischer Konzern kauft Steigenberger-Hotels (12.50 Uhr)
  • Iran steigert Produktion von angereichertem Uran (12.26 Uhr)
  • Frau bei Sturm auf Mallorca von Palme erschlagen (11.44 Uhr) 
  • Flaschenwerfer aus Partyzug stellt sich (11.30 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:

+++ 18.54 Uhr: Apple stellt 2,5 Milliarden Dollar für Wohnungsnot in Kalifornien bereit +++

Der Apple-Konzern hat zur Eindämmung der Wohnungsnot in Kalifornien 2,5 Milliarden Dollar (knapp 2,3 Milliarden Euro) an Hilfen zugesagt. Der US-Technologiekonzern erklärte, schon lange bevor die Welt den Namen Silicon Valley gekannt habe und bevor Menschen Technologieprodukte in ihren Taschen getragen hätten, habe Apple "diese Region Heimat genannt". Deshalb fühle sich das Unternehmen dazu verpflichtet dazu beizutragen, dass sie ein lebendiger Platz bleibe. Das Geld stellte Apple für den Zeitraum der kommenden beiden Jahre in Aussicht. Es soll unter anderem in einen Kreditfonds der Regierung des Bundesstaats Kalifornien fließen. Außerdem will Apple Land im Wert von 300 Millionen Dollar, das es selbst in San José besitzt, für den Wohnungsbau zur Verfügung stellen. Kalifornien kämpft nicht zuletzt angesichts der dort niedergelassenen Technologiekonzerne mit stark steigenden Preisen für Wohnungen und Häuser und einer wachsenden Obdachlosigkeit. Auch Unternehmen wie Google und Facebook sagten in der Vergangenheit bereits finanzielle Hilfe zu.

+++ 18.23 Uhr: Türkischer Schriftsteller und Journalist Ahmet Altan unter Auflagen frei +++

Der türkische Schriftsteller und Journalist Ahmet Altan kommt unter Auflagen frei. Wie die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete, verurteilte ein Gericht Altan zu mehr als zehn Jahren Haft, ordnete aber zugleich seine Freilassung unter Auflagen an. Er muss sich von nun an regelmäßig bei der Polizei melden. Altan war im Februar 2018 wegen Mitgliedschaft in der in der Türkei als Terrororganisation eingestuften Gülen-Bewegung zu lebenslanger Haft verurteilt worden, im Juli 2019 vom obersten Berufungsgericht des Landes aber wieder freigesprochen worden. Ahmet Altans Bruder, der Ökonomieprofessor und Autor Mehmet Altan, wurde freigesprochen, wie Anadolu weiter berichtete. Der Journalist Nazli Ilicak erhielt laut der Meldung wegen Unterstützung einer Terrororganisation eine Strafe von acht Jahren und neun Monaten. Auch er wurde auf freien Fuß gesetzt und muss sich regelmäßig bei der Polizei melden.

+++ 18.00 Uhr: Notruf im Saarland rettet Menschenleben im Mittelmeer +++

Ein Notruf beim Lagezentrum der Polizei in Saarbrücken hat eine Rettungsaktion vor der türkischen Küsten im Mittelmeer ausgelöst. Wie das Polizeipräsidium des Landes mitteilte, wurde dadurch eine Rettungskette in Gang gesetzt. In deren Verlauf seien dann 17 Menschen von einem manövrierunfähigen Boot gerettet worden, hieß es weiter. Dabei habe es sich mutmaßlich um Flüchtlinge aus Syrien gehandelt. Die Anruferin war demnach eine im Saarland lebende Syrerin. Diese habe am Samstagabend den Notruf aus Sorge um ihre Cousine abgesetzt, die mit dem Boot von der Türkei aus in Richtung der griechischen Insel Kos aufgebrochen sei, nun aber wegen eines Motorausfalls zusammen mit der restlichen Gruppe bei starkem Wellengang im Meer treibe. Die saarländischen Beamten verständigten daraufhin die Bundespolizei in Potsdam und die deutsche Seenotleitstelle in Bremen, die ihrerseits die Information weitergaben. Die türkische Küstenwache habe dann das Boot entdeckt und die Insassen aufgenommen. Griechenland erreichten die Flüchtlinge demzufolge allerdings nicht.

