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News von heute In Laschets offiziellem Lebenslauf fehlt unrühmlich beendete Uni-Tätigkeit

Ein weißer Mann in blauem Anzug steht vor einem Mikrofon und gestikuliert mit seiner rechten Hand auf Höhe seines Kinns
CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet
© Marcel Kusch/Pool/AFP
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:

18.52 Uhr: USA lassen erstmals seit Jahren neues Alzheimer-Medikament zu

Erstmals seit fast zwei Jahrzehnten haben die USA ein neues Medikament gegen Alzheimer zugelassen. Das Mittel namens Aduhelm oder Aducanumab sei das erste überhaupt, das sich gegen die der Krankheit zugrunde liegende Präsenz von Beta-Amyloid-Plaques im Gehirn richte, erklärte Patrizia Cavazzoni von der Arzneimittelbehörde FDA.

Die Zulassung erfolgte im beschleunigten Verfahren. Dieses wird angewendet, wenn die FDA ein Medikament für nützlich in der Anwendung hält, es aber noch Unsicherheiten gibt. "Wie dies häufig bei der Interpretation wissenschaftlicher Daten der Fall ist, hat die Experten-Gemeinschaft unterschiedliche Perspektiven vorgebracht", kommentierte Cavazzoni. Ein von der FDA berufenes unabhängiges Expertengremium hatte sich im November gegen die Zulassung ausgesprochen.

In einem klinischen Test hatte das Medikament einen Rückgang des geistigen Abbaus bei Patienten gezeigt, in einer zweiten Studie dagegen nicht. In beiden Studien jedoch senkte das Mittel die Bildung des Proteins Beta-Amyloid im Gehirn von Alzheimer-Patienten. Eine der Theorien zu Alzheimer geht davon aus, dass die Krankheit durch eine übermäßige Ansammlung dieser Proteine im Gehirn alternder Menschen ausgelöst wird. Die Gabe von Antikörpern gegen das Protein könnte eine Möglichkeit sein, geistige Fähigkeiten von Patienten wieder herzustellen.

17.41 Uhr: Slowakei beginnt Corona-Impfungen mit Sputnik V

Als zweites EU-Land nach Ungarn verimpft die Slowakei nun den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V. Das Präparat wird zunächst nur in der Hauptstadt Bratislava und in der Stadt Zilina im Norden des Landes verabreicht. Bisher haben sich allerdings erst 5000 Impfwillige für eine Sputnik V-Spritze angemeldet. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat Sputnik V bisher noch nicht zugelassen.

16.28 Uhr: Sozialverbände dringen auf grundlegende Hartz-IV-Reform

Die Sozialverbände dringen auf eine grundlegende Reform der Grundsicherung in Deutschland. "Hartz IV hat keine Zukunft. Aus dem Grundprinzip des 'Fördern und Fordern' hat sich zunehmend ein System entwickelt, dass die Menschen einschüchtert, kontrolliert und sanktioniert", erklärte Diakonie-Vorstandsmitglied Maria Loheide anlässlich einer Bundestagsanhörung zum Thema Grundsicherung. VdK-Präsidentin Verena Bentele verwies auf die Notwendigkeit, den Zugang zur Grundsicherung zu vereinfachen. "Viele Anspruchsberechtigte stellen aus Scham keinen Antrag, weil sie zur Überprüfung ihre kompletten Lebensumstände offenlegen müssen", erklärte Bentele. Die Aussetzung der Vermögensprüfung und die Übernahme der Wohnkosten im Zuge des erleichterten Zugangs zur Grundsicherung in der Pandemie seien sehr sinnvolle Maßnahmen und sollten "nach der Corona-Krise in einem neuen Grundsicherungssystem fortgesetzt werden", so Bentele. Außerdem seien eine Neuberechnung und die Erhöhung der Regelsätze dringend erforderlich.

