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News von heute Hacker stehlen Donald Trumps Republikanern 2,3 Millionen Dollar

Donald Trump am Rednerpult bei einem Wahlkampfauftritt in Wisconsin
Donald Trump bei einem Wahlkampfauftritt in West Salem, Wisconsin: Die Republikaner im umkämpften Swing State sind von Hackern bestohlen worden.
© Scott Olson / Getty Images / AFP
Labour wirft Ex-Parteichef Corbyn raus +++ 77 Verfahren nach rechtsradikalen Verdachtsfällen bei hessischer Polizei seit 2015 +++ Mindestens 59 Leichen in Massengräbern in Mexiko entdeckt +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Hacker stehlen Trumps Republikanern in Wisconsin 2,3 Millionen Dollar

Nach Angaben der Republikaner im US-Bundesstaat Wisconsin haben Hacker der Partei kurz vor der Wahl 2,3 Millionen Dollar (1,95 Millionen Euro) gestohlen. Die Organisation habe die Bundespolizei FBI eingeschaltet, sagte der Parteivorsitzende Andrew Hitt im Gespräch mit dem Sender Fox News. Der Einbruch in die IT-Systeme sei vergangenen Donnerstag bemerkt worden. Die gestohlenen Mittel seien für die Begleichung von offenen Rechnungen vorgesehen gewesen, sagte er weiter.

Die Angreifer seien mit einer Phishing-Attacke erfolgreich gewesen, hieß es. Bei solchen Angriffen werden Nutzer zum Beispiel mit fingierten E-Mails dazu verleitet, ihre Login-Daten preiszugeben. Vor vier Jahren hatten sich mutmaßlich russische Hacker mit dieser Methode Zugang zu E-Mails der Parteiführung der Demokraten verschafft und sie kurz vor der damaligen Präsidentenwahl veröffentlicht.

Der nördliche Bundesstaat Wisconsin unweit der Grenze zu Kanada ist bei der US-Wahl am kommenden Dienstag stark umkämpft. 2016 hatte US-Präsident Donald Trump dort sehr knapp gewonnen, derzeit sehen Umfragen dort seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden in Führung. "Obwohl eine große Summe gestohlen wurde, läuft unser Einsatz mit vollem Einsatz und allen Ressourcen weiter, um sicherzustellen, dass Präsident Donald J. Trump Wisconsin am 3. November gewinnt", hieß es in einer Pressemitteilung der Partei.

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Die Nachrichten von heute im stern-Ticker: 

+++ 17.47 Uhr: Hacker stehlen Trumps Republikanern in Wisconsin 2,3 Millionen Dollar +++

Nach Angaben der Republikaner im US-Bundesstaat Wisconsin haben Hacker der Partei kurz vor der Wahl 2,3 Millionen Dollar (1,95 Millionen Euro) gestohlen. Die Organisation habe die Bundespolizei FBI eingeschaltet, sagte der Parteivorsitzende Andrew Hitt im Gespräch mit dem Sender Fox News. Der Einbruch in die IT-Systeme sei vergangenen Donnerstag bemerkt worden. Die gestohlenen Mittel seien für die Begleichung von offenen Rechnungen vorgesehen gewesen, sagte er weiter. Die Angreifer seien mit einer Phishing-Attacke erfolgreich gewesen, hieß es. Bei solchen Angriffen werden Nutzer zum Beispiel mit fingierten E-Mails dazu verleitet, ihre Login-Daten preiszugeben.

+++ 17.43 Uhr: FDP will Dreikönigstreffen in Stuttgart auf jeden Fall abhalten +++

Die FDP will ihr traditionelles Dreikönigstreffen am 6. Januar im Stuttgarter Staatstheater unter keinen Umständen absagen. Alle Auflagen würden eingehalten, "aber Dreikönig findet statt, das ist keine Frage", sagte der baden-württembergische FDP-Vorsitzende Michael Theurer dem Magazin "Spiegel" laut Vorabmeldung. Statt mit 1400 Teilnehmern wie bisher werde derzeit mit weniger Gästen geplant. Im Notfall werde die Veranstaltung digital übertragen. FDP-Parteichef Christian Lindner und die anderen Redner sollten so oder so nach Stuttgart reisen, sagte Theurer. "Das Dreikönigstreffen fand seit 1866 in jedem Jahr statt, es wurde nur durch die Nazizeit unterbrochen", betonte der Bundestagsfraktionsvize. "Eine so wichtige Institution der deutschen Demokratiegeschichte darf nicht der Pandemie zum Opfer fallen." Zuletzt war der CDU-Parteitag Anfang Dezember verschoben, obwohl der Parteivorsitz neu besetzt werden muss. Wann der Parteitag stattfindet, ist derzeit unklar.