+++ 17.43 Uhr: Schule zeigt Schüler an, die nach Besuch in Buchenwald antisemitische Lieder abspielen +++

Eine Schule aus dem hessischen Grünberg hat drei Schüler angezeigt, weil sie auf der Rückfahrt von einem Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald antisemitische Lieder abgespielt haben sollen. Es werde wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen die 14-Jährigen ermittelt, sagte ein Polizeisprecher in Gießen. Der Kreis Gießen stellte sich in einer Mitteilung an die Seite der Schulleitung. Da es um den Verdacht der Volksverhetzung gehe, sei die richtige Konsequenz gewählt worden. Den Angaben des Landkreises zufolge wurde die Theo-Koch-Schule mehrfach für ihre Arbeit in der Extremismus-Prävention ausgezeichnet. In den neunten Klassen werde seit Jahren ein viermonatiges Projekt zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus durchgeführt. Der Vorfall verdeutliche die Wichtigkeit von Initiativen gegen Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Gewalt.

+++ 17.30 Uhr: Deutscher in Palermo verprügelt und schwer verletzt +++

Ein Deutscher ist bei einem Streit in der sizilianischen Hauptstadt Palermo zusammengeschlagen und schwer verletzt worden. Dies bestätigte Bürgermeister Leoluca Orlando der Deutschen Presse-Agentur. Nach einem Bericht der Zeitung "La Repubblica" war der in Palermo lebende 48-Jährige am Samstagabend verprügelt worden, weil er einer Autofahrerin gesagt habe, dass sie nicht in einer Fußgängerzone fahren dürfe. Der Vorfall ereignete sich demnach auf einem Platz im historischen Zentrum Palermos. Die Fahrerin habe begonnen zu hupen, weil sie sich von einem abgestellten Motorrad behindert fühlte. Sie habe auf den Deutschen gezeigt, weil sie fälschlich glaubte, es sei dessen Motorrad. Der Deutsche habe ihr gesagt, dass sie doch dort ohnehin nicht fahren dürfe. Der 19-jährige Sohn der Fahrerin sei dann ausgestiegen, um seine Mutter "zu verteidigen". Der Mann kam mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus. Der 19-Jährige wurde festgenommen.

+++ 17.11 Uhr: Katholischer Aktivist gibt zu, Statuen von Indigenen in den Tiber geworfen zu haben +++

Ein österreichischer katholischer Aktivist hat sich dazu bekannt, während der Amazonas-Synode in Rom indigene Statuen aus einer Kirche entwendet und in den Tiber geworfen zu haben. Zwei Wochen nach der Tat begründete er in einem Video sein Handeln damit, dass die Symbole einer südamerikanischen Fruchtbarkeitsgöttin nicht in eine katholische Kirche gehörten. Denn dies sei ein Verstoß gegen das erste Gebot der Bibel ("Du sollst keine anderen Götter neben mir haben"). Der junge Mann, der seinen Namen mit Alexander Tschugguel angibt, berichtete, dass er zu Beginn der Synode Anfang Oktober nach Rom gereist sei und die Pachamama-Figuren in der Kirche gesehen habe. Er habe sich darüber sehr aufgeregt. Nach seiner Rückkehr nach Wien habe er mit Freunden beratschlagt und entschieden, noch einmal nach Rom zu reisen und die Statuen aus der Kirche zu entfernen.

+++ 15.44 Uhr: Essener Kunsthändler verliert Prozess um angebliches Uecker-Bild +++

Ein Essener Kunsthändler muss der Käuferin eines vermeintlichen Bildes von Zero-Künstler Günther Uecker 7500 Euro Anzahlung samt Zinsen erstatten. Das Düsseldorfer Landgericht erließ ein sogenanntes Versäumnisurteil, weil weder der Händler noch sein Anwalt erschienen waren. Die Käuferin hatte das "Sandbild auf Büttenpapier" 2018 erworben, ist inzwischen aber der Ansicht, es handele sich um eine dreiste Fälschung. Der älteste Sohn von Günther Uecker, der dessen Werk verwaltet, hatte erklärt, das Bild stamme nicht von seinem Vater. Innerhalb von zwei Wochen kann die Entscheidung noch angefochten werden.