15.56 Uhr: Wachsender Unmut in der Union über Ex-Verfassungsschutzchef Maaßen

Nach einem gegen die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock gerichteten Tweet wächst innerhalb der Union der Unmut über den CDU-Bundestagskandidaten und ehemaligen Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen. "Ich empfinde ihn tatsächlich als Belastung im Wahlkampf", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume am Sonntagabend in der "Bild"-Sendung "Die richtigen Fragen". Auch CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak kritisierte Maaßen scharf. Der angegriffene CDU-Politiker nannte den umstrittenen Tweet unterdessen "ironisch".

15.54 Uhr: Kremlgegner Nawalny in Straflager bei Moskau zurückverlegt

Der Kremlgegner Alexej Nawalny ist nach seinem Hungerstreik wieder ins ursprüngliche Straflager zurückverlegt worden. Der 45-Jährige sei nach Pokrow etwa 100 Kilometer östlich der russischen Hauptstadt Moskau gebracht worden, schrieb seine Sprecherin Kira Jarmysch im Kurznachrichtendienst Twitter. Nawalny war vor gut anderthalb Monaten in ein anderes Straflager mit Krankenstation in der Stadt Wladimir transportiert worden, weil es ihm immer schlechter ging. Wenig später beendete er den Hungerstreik. Er wollte damit eine bessere medizinische Versorgung erreichen.

15.33 Uhr: Mehr als 40 Tote bei schwerem Zugunglück im Süden Pakistans

Im Süden Pakistans sind bei einem schweren Zugunglück mindestens 41 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 100 weitere seien verletzt worden, sagte ein Sprecher der staatlichen pakistanischen Eisenbahnen am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Demnach entgleiste am frühen Morgen (Ortszeit) in der Provinz Sindh ein Zug, der aus der Hafenstadt Karachi kam. Mehrere Waggons fielen auf daneben liegende Gleise. Ein zweiter Zug kollidierte kurz darauf frontal mit diesen. Es wurde befürchtet, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigt.

15.19 Uhr: Laschet offizieller Lebenslauf ohne unrühmlich beendete Uni-Tätigkeit

Nach Unstimmigkeiten im Lebenslauf von Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock werfen auch die offiziellen Angaben zum Werdegang von CDU-Chef und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet Fragen auf. Auf den Internetseiten der CDU und des Landes Nordrhein-Westfalen, wo Laschet Ministerpräsident ist, fehlt eine Angabe zu seiner langjährigen Lehrtätigkeit an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. Darüber berichtete am Montag zuerst das Portal "t-online.de".

14.32 Uhr: Moderna: EU-Zulassung von Covid-Impfstoff für Kinder beantragt

Nun hat auch der US-Hersteller Moderna bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren beantragt. Dies teilte das Unternehmen mit. Bisher darf in der EU nur das Vakzin von Biontech/Pfizer auch so jungen Menschen verabreicht werden. Moderna hat eine EU-Zulassung ab 18 Jahren.

Grundlage des Antrags sei eine Phase-2/3-Studie mit dem mRNA-1273 genannten Moderna-Impfstoff bei 2500 Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren in den USA, teilte das Unternehmen mit. Die Wirksamkeit habe dabei bei 100 Prozent gelegen. Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil seien wie bei der Phase-3 Studie von Erwachsenen, hieß es weiter. Das Präparat werde "im Allgemeinen gut vertragen".

Mediziner Dr. Specht: "Ich würde meine Kinder nicht impfen lassen."

14.07 Uhr: Putschistenführer in Mali als Staatschef vereidigt

Im westafrikanischen Krisenstaat Mali ist Putschistenführer Assimi Goïta als neuer Übergangspräsident vereidigt worden. Der 38 Jahre alte Oberst versprach bei der Zeremonie in der Hauptstadt Bamako, Verfassung und Übergangscharta des Landes zu respektieren. Zugleich gab er eine Garantie, dass Mali zur Demokratie zurückkehren werde. International gibt es an dem Umsturz viel Kritik. Die Afrikanische Union und die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas haben Malis Mitgliedschaft deshalb ausgesetzt. Sie fordern die Ernennung eines zivilen Staatschefs.