+++ 17.30 Uhr: Erneut Freispruch für Mitangeklagten im Prozess um Mord an Unternehmerehepaar +++

Im zweiten Prozess um den gewaltsamen Tod eines Unternehmerehepaars aus Wuppertal ist ein Mitangeklagter des ersten Verfahrens erneut freigesprochen worden. Das Düsseldorfer Landgericht verurteilte den Mann allerdings wegen unerlaubten Erwerbs von zwei Schusswaffen zu zweieinhalb Jahren Haft, so eine Gerichtssprecherin. Bei dem Angeklagten handelte es sich um einen Bekannten des Enkels der Getöteten. Der Enkel war wegen der Tat bereits rechtskräftig zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Wuppertaler Unternehmerehepaar Enno und Christa Springmann war im März 2017 in seiner Villa getötet worden. Das Landgericht in Wuppertal verurteilte dessen zur Tatzeit 25-jährigen Enkel dafür 2018 wegen je eines Mordes und eines Totschlags zu lebenslanger Haft. Seinen mitangeklagten älteren Bekannten, der nun erneut vor dem Landgericht Düsseldorf angeklagt war, sprachen die Wuppertaler Richter dagegen damals frei. Diesen ersten Freispruch hob der Bundesgerichtshof jedoch auf und verwies die Sache zur erneuten Verhandlung an das Düsseldorfer Landgericht.

+++ 16.39 Uhr:  77 Verfahren nach rechtsradikalen Verdachtsfällen bei Polizei +++

Nach Verdachtsfällen wegen möglicherweise rechtsradikaler Gesinnung hessischer Polizisten sind seit 2015 über 70 Disziplinarverfahren oder andere arbeitsrechtlichen Maßnahmen eingeleitet worden. Das sagte Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) laut Mitteilung im Innenausschuss des Landtags. In 35 der insgesamt 77 Fälle seien Verfahren und Maßnahmen bis zum Stichtag 30. September 2020 abgeschlossen gewesen, 42 dauerten noch an. 

+++ 16.30 Uhr: Aserbaidschan übergibt 30 tote Soldaten und Offiziere an Armenien +++

Im blutigen Konflikt um die Südkaukasusregion Berg-Karabach hat Aserbaidschan Armenien 30 getötete Soldaten und Offiziere übergeben. Das teilte der aserbaidschanische Präsidentenberater Hikmet Hajiyev am Donnerstag mit. Das armenische Verteidigungsministerium in der Hauptstadt Eriwan bestätigte den Erhalt der Toten und signalisierte Bereitschaft, Aserbaidschan ebenfalls getötete Soldaten zu übergeben. Vor allem das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) habe bei der Vermittlung geholfen, hieß es. Armenien gab die Zahl der toten Soldaten mit insgesamt 1166 an, fast 100 mehr als am Vortag.

+++ 15.51 Uhr: 66 Migranten aus Griechenland in Hannover gelandet +++

Ein weiterer Flug mit Migranten aus Griechenland ist in Hannover gelandet. Insgesamt 66 Menschen kamen nach Angaben des Bundesinnenministeriums dort an. Sie sollen nach einem weiteren Corona-Test und einer Quarantäne auf mehrere Bundesländer verteilt werden. Deutschland hat nach Angaben des Ministeriums damit seit April insgesamt 1075 Migranten aus Griechenland aufgenommen.

Von den Neuankömmlingen stammen 48 aus einem Kontingent von insgesamt 1553 anerkannten Flüchtlingen, deren Aufnahme die Bundesrepublik nach dem verheerenden Brand im griechischen Lager Moria zugesagt hatte. Hinzu kommen laut Bundesinnenministerium 18 unbegleitete Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren. Sie müssen in Deutschland noch ein Asylverfahren durchlaufen.