+++ 15.36 Uhr: Deutscher Thomas Cook droht Zerschlagung +++

Die insolvente deutsche Thomas Cook steht vor der Zerschlagung. Bislang liege kein belastbares Angebot für die Fortführung des Unternehmens als Ganzes oder für das Veranstaltergeschäft der Thomas Cook Touristik GmbH vor, erklärten Insolvenzverwalter und Unternehmen in Oberursel bei Frankfurt/Main. "In Folge dessen muss die Thomas Cook Touristik GmbH nun aus rechtlichen Gründen die Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs zum 1. Dezember 2019 vorbereiten", hieß es in der Mitteilung. Für einzelne Teile des Unternehmens gebe es aber Interesse - vor allem für die Bucher Reisen & Öger Tours GmbH. Durch die angestrebten Verkäufe von Unternehmensteilen wären gut die Hälfte der aktuell etwa 2100 Thomas Cook-Arbeitsplätze in Deutschland gesichert, hieß es.

+++ 14.50 Uhr: Schriftsteller Ernst Augustin im Alter von 92 Jahren gestorben +++

Der Autor Ernst Augustin ist tot. Er starb am Sonntag, wenige Tage nach seinem 92. Geburtstag, in München, wie der Verlag C.H. Beck mitteilte. Der Verlag würdigte ihn als "einen der großen Schriftsteller deutscher Sprache". Augustin war Mitglied der Gruppe 47, der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Sein literarisches Schaffen war untrennbar verbunden mit seiner Arbeit als Mediziner und Psychiater. Sein zentrales Thema: Was ist das Ich? Für seine Werke hat er zahlreiche Auszeichnungen bekommen, darunter den Mörike-Preis (2009), den Ernst-Hoferichter-Preis (2008) und den Literaturpreis der Landeshauptstadt München (1999). Sein Roman "Robinsons blaues Haus" stand 2012 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis.

+++ 14.44 Uhr: Angeblich 1200 ausländische IS-Kämpfer in türkischen Gefängnissen +++ 

 In türkischen Gefängnissen sitzen nach Angaben des türkischen Innenministers 1200 ausländische Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Weitere IS-Kämpfer aus anderen Staaten würden in Abschiebezentren festgehalten, sagte Süleyman Soylu. Aus welchen Ländern die Inhaftierten stammen, sagte Soylu nicht. 

+++ 13.46 Uhr: 19-jähriger Raser nach tödlichem Unfall auf Rastplatz wegen Mordes verurteilt +++

Rund zehn Monate nach einem tödlichen Raser-Unfall auf einem Autobahn-Parkplatz in Hessen hat das Landgericht Darmstadt den 19 Jahre alten Fahrer zu sechs Jahren und vier Monaten Jugendstrafe verurteilt. Die Richter bewerteten die Tat in ihrer Urteilsbegründung als Mord. Der deutsche Angeklagte war am 30. Dezember 2018 mit seinem Wagen vor zwei Polizeiautos geflüchtet. Auf der A5 fuhr er mit mehr als 100 Stundenkilometern auf den Autobahnparkplatz Fuchsbuckel nahe Heppenheim ab und krachte dort in das parkende Auto einer Familie aus Düsseldorf. Die 39 Jahre alte Mutter starb bei dem Unfall, der damals zehnjährige Sohn wurde schwer verletzt. Der Vater, der sich zum Zeitpunkt des Unfalls außerhalb des Fahrzeugs befand, erlitt einen Schock. Auch der Angeklagte erlitt schwere Verletzungen.

Griechenland: Polizei entdeckt 41 Migranten in Kühllaster

+++ 13.21 Uhr: Griechische Polizei entdeckt mehr als 40 Migranten in einem Lkw +++

Bei einer Autobahn-Kontrolle nahe der griechischen Stadt Xanthi hat die Polizei einen Lastwagen mit Migranten festgesetzt. Neuen Angaben aus Polizeikreisen zufolge sollen sich im Laderaum des Lkw 41 Menschen befunden haben. Zunächst war von mehr als 80 Personen die Rede gewesen. Manche hätten bereits Atemprobleme gehabt, als die Türen des Lasters geöffnet wurden. Bei den Insassen soll es sich überwiegend um Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahre gehandelt haben. Über ihre Herkunft ist noch nichts bekannt, griechische Medien mutmaßen jedoch, dass sie illegal aus der Türkei eingereist sind. Immer wieder nimmt die griechische Polizei Schleuser fest, die mit Minibussen oder in Hohlräumen von Lkw Migranten aus der Region des griechisch-türkischen Grenzflusses Evros nach Griechenland bringen.