Goïta hatte im vergangenen August einen Militärputsch geführt, der den gewählten Präsidenten Ibrahim Boubacar Keïta stürzte. Ende Mai zwang das Militär auch den bisherigen Interimspräsidenten Bah N'Daw und Premierminister Moctar Ouane zum Rücktritt. Goïta ließ sich im Anschluss zum neuen Übergangspräsidenten ausrufen. In dem Land sind mehrere Tausend ausländische Soldaten im Einsatz, auch bis zu 600 Angehörige der Bundeswehr.

13.40 Uhr: Amazon-Gründer Bezos will mit Bruder ins Weltall fliegen

Amazon-Milliardär Jeff Bezos will ins Weltall fliegen. "Seit meinem fünften Lebensjahr träume ich davon, ins All zu reisen. Am 20. Juli werde ich diese Reise mit meinem Bruder unternehmen", schrieb Bezos bei Instagram. Dazu veröffentlichte der Gründer des Online-Versandhauses ein Video, in dem er von seiner Faszination für das Weltall schwärmt und seinen Bruder fragt, ob er mit ihm auf den Flug seiner Weltraumfirma Blue Origin kommen will, für den Bezos auch gleichzeitig einen Platz an einen Weltraum-Touristen versteigert. 

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Das letzte Gebot für einen Sitz in der Astronauten-Kapsel, die große Panorama-Fenster hat und in der sechs Menschen Platz finden, steht dabei bei 2,8 Millionen Dollar (2,3 Millionen Euro). Die Auktion läuft bis zum 12. Juni. Der rund zehnminütige Flug soll die Crew in eine Höhe von etwas mehr als 100 Kilometern bringen. Mehrere andere Unternehmen und Raumfahrtbehörden haben bereits Touristen ins All gebracht. Wer auf den übrigen freien Sitzen Platz nehmen soll, ließ das Unternehmen am Montag offen.

13.29 Uhr: RKI: Stiko-Empfehlung zu Kinder-Impfungen erscheint am Donnerstag

Die zum Thema Kinder ergänzte Corona-Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) soll am Donnerstag publiziert werden. Die neue Fassung werde dann im sogenannten Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts (RKI) erscheinen, sagte eine RKI-Sprecherin auf Anfrage. Es wird erwartet, dass das Expertengremium mangels ausreichender Datenbasis keine generelle Impfempfehlung für alle Kinder ausspricht, sondern den Impfstoff zunächst vor allem etwa für vorerkrankte Kinder vorsieht. Ein Entwurf für den Stiko-Beschluss war am Freitag an Länder und Fachgesellschaften gegangen. Diese können noch Änderungen einbringen, bevor die Stiko den Beschluss fasst. 

12.59 Uhr: Bundesregierung tritt Vorwürfen zu Corona-Schutzmasken entgegen

Die Bundesregierung ist Kritik entgegengetreten, dass eine Verteilung unsicherer Corona-Schutzmasken zur Debatte gestanden habe. Das Gesundheitsministerium habe sehr klar dargelegt, warum Vorwürfe unbegründet seien, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin auf die Frage nach der Einschätzung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU). "Die Darlegung ist schlüssig. Und wir sollten jetzt wieder daran gehen, uns den verschiedenen Aufgaben, die die Pandemie uns stellt, zu widmen." Das Gesundheitsressort habe deutlich gemacht, dass die Sicherheit der Nutzer an oberster Stelle gestanden habe und zur Verteilung angestandene Masken infektionssicher seien.

Hintergrund ist ein "Spiegel"-Bericht über den Umgang mit angeblich minderwertigen, in China bestellten Corona-Masken. Demnach sollten nach Plänen des Gesundheitsministeriums Masken, die nicht nach hohen Standards getestet worden seien, an Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder für Obdachlose gehen. Nach einer Intervention des Arbeitsministeriums sei davon Abstand genommen worden.