+++ 15.43 Uhr: Mit Messer Bewaffneter in Lyon festgenommen +++

Ein mit einem Messer bewaffneter Mann ist im Zentrum von Lyon festgenommen worden. Zeugen hatten zuvor die Polizei benachrichtigt, wie Polizeikreise am Donnerstag mitteilten. Der Mann sei den Sicherheitsdiensten bekannt, hieß es weiter. Niemand wurde verletzt. Es gab zunächst keine Hinweise auf einen Zusammenhang mit der tödlichen Attacke in Nizza.

Die Zeitung "Le Parisien" berichtete außerdem von einer Festnahme in Sartrouville in der Nähe von Paris. Der Mann soll seinem Vater anvertraut haben, nach der Attacke in Nizza einen Anschlag verüben zu wollen, und habe ein Messer dabei gehabt, so die Zeitung weiter. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür zunächst nicht.

+++ 15.17 Uhr: Zentralrat der Muslime verurteilt Anschlag von Nizza +++

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) hat die tödliche Messerattacke in der südfranzösischen Metropole Nizza scharf verurteilt. "Wer Mord und Terror über die Menschen bringt, der hat sich an der Menschheit vergangen, der hat sich an Gott vergangen", sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek am Donnerstag laut Mitteilung. "Wir als Muslime müssen gesamtgesellschaftlich noch entschlossener gegen Terror und Extremismus vorgehen."

Der Bundesverband der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib) sprach den Angehörigen der Opfer sein "tiefstes Mitgefühl" aus. Man verurteilte Terroristen "jeglicher Couleur", heißt es in der Mitteilung weiter: "Wir unterscheiden nicht zwischen ihnen, denn es ist die gleiche Quelle: Hass." Terror wolle Terror erzeugen. "Wir müssen dem geschlossen als Gesellschaft entgegenstehen."

+++ 15.04 Uhr: Kirchenglocken läuten für die Opfer von Nizza +++

In Paris haben die Glocken der Kathedrale Notre Dame für die Opfer von Nizza geläutet. Auch in anderen Städten Frankreichs läuteten um 15 Uhr die Glocken zu Ehren der Getöteten und Verletzten.

+++ 15.00 Uhr: Ausgemusterte Lufthansa-Jumbos dürfen abheben +++

Bei der Reduzierung ihrer Flotte hat die coronageplagte Lufthansa ein Problem weniger. Sechs ihrer ausgemusterten Boeing-Jumbos vom Typ 747-400 dürfen für ihren Flug zum Schrottplatz den niederländischen Kleinflughafen Twente verlassen. Zunächst hatte sich die dortige Luftverkehrs- und Umweltaufsicht gegen die Starts von dem Zwischenparkplatz gesperrt.

Die Behörde hat nach eigenen Angaben vom Donnerstag für die sechs Jets Ausnahmegenehmigungen erteilt, sobald der Flughafen bei Enschede einige Sicherheitsauflagen erfüllt hat. Vor einer anstehenden Gerichtsverhandlung hätten beide Seiten einen Vergleich geschlossen. Lufthansa hatte die Angelegenheit als Sache des Flughafens bezeichnet.

+++ 14.48 Uhr: Britische Labour-Partei schließt Ex-Chef Corbyn aus +++

Der frühere britische Labour-Chef Jeremy Corbyn ist am Donnerstag von seiner Partei ausgeschlossen worden. Das teilte ein Parteisprecher mit. Ein Untersuchungsbericht hatte kurz zuvor festgestellt, dass die Partei und ihr Ex-Chef antisemitische Tendenzen zugelassen hätten - Corbyn wies die Vorwürfe in weiten Teilen zurück.

+++ 14.04 Uhr: Bundesjustizministerin will mit EU-Kollegen wegen Nizza beraten +++

Nach der Gewalttat von Nizza will Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) mit europäischen Kollegen beraten. Auf der Ebene der Sicherheitsbehörden gab es bereits am Donnerstag Kontakte - auch um zu klären, ob womöglich mit Nachahmertaten zu rechnen ist. In sozialen Netzwerken hatten radikale Islamisten in den vergangenen Tagen die Enthauptung des französischen Lehrers Samuel Paty glorifiziert, der im Unterricht Mohammed-Karikaturen thematisiert hatte.