+++ 13.05 Uhr: "Lindenstraße"-Requisiten kommen ins Bonner Haus der Geschichte +++

Die Küche von Mutter Beimer aus der "Lindenstraße" kommt ins Museum. Das Haus der Geschichte in Bonn werde die Küche und auch die Bushaltestelle Lindenstraße/Kastanienstraße aus der im März kommenden Jahres endenden ARD-Serie übernehmen, teilte der WDR in Köln mit. Auch für zahlreiche andere Requisiten, Kostüme und Kulissen der Serie laufen demnach Gespräche mit Museen. So wolle das Technikmuseum in Speyer, in dem seit 2012 eine Dauerausstellung zur "Lindenstraße" läuft, das Restaurant "Akropolis" und das "Café Bayer" übernehmen. Die Deutsche Kinemathek in Berlin werde unter anderem die Speisekarten des "Akropolis" sowie die Bademäntel von Mutter Beimer und Anna Ziegler übernehmen. Die ARD will trotz Protesten der Schauspieler und von Fans die "Lindenstraße" im kommenden März auslaufen lassen. Die Folge "Auf Wiedersehen" wird die 1758. Ausgabe der seit knapp 35 Jahre laufenden Serie.

+++ 12.56 Uhr: Leiche von 71-Jähriger nach Erdrutsch in Nizza geborgen +++

Bei Unwettern in Frankreich ist eine Frau ums Leben gekommen. Die 71-Jährige konnte nach einem Erdrutsch in Nizza nur noch tot geborgen werden, wie die Rettungskräfte in der Mittelmeerstadt mitteilten. Sie wurde leblos auf dem Grundstück hinter ihrem Haus gefunden. Die Frau war seit dem Wochenende vermisst worden. Durch starke Regenfälle war nach Angaben der Feuerwehr ein Hang ins Rutschen geraten und hatte die Frau unter sich begraben. In der Region in Südfrankreich hatten die Behörden vor Überschwemmungen und Sturmböen gewarnt. Mehrere Menschen wurden durch herabfallende Äste und andere Gegenstände verletzt.

+++ 12.55 Uhr: Fahrdienst Uber testet Betrieb auf dem Land +++

In sechs deutschen Großstädten ist der Fahrdienstvermittler Uber bereits unterwegs - jetzt wagt er sich zum ersten Mal auch aufs Land: In fünf Kleinstädten östlich von München bietet der US-Konzern nun Fahrten zum Festpreis von 5 Euro an - auch in den Nachbarort. Und nachts fahre Uber für 15 Euro nach München oder zurück, kündigte Deutschlandchef Christoph Weigler in Kirchheim an. "Mit dem Pilotprojekt wollen wir verstehen, wie ein On-Demand-Fahrservice auch in weniger dicht besiedelten Regionen (...) funktionieren kann", sio Weigler. Weltweit ist der Fahrdienst in gut 700 Städten aktiv.

+++ 12.50 Uhr: Chinesischer Konzern kauft Steigenberger-Hotels +++

Die Steigenberger-Hotels werden chinesisch: Der Konzern Huazhu Group hat die Dachgesellschaft der Luxus-Hotelmarke, die Deutsche Hospitality, durch eine Tochtergesellschaft vollständig erworben, wie beide Seiten mitteilten. Laut dem neuen chinesischen Eigentümer liegt der Kaufpreis bei 700 Millionen Euro. Neben Steigenberger gehören zu der in Frankfurt ansässigen Deutschen Hospitality auch Marken wie IntercityHotel und Jaz in the City. Ein bekanntes Haus der Kette ist der Frankfurter Hof.