12.29 Uhr: Hund tötet drei Monate altes Baby in Irland

Ein drei Monate altes Baby ist in Irland von einem Hund getötet worden. Das Mädchen habe sich in seinem Zimmer befunden, als es in der Nacht zum Montag zu dem Vorfall kam, berichtete der Sender RTÉ unter Berufung auf die Polizei. Das Kind habe schwere Kopfverletzungen erlitten, denen es schließlich in einem Krankenhaus in der nahen Großstadt Cork erlag. Die Polizei ermittelt. Der örtliche Priester Milo Guiry sprach von einer "furchtbaren Tragödie". "Wir werden für die Familie beten", sagte er. Weitere Details zu der Familie, dem Hund und den Umständen der Attacke im Dorf Clashmore im Süden des EU-Staats gab es zunächst nicht.

10.45 Uhr: Großangelegter Polizeieinsatz wegen Drogenkriminalität

Die Polizei hat in Hessen und in angrenzenden Bundesländern einen großangelegten Einsatz gegen die Rauschgiftkriminalität gefahren. Dabei seien mehrere Objekte durchsucht worden, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) in Wiesbaden. Der Einsatz habe sich unter anderem auch auf Nordrhein-Westfalen erstreckt. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Zuvor hatte es Medienberichte über den Polizeieinsatz gegeben.

10.00 Uhr: Guido Cantz hört mit "Verstehen Sie Spaß?" auf

Nach zwölf Jahren nimmt Guido Cantz Abschied von "Verstehen Sie Spaß?". Kurz vor Weihnachten wird er die Streiche mit der versteckten Kamera zum letzten Mal im Ersten moderieren. "Verstehen Sie Spaß?" sei für ihn ein Herzensprojekt gewesen, versichert Cantz der Nachrichtenagentur DPA. "Aber gerade weil's gut läuft, glaube ich, dass es jetzt die richtige Zeit ist, um aufzuhören."

Der Südwestrundfunk (SWR) will die Show 2022 mit einem neuen Moderator oder einer neuen Moderatorin fortsetzen und das Sendekonzept weiterentwickeln. Bis dahin wird Guido Cantz noch viermal Gastgeber sein, am 17. Juli, 21. August, 9. Oktober und 18. Dezember.

8.05 Uhr: 40 Jahre Tote Hosen: Jubiläumstour für Sommer 2022 angekündigt

Die Toten Hosen wollen im kommenden Jahr das 40-jährige Bestehen ihrer Band mit einer Jubiläumstour feiern. "Zur großen Party seid ihr alle eingeladen", schrieben die fünf Musiker am Sonntag auf Instagram. Unter dem Titel "Alles aus Liebe - 40 Jahre Die Toten Hosen" will die Band ab Juni 2022 elf Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz spielen. Man sei "schon jetzt mitten in den Vorbereitungen, um zu unserem runden Geburtstag gemeinsam mit den Gästen und Euch ordentlich die Kuh fliegen zu lassen!"

7.09 Uhr: Mehr als 30 Tote bei Zugunglück in Pakistan

Bei einem Zugunglück im Süden Pakistans sind mindestens 33 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte der Eisenbahnminister Azam Swati in der Hauptstadt Islamabad mit. Demnach entgleiste in der Stadt Ghotki der Provinz Sindh ein Zug und kollidierte dann frontal mit einem anderen. Die Bergung von Leichen und Verletzten aus den Trümmern sei noch im Gange, sagte Swati weiter. Mindestens 50 Verletzte würden in lokalen Krankenhäusern in Ghotki behandelt. Rund 20 bis 30 Menschen könnten noch eingeschlossen sein, sagte der Rettungshelfer Amjad Ali.