Lambrecht kündigte ein Gespräch mit dem französischen Justizminister Éric Dupond-Moretti, weiteren europäischen Justizministern sowie der Brüsseler EU-Kommission für Freitag an. "Ich bin schockiert über die Nachricht von einem weiteren schrecklichen Verbrechen in Frankreich und verurteile diese Tat aufs Schärfste", erklärte Lambrecht am Donnerstag in Berlin. "All unsere Solidarität und Anteilnahme gilt unseren französischen Freunden."

+++ 13.55 Uhr: Spanien sichert Frankreich Unterstützung zu +++

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat Frankreich nach der Messerattacke von Nizza Beistand zugesichert. Wir sind vereint im Kampf gegen Terror und Hass", schrieb der sozialistische Politiker am Donnerstag auf Twitter. Sánchez betonte: Wir werden weiterhin die Freiheit, unsere demokratischen Werte, den Frieden und die Sicherheit unserer Bürger verteidigen." Auf Französisch postete er am Ende: "Nous Sommes Unis" (Wir sind vereint). Bei der Messerattacke in der südfranzösischen Küstenstadt Nizza waren mindestens drei Menschen getötet worden.

+++ 13.49 Uhr: EZB hält Leitzins im Euroraum auf Rekordtief von null Prozent +++

Der Leitzins im Euroraum bleibt auf dem Rekordtief von null Prozent. Das entschied der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) nach Angaben der Notenbank in Frankfurt.

+++ 13.38 Uhr: US-Wirtschaft wächst im 3. Quartal +++

Nach dem Konjunktureinbruch wegen der Corona-Krise im zweiten Quartal ist die US-Wirtschaft im dritten Vierteljahr stark gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs von Juli bis September aufs Jahr hochgerechnet um 33,1 Prozent, wie die US-Regierung in ihrer ersten Schätzung mitteilte. Umgerechnet in die in Europa übliche Betrachtungsweise entspräche das einem Plus von etwa 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.

+++ 13.31 Uhr: Klimaphänomen La Niña wohl so stark wie vor zehn Jahren +++

Das Klimaphänomen La Niña könnte nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in den nächsten Monaten ähnlich stark ausfallen wie zuletzt vor zehn Jahren. Davon seien viele Regionen der Erde mit Veränderungen bei Temperatur, Niederschlag und Stürmen betroffen, teilte die WMO am Donnerstag in Genf mit. Vor allem für Teile Ostafrikas drohe sich durch weniger Regen die Versorgungslage weiter zu verschlechtern. Die WMO intensiviere nun ihre Zusammenarbeit mit humanitären Organisationen, damit die Folgen für die Bevölkerung verringert werden können.

Die jüngsten Prognosen zeigen laut WMO, dass in den nächsten Monaten in Zentralasien die Niederschläge wohl unterdurchschnittlich ausfallen werden. Südasien und die nördlichen Teile von Südamerika bekämen wahrscheinlich mehr Regen ab als sonst üblich.

+++ 12.32 Uhr: Wachmann am französischen Konsulat angegriffen +++

Ein Mann hat am französischen Konsulat in Dschidda in Saudi-Arabien einen Sicherheitsbeamten angegriffen und leicht verletzt. Der Täter sei festgenommen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA. Der Mann sei um die 40 Jahre alt und habe den Wächter mit einem scharfen Werkzeug angegriffen, sagte Polizeisprecher Mohammed al-Ghamdi demnach. Die genauen Hintergründe der Tat blieben zunächst unklar. Das Konsulat war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

+++ 12.21 Uhr: Polizei tötet mutmaßlichen Angreifer in Avignon +++

Die Polizei hat im südfranzösischen Avignon einen mutmaßlichen Angreifer getötet, der Passanten mit einer Waffe bedroht haben soll. Derzeit gebe es keine Hinweise auf einen Terrorhintergrund, berichteten Polizeikreise am Donnerstag. Der Zwischenfall ereignete sich kurz nach der mutmaßlich terroristisch motivierten Attacke in einer Kirche in Nizza.