+++ 12.26 Uhr: Iran erhöht weiter Produktion von Uran +++

Der Iran hat eine weitere Erhöhung der Produktion angereicherten Urans sowie die Entwicklung zweier neuer Zentrifugen zur Urananreicherung bekanntgegeben. Der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, sagte im Staatsfernsehen, sein Land produziere nun täglich fünf Kilogramm angereicherten Urans, was einer Steigerung um das Zehnfache gegenüber der noch vor zwei Monaten produzierten Menge entspricht. Innerhalb von zwei Monaten habe sein Land zudem zwei neuartige Zentrifugen entwickelt, ergänzte Salehi. Eine davon werde bereits getestet. Seit dem Ausstieg der USA aus dem internationalen Atomabkommen zur Begrenzung der nuklearen Kapazitäten des Iran hat die Führung in Teheran ihrerseits schrittweise die Auflagen des Abkommens verletzt. Teheran hatte das Abkommen im Juli 2015 mit den fünf Vetomächten des UN-Sicherheitsrats und Deutschland geschlossen.

+++ 12.00 Uhr: Tschechien probt für die nächste Flüchtlingskrise  +++

Mit einer großangelegten Übung hat Tschechien die Wiedereinführung von Grenzkontrollen zur Slowakei geprobt. Damit bereite man sich für den Fall einer "Migrationswelle" vor, erläuterte Innenminister Jan Hamacek. Ein souveräner Staat müsse in der Lage sein, seine Grenzen zu schützen, betonte der Sozialdemokrat. Knapp 300 Polizisten, Soldaten, Zollbeamte und Feuerwehrleute waren im Einsatz, um einen 49 Kilometer langen Abschnitt der Grenze probehalber zu überwachen.

+++ 11.44 Uhr: Palme erschlägt Frau bei Sturm auf Mallorca +++

Bei einem Sturm auf der spanischen Urlaubsinsel Mallorca ist eine Frau von einer umstürzenden Palme erschlagen worden. Das Unglück ereignete sich am Sonntag in der Nähe der Kathedrale in der Hauptstadt Palma, wie die örtliche Zeitung "Diario de Mallorca" unter Berufung auf die Behörden mitteilte. Ein Augenzeuge sagte der "Mallorca Zeitung", die 41 Jahre alte Frau sei von dem Baum am Kopf getroffen worden. Mehrere Menschen hätten versucht, ihr noch am Unglücksort zu helfen. Aber auch Wiederbelebungsversuche von Rettungssanitätern seien vergeblich gewesen. Die Windböen hätten teilweise Geschwindigkeiten von mehr als 110 Stundenkilometern erreicht, hieß es.

+++ 11.30 Uhr: Flaschenwurf aus Partyzug: 31-Jähriger stellt sich +++

Nach dem lebensgefährlichen Flaschenwurf aus einem Partyzug am Bahnhof im westfälischen Kamen hat sich der Tatverdächtige der Polizei gestellt. Auf der Rückreise von der Nordsee habe sich ein 31-Jähriger aus Moers am Sonntag als Verursacher zu erkennen gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Vorausgegangen waren umfangreiche Befragungen der etwa 500 Reisenden an Bord des Zuges und Druck der Polizei. Der Deutsche sei vernommen und dann wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Ihm wird fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen.

+++ 11.24 Uhr: Tourismusbranche: Reisen nicht für Klimaschutz einschränken  +++

Die deutsche Tourismusbranche spricht sich in der Klimadebatte gegen Einschränkungen und Verbote aus. "Wir brauchen das klare politische Ziel, Klimaschutz und Freiheit unter einen Hut zu bringen - und damit auch Reisefreiheit", sage Michael Frenzel, der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft, in Berlin. Es sei falsch, Reisen wieder zum Luxusgut zu machen. Deutschland solle stattdessen in Forschung etwa in klimaschonende Antriebe mit synthetischen Kraftstoffen investieren.

Frenzel lehnte bei einer Branchentagung das Vorhaben der Bundesregierung ab, die Luftverkehrssteuer zu erhöhen. Diese werde Verkehr ins Ausland verlagern und schwäche die Investitionskraft der Unternehmen.

+++ 11.04 Uhr: Thyssenkrupp investiert 250 Millionen in Kieler U-Boot-Werft +++

Thyssenkrupp Marine Systems (TkMS) will die U-Boot-Werft in Kiel mit Investitionen von 250 Millionen Euro bis zum Jahr 2023 ausbauen. "Ziel ist es, den Werftstandort zum internationalen Kompetenzzentrum für den konventionellen U-Bootbau weiter zu entwickeln", sagte TkMS-Chef Rolf Wirtz der Deutschen Presse-Agentur. "Unser Anspruch ist, Europas modernstes Marineunternehmen zu sein." Dank der guten Auftragsentwicklung sollen bis Ende 2020 unternehmensweit rund 500 neue Mitarbeiter eingestellt werden, der Großteil davon in Kiel.  Von den rund 6000 Beschäftigten bei TkMS sind etwa 2800 in Kiel tätig.