News von heute: In Laschets offiziellem Lebenslauf fehlt unrühmlich beendete Uni-Tätigkeit

7.01 Uhr: Rechtspopulistin Fujimori liegt bei Präsidentschaftswahl in Peru vorn

In der Stichwahl um das Präsidentenamt in Peru liegt die rechtspopulistische Kandidatin Keiko Fujimori laut ersten Ergebnissen vorn. Sie komme auf 52,9 Prozent der Stimmen, teilte die Wahlkommission unter Verweis auf Teilergebnisse mit. Die 46-jährige Fujimori, Tochter des früheren Präsidenten Alberto Fujimori, war 2011 und 2016 in Stichwahlen um das höchste Staatsamt gescheitert.

6.45 Uhr: Menschenrechtsinstitut bescheinigt AfD rechtsextreme Ausrichtung

Die AfD vertritt nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Menschenrechte (DIMR) ein national-völkisches Menschenbild, das der im Grundgesetz verankerten Achtung der Würde des Menschen zuwiderläuft. Die AfD sei eine Partei, die "rassistische und rechtsextreme Positionen" vertrete, heißt es in einer aktuellen Analyse des DIMR mit dem Titel "Nicht auf dem Boden des Grundgesetzes". Dort wird weiter ausgeführt, in der AfD seien "rassistische Positionierungen Bestandteil ihres Programms, ihrer Strategie sowie von Positionierungen durch Führungspersonen und Mandatsträger" der Partei – "bis hin zu offen ausgesprochenen Drohungen, in denen sie der Gewalt zur Erreichung ihrer politischen Ziele das Wort reden". Das Institut ist Deutschlands unabhängige nationale Menschenrechtsinstitution. Es wird vom Bundestag finanziert. 

5.36 Uhr: Kolumbiens Präsident kündigt nach Massenprotesten "Modernisierung" der Polizei an

Kolumbiens Präsident will als Reaktion auf die scharfe Kritik an der brutalen Niederschlagung der Massenproteste in seinem Land den Polizeiapparat "modernisieren". Ziel sei es, die Struktur der nationalen Polizei zu überarbeiten, um insbesondere den Schutz der Menschenrechte zu stärken, kündigte Staatschef Iván Duque an. Trotz der Reformpläne brachen die Demonstranten Gespräche mit der Regierung zur Beendigung der Gewalt ohne eine Einigung ab.

5.01 Uhr: Harry und Meghan benennen zweites Kind nach Queen und Diana

Prinz Harry und Herzogin Meghan haben ihr zweites Kind nach der Queen und Prinzessin Diana benannt. "Mit großer Freude heißen Prinz Harry und Meghan, Herzog und Herzogin von Sussex, ihre Tochter, Lilibet "Lili" Diana Mountbatten-Windsor, auf der Welt willkommen", teilte das Paar am gestrigen Abend auf der Webseite der eigenen "Archewell"-Stiftung mit. Die Namenswahl könnte einen wichtigen Meilenstein für eine Versöhnung zwischen dem abtrünnigen Paar und dem Königshaus darstellen.

5.00 Uhr: Europaparlament kehrt nach mehr als einem Jahr nach Straßburg zurück

Nach mehr als einem Jahr Corona-Pause tagt das Europaparlament erstmals wieder in Straßburg. Das Juniplenum findet von Montag an in der Elsassmetropole statt und wird nicht vom Sitz in Brüssel aus gehalten. Straßburgs Bürgermeisterin begrüßte die Entscheidung und kündigte an, bei der Sitzungseröffnung am Nachmittag dabei sein zu wollen.