+++ 11.26 Uhr: Proteste in Belarus: Lukaschenko entlässt Innenminister +++

Inmitten der politischen Krise in Belarus Weißrussland) hat Staatschef Alexander Lukaschenko seinen Innenminister abgesetzt. Nachfolger von Juri Karajew wird der Polizeichef der Hauptstadt Minsk, Iwan Kubrakow. Das teilte Lukaschenko in Minsk der Staatsagentur Belta zufolge mit. Gründe für den überraschenden Wechsel an der Spitze des Innenministeriums nannte der 66-Jährige zunächst nicht. In Belarus gibt es seit Wochen Proteste gegen Lukaschenko. Karajew hatte erst am Vortag ein härteres Durchgreifen der Sicherheitskräfte gegenüber Demonstranten angedroht.

+++ 11.08 Uhr: Chinas Führungselite bringt neuen Fünf-Jahres-Plan auf den Weg +++

Nach viertägigen Beratungen hinter verschlossenen Türen hat die Führungselite der Kommunistischen Partei Chinas den neuen Fünf-Jahres-Plan auf den Weg gebracht. Zum Abschluss ihres Plenums in Peking billigte das Zentralkomitee den vorgeschlagenen Wirtschaftskurs, der China angesichts der Spannungen mit den USA und des globalen Konjunkturabschwungs durch die Corona-Pandemie weniger abhängig vom Rest der Welt machen soll.

Im Mittelpunkt steht die neue Strategie der "dualen Kreisläufe", die zwar weiter die Öffnung der zweitgrößten Volkswirtschaft betont, aber stärker die Förderung des heimischen Marktes als Hauptmotor und der eigenen Innovation für mehr Selbstständigkeit hervorhebt. Experten sprachen in chinesischen Staatsmedien von einer "wesentlichen Wende in Chinas Wirtschaftspolitik", die auch als Antwort auf den Druck der USA und auf Anti-Globalisierungs-Tendenzen erklärt wurde.

+++ 10.55 Uhr: Einigung zu US-Basis Thule soll Grönland Millioneneinnahmen sichern +++

Wenige Tage vor der US-Wahl haben Grönland und Dänemark eine insbesondere für die Grönländer wichtige Vereinbarung mit den USA geschlossen. Wie das dänische Außenministerium mitteilte, haben sich die Beteiligten nach Jahren auf einen sogenannten Service-Vertrag für den US-Luftwaffenstützpunkt Thule im grönländischen Nordwesten geeinigt. Das bedeutet im Kern, dass Grönland künftig wieder auf Einnahmen aus dem Unterhalten der Basis zählen kann, die seit Jahren in der öffentlichen Kasse gefehlt haben. Die USA und Grönland verständigten sich zudem auf eine stärkere bilaterale Zusammenarbeit.

+++ 10.09 Uhr: Studie: In Baden-Württemberg ist der Verkehr am nachhaltigsten +++

In Baden-Württemberg ist der Verkehr einer Studie zufolge am nachhaltigsten organisiert - Bayern ist Schlusslicht im Länder-Ranking. "Der Freistaat ist intransparent bei den verkehrsbedingten Klimabelastungen und schneidet auch bei Luftqualität und Flächenverbrauch schlecht ab", erklärte die Allianz pro Schiene. Baden-Württemberg dagegen punktete demnach in der Studie unter anderem mit relativ hoher Sicherheit und geringem Lärm im Verkehr. Die Allianz pro Schiene hatte gemeinsam mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) und der Umweltorganisation BUND die Verkehrspolitik der Bundesländer auf fünf Nachhaltigkeitskriterien untersuchen lassen. Hinter dem Siege Baden-Württemberg kommen Thüringen und Rheinland-Pfalz.

+++ 10.01 Uhr: Tragödie auf Rhodos: Jugendliche verunglücken beim Parasailing +++

Ein Mädchen und ein Junge im Alter von 15 und 13 Jahren sind auf der griechischen Insel Rhodos beim Parasailing ums Leben gekommen. Ein weiterer 15-Jähriger wurde schwer verletzt, wie die griechische Küstenwache mitteilte. Den Angaben nach handelt es sich um Kinder britischer Touristen. Die Jugendlichen waren bei starkem Wind zu dritt von einem Boot aus mit einem Parasail-Schirm in die Luft gezogen worden, als das Seil riss und sie in einer felsigen Küstenregion abstürzten. Gegen den Bootsführer wird ermittelt, er soll gegen verschiedene Vorschriften verstoßen haben.