+++ 10.24 Uhr: Leichenfund in Lkw nahe London: Vietnam nimmt acht Verdächtige fest  +++

Nach dem Fund von 39 Leichen in einem Lastwagen nahe London hat die vietnamesische Polizei acht Verdächtige in der Provinz Nghe An festgenommen. Sie sollen nach Ansicht der Behörden Teil eines Schleuserrings sein, der Vietnamesen illegal nach Großbritannien bringt, wie staatliche Medien berichteten. Bereits in der vergangenen Woche seien zwei Menschen in Verbindung mit dem Fall in der Provinz Ha Tinh festgenommen worden.

+++ 9.56 Uhr: Drei Demonstranten in irakischer Stadt Kerbela erschossen +++

Bei Ausschreitungen am Rande von regierungskritischen Protesten sind im Irak drei Menschen getötet worden. Sie seien in der Nacht zum Montag in der Stadt Kerbela erschossen worden, teilten Rettungskräfte mit. Sicherheitskräfte gaben in der Nacht vor dem iranischen Konsulat in der heiligen Stadt südlich von Bagdad Schüsse ab, um Demonstranten auseinanderzutreiben. Diese versuchten nach Berichten von AFP-Korrespondenten, über die Mauern des Konsulats zu klettern und Feuer zu legen.

+++ 9.40 Uhr: British-Airways-Mutter IAG übernimmt spanische Air Europa +++

Der Mutterkonzern der British Airways, IAG, will die spanische Fluggesellschaft Air Europa übernehmen. Der Kaufpreis liege bei einer Milliarde Euro, teilte die International Airlines Group (IAG) in London mit. Man habe sich mit der Air-Europa-Eigentümerin Globalia verbindlich auf die Übernahme geeinigt. Der Deal soll in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres vollzogen werden. Air Europa kam Ende 2018 auf eine Flotte von 66 Flugzeugen und beförderte im abgelaufenen Jahr 11,8 Millionen Passagiere. Zu IAG gehören neben British Airways bereits die Fluggesellschaften Iberia, Vueling, Aer Lingus und Level.

+++ 9. 16 Uhr: Extremer Smog legt öffentliches Leben in Neu Delhi teilweise lahm +++

In Indiens Hauptstadt Neu Delhi hat dichter Smog das öffentliche Leben teilweise zum Stillstand gebracht: Schulen blieben am Montag geschlossen, Fahrverbote für Autos wurden verhängt und Baustellen stillgelegt. Der Regierungschef der Hauptstadtregion Delhi, Arvind Kejriwal, sagte in einem Video im Onlinedienst Twitter, die Luftverschmutzung sei "unerträglich" geworden.

+++ 8 Uhr: Piraten verschleppen neun Menschen von norwegischem Frachter  +++

Piraten haben vor der Südküste Benins neun Besatzungsmitglieder eines norwegischen Frachters verschleppt. Sie enterten das Schiff "MV Bonita" am Samstagmorgen vor der westafrikanischen Hafenstadt Cotonou, als dessen Besatzung dort auf einen Ankerplatz wartete, wie die Reederei JJ Ugland am Sonntag mitteilte. Das Einsatzteam der Reederei behandele die Situation gemäß der Notfallpläne, hieß es - die zuständigen Behörden und die Familien der Besatzungsmitglieder seien verständigt worden. Weitere Angaben gab es zunächst nicht.

+++ 7.56 Uhr: Ufo will Details zu neuen Streiks bei Lufthansa nennen +++

Im Dauerstreit mit der Lufthansa will die Gewerkschaft Ufo am Montag Details zu neuen Streiks der Flugbegleiter bekanntgeben. Diese sollen per Videobotschaft im Internet veröffentlicht werden, wie die Gewerkschaft angekündigt hatte. Möglich sind Arbeitsniederlegungen bei der Lufthansa-Kerngesellschaft ebenso wie bei vier weiteren Flugbetrieben mit deutschem Tarifrecht.