4.30 Uhr: Hauptverhandlung im MH17-Prozess beginnt

Fast sieben Jahre nach dem Abschuss des Passagierflugs MH17 über der Ostukraine wird heute in den Niederlanden das Hauptverfahren gegen vier mutmaßliche Täter eröffnet. Zunächst werde es im extra gesicherten Justizgebäude am Amsterdamer Flughafen eine allgemeine Erörterung des Falls geben, teilte das Gericht mit. Inhaltliche Aspekte der Ermittlungen gegen die Angeklagten – drei Russen und ein Ukrainer – sollen von Dienstag bis Donnerstag erörtert werden. Laut Staatsanwaltschaft war die Boeing 777 der Malaysia Airlines am 17. Juli 2014 über der umkämpften Ostukraine von prorussischen Rebellen mit einer russischen Rakete von dem Luftabwehrsystem Buk abgeschossen worden. Alle 298 Menschen an Bord wurden getötet. Die meisten von ihnen waren Niederländer. Deshalb ist der Prozess in dem Land angesetzt. Das Flugzeug war unterwegs von Amsterdam nach Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias.

3.57 Uhr: Flugzeug von US-Vizepräsidentin Harris muss wegen technischer Probleme umkehren

Holpriger Start der ersten Auslandsreise von US-Vizepräsidentin Kamala Harris: Ihr Flugzeug musste gestern kurz nach dem Start Richtung Guatemala wegen technischer Probleme umkehren. "Mir geht es gut", sagte Harris zu Journalisten, als sie aus der Air Force Two ausstieg. "Wir haben alle ein kleines Gebet gesprochen, aber es geht uns gut." Ihre Sprecherin Symone Sanders erklärte, es habe sich um ein "technisches Problem" gehandelt. Die Crew "bemerkte Probleme beim Einfahren des Fahrwerks, was zu weiteren mechanischen Problemen hätte führen können", sagte Sanders. Obwohl es kein unmittelbares Sicherheitsproblem gegeben habe, hätte sich die Besatzung "aus reiner Vorsicht" zur Umkehr nach Washington entschieden. 

3.21 Uhr: CDU siegt in Sachsen-Anhalt

Die CDU ist bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis mit 37,1 Prozent klar stärkste Kraft geworden. Wie die Landeswahlleitung in der Nacht zum Montag in Magdeburg mitteilte, erreichte die AfD auf dem zweiten Platz 20,8 Prozent. Es folgten die Linke mit 11,0 Prozent, die SPD mit 8,4 Prozent und die Grünen mit 5,9 Prozent, während die FDP mit 6,4 Prozent nach zehn Jahren wieder in den Landtag einzog. Im Vergleich zur Wahl im Jahr 2016 verbesserte die CDU ihr Ergebnis damit um gut sieben Prozentpunkte, die AfD verlor dreieinhalb Punkte. Die Linke büßte gut fünf Prozentpunkte ein, die SPD verlor mehr als zwei Punkte. Die Grünen verbesserten sich leicht um 0,7 Prozentpunkte. Die Wahlbeteiligung lag bei 60,3 Prozent und damit nur wenig unter dem Wert von 61,1 Prozent vor fünf Jahren.

2.49 Uhr: Russischer Oppositioneller Gudkow flieht in die Ukraine

Der russische Oppositionelle und ehemalige Abgeordnete Dmitri Gudkow ist nach eigenen Angaben in die Ukraine geflohen. Er sei auf dem Weg nach Kiew, schrieb der 41-Jährige am Sonntag auf seiner Facebook-Seite. Informanten aus dem Umfeld des Kreml hätten ihn gewarnt, dass er auf Grundlage gefälschter Vorwürfe festgenommen würde, falls er Russland nicht verlassen sollte. "Meine Entscheidung wurde von meinen Verwandten und Angehörigen unterstützt, die ebenfalls ernsthafte Informationen über Drohungen erhalten haben", schrieb Gudkow. Gudkows Vater Gennadi, ebenfalls ein ehemaliger Oppositionsabgeordneter, erklärte, er unterstütze die Entscheidung seines Sohnes, "das Land vorübergehend zu verlassen". Dmitri Gudkow hatte Anfang des Jahres angekündigt, für das russische Parlament kandidieren zu wollen.