+++ 9.58 Uhr: Arbeitslosigkeit im Oktober gesunken +++

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist ungeachtet steigender Corona-Infektionszahlen im Oktober vor allem saisonbedingt noch einmal zurückgegangen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im Oktober 2,760 Millionen Menschen arbeitslos, 87.000 weniger als noch im September, aber 556.000 mehr als im Oktober 2019. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum September um 0,2 Prozentpunkte auf sechs Prozent.

+++ 9.52 Uhr: Gerichte verurteilen mehr Straftäter - meist zu Geldstrafen +++

Die Strafgerichte in Deutschland haben im vergangenen Jahr rund 728.900 Personen rechtskräftig verurteilt. Das bedeutete einen Anstieg um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Damit sei erstmals seit Jahren bundesweit ein Anstieg verzeichnet worden - die entsprechende Statistik wird seit dem Jahr 2007 geführt. Bei weiteren rund 162.900 Personen endete das Strafverfahren im Jahr 2019 nicht mit einem Urteil, sondern einem Freispruch oder einer Verfahrenseinstellung. Hier betrug der Anstieg den Angaben zufolge knapp vier Prozent. Mit knapp 78 Prozent endeten die meisten Verfahren mit einer Geldstrafe. Den meisten Verurteilungen gingen wie in den Vorjahren Eigentums- und Vermögensdelikte wie Diebstahl und Betrug voraus, sie machten rund 40 Prozent der Fälle aus.

+++ 9.46 Uhr: Zwei Tote und mehrere Verletzte bei Messerangriff in Nizza +++

Bei einem Messerangriff in der südfranzösischen Stadt Nizza sind nach Angaben aus Regierungskreisen zwei Menschen getötet worden. Der Bürgermeister von Nizza, Christian Estrosi, schrieb auf Twitter: "Alles deutet auf einen Terroranschlag im Umfeld der Basilika Notre-Dame von Nizza hin." Die Polizei hatte zuvor in einer ersten Bilanz von einem Toten und mehreren Verletzten gesprochen. Der mutmaßliche Täter wurde nach Angaben des Bürgermeisters festgenommen. Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin kündigte eine Krisensitzung des Kabinetts an, Regierungschef Jean Castex verließ dafür die laufende Parlamentsdebatte über den neuen Lockdown

+++ 9.12 Uhr: Jeder siebte Deutsche leidet unter Überlastung durch Wohnkosten +++

Rund jeder siebte Deutsche leidet unter einer Überlastung durch Wohnkosten. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden unter Berufung auf eine EU-Statistik mitteilte, lebten im vergangenen Jahr hierzulande rund 11,4 Millionen Menschen in einem Haushalt, der nach offizieller Definition durch Wohnkosten finanziell überfordert war. Dies entsprach einem Anteil von 14 Prozent an der Bevölkerung. Durch Wohnkosten überlastet ist ein Haushalt demnach, wenn er mehr als 40 Prozent seines verfügbaren Einkommens für Wohnen ausgeben muss. Dabei ist egal, ob er damit Miete zahlt oder eine eigene Immobilie finanziert. In den vergangenen Jahren sank die Überlastungsquote in Deutschland leicht.

+++ 9.04 Uhr: Volkswagen im dritten Quartal zurück in der Gewinnzone +++

Deutschlands größter Autohersteller Volkswagen ist nach herben Verlusten im ersten Halbjahr wegen der Corona-Krise zurück in der Gewinnzone. Im dritten Quartal stand ein Plus von 2,8 Milliarden Euro unter dem Strich, wie aus der neuen Quartalsbilanz hervorgeht. Finanzchef Frank Witter erklärte, die "deutliche Erholungstendenz" von Juli bis September zeige, wie "robust" der Konzern aufgestellt sei. Ein wichtiger Treiber dabei sei China gewesen, der größte Einzelmarkt des Konzerns. Die Auslieferungen zwischen Juli und September lagen dort sogar um drei Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

+++ 8.43 Uhr: Haftstrafe für Südkoreas Ex-Präsident Lee wegen Korruption bestätigt +++

Acht Monate nach der Verurteilung des früheren südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak zu einer Haftstrafe von 17 Jahren wegen Korruption ist das Urteil rechtskräftig. Der Oberste Gerichtshof verwarf nach eigenen Angaben die Revision des 78-jährigen, der von 2008 bis 2013 Staatschef war, in zweiter Instanz. Auch bestätigte das Gericht eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 9,8 Millionen Euro. Dies gilt demnach auch für die Entscheidung, dafür rund ein Drittel des Vermögens des früheren Unternehmensmanagers und Bürgermeisters von Seoul einzuziehen. Außer Korruption war er auch wegen Machtmissbrauchs, Untreue und Steuerhinterziehung angeklagt.