+++ 5.18 Uhr: Bolsonaro warnt vor dramatischen Folgen von Ölpest +++

Angesichts der katastrophalen Ölpest vor der Nordostküste Brasiliens hat Staatschef Jair Bolsonaro vor dramatischen Folgen gewarnt. "Das Schlimmste steht noch bevor", sagte Bolsonaro in einem Fernsehinterview. "Was bislang angespült und gesammelt wurde, ist nur ein kleiner Anteil dessen, was ausgetreten ist", sagte der Präsident. Seit drei Monaten wird die brasilianische Nordostküste von einer schweren Ölpest heimgesucht. Betroffen sind mehr als 200 Orte, rund 2250 Kilometer Küste wurden seit Beginn der Krise verseucht. 

+++ 5.05 Uhr: Für schnellere Züge - Ministerium will mehr Bahnübergänge beseitigen +++

Das Bundesverkehrsministerium will Engpässe im Schienennetz schneller beseitigen und dafür auch mehr Bahnübergänge abschaffen. Ziel ist es, dass Züge schneller fahren können und pünktlicher werden. Dazu ist geplant, Kommunen bei der Finanzierung von Brücken und Unterführungen zu entlasten. Das geht aus einem Gesetzentwurf zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren im Verkehrsbereich hervor, welcher der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Der Entwurf soll am Mittwoch vom Kabinett beschlossen werden.

+++ 4.05 Uhr: Hoeneß vermisst Mut in TV-Talkrunden: "Langweilige Sendungen" +++

Der scheidende Bayern-Präsident Uli Hoeneß vermisst in politischen TV-Talkrunden den Mut zum Klartext. Heutzutage seien das "langweilige Sendungen, weil sich keiner wirklich traut, was zu sagen, weil jeder immer davon abhängig ist, dass er dem nicht auf den Fuß tritt oder jenem nicht", sagte Hoeneß in der Dokumentation "Der Bayern-Boss: Schlusspfiff für Uli Hoeneß", die am Montag (20.15 Uhr/ARD) ausgestrahlt wird.

+++ 2.02 Uhr: Seit hundert Jahren auf den Niagara-Fällen feststeckendes Boot bewegt sich +++

Nach heftigen Unwettern hat sich ein seit mehr als hundert Jahren auf den Niagara-Fällen feststeckendes Boot dutzende Meter bewegt. Das als "Iron Scow" (Eiserner Lastkahn) bekannte Boot sei rund 50 Meter in Richtung des Wasserfall-Rands gerückt, sagte ein Vertreter des Niagara-Parks in Kanada. Bislang sehe es so aus, als sei das Boot sicher - "falls es Unwetter gibt, könnte es sich aber noch weiter bewegen", sagte Niagara-Parkchef David Adames im Sender CBC.

Seit einem Bootsunglück im August 1918 steckt der Kahn auf dem Niagara-Fluss fest - etwa 600 Meter vom Rand des Wasserfalls entfernt. Starke Regenfälle und heftige Winde hatten örtlichen Medienberichten zufolge am Donnerstag dazu geführt, dass sich der Kahn nun von der Stelle bewegte. Sollte das Boot noch weiter nach vorne rücken, würden Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, betonte Adames.

+++ 1.38 Uhr: El Salvador verweist venezolanische Diplomaten des Landes +++ 

El Salvador und Venezuela haben nacheinander alle Diplomaten des jeweiligen anderen Landes ausgewiesen. El Salvadors neuer Präsident Nayib Bukele hatte am Samstagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter mitgeteilt, die diplomatischen Vertreter der Regierung des umstrittenen venezolanischen Präsidenten Nicólas Maduro hätten 48 Stunden Zeit, das Land zu verlassen. Die Regierung in Caracas reagierte am Sonntag mit der Ausweisung aller salvadorianischer Diplomaten.

Vor seiner Wahl im Juni hatte Bukele angekündigt, er wolle "distanzierte" Beziehungen zu Caracas sowie ein enges Verhältnis zu den USA unterhalten. Nach seinem Amtsantritt erkannte die Regierung in San Salvador den venezolanischen Parlamentspräsidenten Juan Guaidó als Interimspräsidenten Venezuelas an. Guaidó hatte sich im Januar zum Interimsstaatschef erklärt und wird von über 50 Ländern, darunter Deutschland und den USA, als solcher anerkannt.

ivi / dho / AFP / DPA