2.00 Uhr: Nato ruft Russland zu Treffen auf

Eine Woche vor dem Nato-Gipfel in Brüssel hat Nato- Generalsekretär Jens Stoltenberg Russland zu einem Treffen aufgerufen. "Ich möchte Russland erneut einladen, möglichst bald an einem Treffen des Nato-Russland-Rats teilzunehmen", sagte Stoltenberg der "Welt". "Wir haben viel zu besprechen, das im gemeinsamen Interesse von Nato und Russland liegt." Die Nato habe die russische Regierung bereits vor über einem Jahr zu einem neuen Treffen eingeladen, darauf habe es aber keine positive Antwort gegeben. "Der Ball liegt jetzt aufseiten Russlands."

1.39 Uhr: Fünf Menschen im Zusammenhang mit Wahl in Mexiko getötet

In Mexiko sind einen Tag vor den landesweiten Abstimmungen für ein neues Parlament und auf kommunaler Ebene fünf Menschen im Zusammenhang mit den Wahlen getötet worden. Die Opfer seien am Samstag im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas nach einem Angriff auf Wahlhelfer in einen Hinterhalt gelockt worden, erklärten die Behörden am gestrigen Sonntag. Bewaffnete hatten die Mitarbeiter des Nationalen Wahlinstituts (INE) im Norden von Chiapas angegriffen, während diese Wahlurnen an die Behörden auslieferten. Die Wahlhelfer seien attackiert und der Abstimmungleiter verletzt worden, erklärte die Staatsanwaltschaft. 

1.03 Uhr: CDU-Innenexperte will Einbürgerung von Antisemiten verhindern

Anlässlich antisemitischer Vorfälle bei Demonstrationen in Deutschland will der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Mathias Middelberg (CDU), das Staatsangehörigkeitsrecht verschärfen, um Antisemiten von der Einbürgerung auszuschließen. "Im Staatsangehörigkeitsrecht sollte ausdrücklich geregelt werden, dass Einbürgerungen von Personen, die antisemitisch motivierte Handlungen vorgenommen haben, ausgeschlossen sind", sagte Middelberg der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Über die Änderung solle noch diese Woche im Parlament abgestimmt werden.

0.26: CSU-Generalsekretär Blume hält Maaßen für Belastung im CDU-Wahlkampf

Angesichts eines Tweets gegen die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock wächst innerhalb der Union die Kritik am CDU-Bundestagskandidaten und ehemaligen Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen. "Ich empfinde ihn tatsächlich als Belastung im Wahlkampf", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume gestern im "Bild"-Politiktalk "Die richtigen Fragen". "Von solchen unsäglichen Tendenzen sondern wir uns ganz deutlich ab. Ich möchte einen fairen Wahlkampf, in dem niemand aufgrund irgendwelcher Namen diskreditiert wird", sagte auch CSU-Vizechefin Dorothee Bär der "Welt". Maaßen hatte die Anfangsbuchstaben von Baerbocks vollständigem Namen mit dem polizeifeindlichen Kürzel "ACAB" (All Cops are Bastards, alle Polizisten sind Mistkerle) in Verbindung gebracht.

0.12 Uhr: Zverev im Viertelfinale der French Open

Mit dem dritten Viertelfinal-Einzug bei den French Open wollte sich Alexander Zverev nicht lange aufhalten. "Ich spüre noch keinen Champagner aus Flaschen auf meinem Kopf", sagte Zverev nach seinem beeindruckenden Achtelfinalsieg gegen den Japaner Kei Nishikori am gestrigen Abend. "Das Turnier ist noch nicht vorbei. Ich hoffe, ich habe hier noch drei Matches", sagte die deutsche Nummer eins nach seinem Weiterkommen im Eiltempo. Nach dem klaren 6:4, 6:1, 6:1 gegen Nishikori trifft er jetzt am Dienstag im Kampf um den Halbfinal-Einzug auf den Spanier Alejandro Davidovich Fokina.

nik / sve / wue / rw DPA AFP

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