+++ 8.04 Uhr: Öl bleibt billig +++

Die Ölpreise haben sich im frühen Handel wieder etwas stabilisiert. Am Mittwochabend hatte der Markt mit Sorge auf die neuen harten Maßnahmen reagiert, die Regierungen etwa in Deutschland und Frankreich zur Eindämmung der Corona-Pandemie verkündet hatten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 39,18 US-Dollar. Das waren sechs Cent mehr als am Vortag. Trotz der Stabilisierung ist Öl damit so günstig wie seit Anfang des Monats nicht mehr.

+++ 6.55 Uhr: Tote und Verletzte bei Gefängnisaufstand in Afghanistan +++

Bei einem Gefängnisaufstand im Westen Afghanistans sind acht Häftlinge gestorben. Zwölf weitere Männer seien bei der Meuterei in der Haftanstalt in Herat verletzt worden, sagte ein Sprecher der Provinz. Die Inhaftierten hätten nach einer Durchsuchung ihrer Zellen randaliert und Brände gelegt. Sicherheitskräfte brachten die Situation Behörden zufolge gegen Mitternacht unter Kontrolle. Die Gefangenen seien nicht durch Sicherheitskräfte gestorben, hieß aus der Provinzregierung. Ein Sprecher der lokalen Gesundheitsbehörde sagte, einer der Toten sei erschossen worden, sieben weitere durch Einnahme von Chemikalien gestorben. Vier Polizisten seien nach Schlägereien verletzt worden.

+++ 6.31 Uhr: Behörden decken Massengräber in Zentralmexiko auf +++

In Mexiko sind mindestens 59 Leichen in mehreren Massengräbern entdeckt worden. "Bei der Mehrheit der Leichen scheint es sich um junge Menschen zu handeln, darunter auch sehr junge, vermutlich Teenager", sagte die Leiterin der Nationalen Kommission für die Suche nach Personen (CNB), Karla Quintana. Insgesamt wurden 52 Ausgrabungen im Bundesstaat Guanajuato im Zentrum des Landes vorgenommen. Rund zwei Wochen zuvor hatten die Behörden Hinweise erhalten, dass sich in der Stadt Salvatierra Massengräber befinden könnten. Quintana zufolge sind unter den Leichen zehn bis 15 Frauen. "Wir haben Hinweise auf weitere Orte, deshalb werden wir weiter suchen", sagte sie.

+++ 6.05 Uhr: Mindestens 13 Tote und viele Vermisste nach Sturm "Molave" in Vietnam +++

Zwei durch den Taifun "Molave" verursachte Erdrutsche haben in Vietnam mindestens 13 Menschen getötet. Weitere 40 Menschen wurden nach den Erdabgängen in der ländlichen Provinz Quang Nam in Zentralvietnam vermisst, wie die Behörden mitteilten. Die Rettungsarbeiten seien schwierig, da die Zufahrtsstraßen zu den Unglücksorten nach dem Sturm von tiefem Schlamm bedeckt seien, teilte Vizeregierungschef Trinh Dinh Dung in einer Erklärung mit. Regierungschef Nguyen Xuan Phuc sagte seinerseits, alle Methoden müssten ausgeschöpft werden, um Überlebende zu retten. Das Militär sollte demnach bei den Arbeiten helfen.

+++ 3.43 Uhr: Trump nennt Brexit-Hardliner Farage "König von Europa" +++

US-Präsident Donald Trump hat den Gründer der Brexit-Partei, Nigel Farage, während eines Wahlkampfauftritts als "König von Europa" tituliert. Trump rief bei einer Kundgebung im Bundesstaat Arizona den Brexit-Hardliner auf die Bühne und nannte ihn "einen der mächtigsten Männer Europas". Sechs Tage vor der US-Präsidentschaftswahl besuchte Farage mit einer Gruppe von Republikanern Trumps Kundgebung in der Stadt Goodyear. Trump scherzte im Beisein des britischen Rechtspopulisten vor der Menge: "Er ist eine sehr unumstrittene Person, nicht wahr?" und fügte hinzu: "Sehr schüchtern."

+++ 2.37 Uhr: Deutsche Post will in Vorweihnachtszeit auch am Abend Pakete ausliefern +++

Aufgrund des Online-Bestellbooms werden die Zusteller der Deutschen Post in der Vorweihnachtszeit die Pakete auch am Abend austragen. Um die großen Sendungsmengen in der Corona-Zeit für alle sicher zu bewältigen, "arbeiten wir mit mehreren Wellen über den Tag, so dass unsere Zusteller in den kommenden Wochen häufiger auch noch abends klingeln werden", sagte Tobias Meyer, Vorstand der Deutschen Post für den Bereich Post und Pakete, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben).

+++ 2.21 Uhr: Acht kleine Theater verklagen New York wegen Beschränkungen +++

Acht kleinere New Yorker Theater haben wegen ihrer anhaltenden Schließung in der Coronavirus-Pandemie geklagt. Die Theater in Manhattan, die alle 199 oder weniger Zuschauerplätze haben, hätten gemeinsam Bürgermeister Bill de Blasio und Gouverneur Andrew Cuomo verklagt, berichtete die "New York Times". Sie argumentieren, dass die Restriktionen in der Pandemie willkürlich verhängt worden seien, weil in der Millionenmetropole beispielsweise Schulen, Kasinos, Fitnessstudios und Einkaufszentren bereits wieder öffnen dürfen, Theater aber nicht. Es gäbe für die Theater aber Wege, sicher zu öffnen, argumentieren die Betreiber. Sprecher von de Blasio und Cuomo teilten mit, die Klage zu prüfen.

+++ 0.48 Uhr: Porno-Star wegen Vergewaltigung angeklagt – Vorwürfe von 23 Frauen +++

Der US-amerikanische Porno-Darsteller Ron Jeremy, 67, muss sich wegen weiterer Vorwürfe von Vergewaltigung und sexuellen Übergriffen vor Gericht verantworten. Bereits im Juni und August hatte die Staatsanwaltschaft in Los Angeles die Vorwürfe von 17 Frauen vorgebracht. Jetzt wurde die Anklage gegen Jeremy um sechs zusätzliche Fälle erweitert, wie die Behörde mitteilte. Jeremy plädierte auf "nicht schuldig". Die Übergriffe, darunter Vergewaltigung und sexuelle Nötigung, sollen sich in Clubs, Hotels, Privathäusern und bei Fototerminen zwischen 1996 und 2020 ereignet haben. Unter den jetzt insgesamt 23 angeblichen Opfern ist auch ein 15-jähriges Mädchen. Laut Staatsanwaltschaft drohen im Fall eines Schuldspruchs in allen Vorwürfen mehr als 330 Jahre Haft.

+++ 0.41 Uhr: Kretschmann: Verhängung von zweitem Lockdown "ist sehr viel härter" +++

Die Verhängung des zweiten Lockdowns ist nach Ansicht des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann deutlich schwerer als die des ersten. "Nach den Lockerungen dann nochmal ganz hart reingehen zu müssen, das ist sehr viel härter", sagte der Grünen-Politiker in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz".

+++ 0.28 Uhr: Barrett hält sich bei Entscheidung zu Briefwahl in Pennsylvania raus +++

Bei einer Entscheidung des Obersten Gerichts der USA zur Briefwahl im Bundesstaat Pennsylvania hat sich die frisch ernannte Richterin Amy Coney Barrett herausgehalten. Sie habe nicht genügend Zeit gehabt, sich in die Unterlagen einzuarbeiten, erklärte eine Sprecherin des Gerichts der "New York Times". Barrett war erst am Dienstag vereidigt worden. Die Demokraten, die mit dem Widerstand gegen ihre Berufung scheiterten, fordern generell, dass sie sich nicht an Entscheidungen zur anstehenden Präsidentenwahl beteiligt.

sve DPA AFP

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