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News von heute Sprecherin des Weißen Hauses positiv auf Coronavirus getestet – Kayleigh McEnany in Quarantäne

Kayleigh McEnany, Sprecherin des Weißen Hauses
Kayleigh McEnany, Sprecherin des Weißen Hauses, am 2. Oktober
© Saul Loeb / AFP
"Gehen von antisemitischem Hintergrund aus" – Ermittler werten Angriff an Hamburger Synagoge als "versuchten Mord" +++ Medizin-Nobelpreis für Entdecker des Hepatitis-C-Virus +++ Deutsche Börse will Dax auf 40 Werte aufstocken +++ Die Nachrichten von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Sprecherin des Weißen Hauses positiv auf Coronavirus getestet +++

Knapp vier Tage nach US-Präsident Donald Trump ist die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie werde sich nach ihrem Testergebnis vom Morgen in Quarantäne begeben, hieß es in einer von McEnany auf Twitter verbreiteten Mitteilung.

+++ Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie finden Sie in unserem Corona-Ticker +++

Die Meldungen des Tages:

+++ 23.04 Uhr: Mexiko: Zwölf Tote in zwei Wagen an Straßenrand gefunden +++

Am Rande einer mexikanischen Landstraße sind in zwei Geländewagen zwölf Leichen entdeckt worden. Außerdem wurde dort eine schriftliche Botschaft einer kriminellen Bande auf einem Stück Pappe gefunden, wie die Generalstaatsanwalt des zentralmexikanischen Bundesstaates San Luis Potosí mitteilte. Zu den Identitäten der zehn Männer und zwei Frauen sowie den Todesursachen werde noch ermittelt. Der Inhalt des Schreibens wurde nicht veröffentlicht. In der ersten Jahreshälfte 2020 wurden in Mexiko, das knapp 130 Millionen Einwohner hat, laut offizieller Statistik 98,8 Mordopfer pro Tag gezählt - noch etwas mehr als im Vorjahr.

+++ 22.57 Uhr: Öl-Riese Exxon Mobil will 1600 Arbeitsplätze in Europa streichen +++

Der in den USA ansässige Öl- und Gasriese Exxon Mobil hat die Streichung von 1600 Arbeitsplätzen in Europa angekündigt. Das Unternehmen mit Sitz in Texas begründete den Schritt mit den wirtschaftlichen Folgen durch die Corona-Pandemie. Der Abbau von elf Prozent der Stellen in Europa soll bis Ende nächsten Jahres erfolgen.     

Angesichts des durch die Corona-Krise verursachten Nachfragerückgangs nach Rohöl und der zunehmenden Umstellung auf grüne Energie ist der Aktienwert von Exxon Mobil an der Wall Street in diesem Jahr bereits um mehr als die Hälfte gesunken. Exxon Mobil beschäftigt 75.000 Mitarbeiter weltweit und 14.000 in Europa. 

+++ 21.58 Uhr: Israels Armee greift nach Beschuss Ziel im Gazastreifen an +++

Nach Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen hat die israelische Armee ein Ziel in dem Küstengebiet angegriffen. Wie das Militär mitteilte, wurde ein militärischer Posten der islamistischen Hamas im Süden des Gebiets beschossen. Berichte über Verletzte oder Schäden lagen zunächst nicht vor. 

Nach Angaben des israelischen Militärs war zuvor eine Rakete aus dem Gazastreifen auf den Süden Israels abgeschossen worden. Im nahe dem Küstenstreifen gelegenen Kibbuz Kerem Schalom wurde demnach Alarm ausgelöst. Medien zufolge ging die Rakete im offenen Gelände nieder. 

Israel, die USA und die EU stufen die Hamas als Terrororganisation ein. Die 1987 gegründete und vom Iran unterstützte Gruppe bestreitet das Existenzrecht Israels und fordert die gewaltsame Errichtung eines islamischen Palästinas vom Mittelmeer bis zum Jordan. Ihr militärischer Arm hat wiederholt Terroranschläge auf Israelis verübt.

+++ 21.55 Uhr: Röttgen über Rennen mit Laschet und Merz: Sind auf Augenhöhe +++

Selbstbewusst trotz Außenseiterrolle: Norbert Röttgen sieht sich beim Rennen um das Amt des CDU-Chefs in guter Position. "Ich glaube, wir haben jetzt eine Situation erreicht, in der wir auf Augenhöhe sind, in der jeder gewählt werden kann", sagte Röttgen laut "Rheinischer Post" beim "Ständehaus Treff" der Zeitung in Düsseldorf. Bei dem Talk-Format vor rund 500 Gästen - wegen Corona nicht im namensgebenden Ständehaus, sondern im Düsseldorfer Stadion - sagte Röttgen, die Chancengleichheit mit Armin Laschet und Friedrich Merz sei die Veränderung, die in den drei bis vier Wochen nach der Sommerpause eingetreten sei. Auf die Frage von Chefredakteur Moritz Döbler, wem er im zweiten Wahlgang seine Stimme geben würde, sagte Röttgen lediglich: "Ich konzentriere mich darauf, den zweiten Wahlgang zu erreichen."

+++ 21.24 Uhr: Britischer Geheimdienst warnt vor Gewalt bei harter Grenze in Nordirland +++

Britische Parlamentarier haben vor der Rückkehr zu einer harten Grenze zwischen Irland und der britischen Provinz Nordirland gewarnt. "Jede Infrastruktur zur Wiedereinführung von Zoll- oder Sicherheitskontrollen an der Grenze" nach dem Brexit könnte "sofort zum Ziel von Angriffen" durch radikale paramilitärische Splittergruppen wie Neue IRA oder Continuity IRA werden, erklärte der Geheimdienst- und Sicherheitsausschuss beider Kammern unter Berufung auf Einschätzungen des Inlandsgeheimdienstes MI5.

Das im Januar zwischen Großbritannien und der EU unterzeichnete Brexit-Abkommen sah ursprünglich eine durchlässige innerirische Grenze vor. Dies sollte das Friedensabkommen auf der irischen Insel sichern, das seit 1998 eine offene Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und der britischen Provinz Nordirland vorsieht. Vorgesehen war unter anderem, dass die britische Provinz beim Warenhandel weiterhin die EU-Regeln befolgt. Premierminister Boris Johnson plant nun aber, diese Regelungen mit Hilfe eines neuen Binnenmarktgesetzes einseitig auszuhebeln. Die EU sieht in den Änderungsplänen einen klaren Verstoß gegen das Brexit-Abkommen und hat inzwischen rechtliche Schritte gegen Großbritannien eingeleitet.

+++ 20.21 Uhr: Biden – Experten sollen über Debatte mit Trump bestimmen +++

US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden will sich bei Entscheidungen zur zweiten TV-Debatte mit Amtsinhaber Donald Trump auf die Einschätzung von Experten verlassen. "Wenn die Wissenschaftler sagen, dass es sicher ist, dass die Abstände sicher sind, dann ist alles gut, denke ich", sagte Biden. "Ich werde tun, was die Experten für angemessen halten." Biden wollte die Frage nicht beantworten, ob er Plexiglas-Trennwände für angemessen halten würde und betonte lediglich: "Ich denke, wir sollten vorsichtig sein."

Trump und Biden sollen nach bisherigen Plänen am 15. Oktober in ihrer zweiten Fernseh-Debatte aufeinandertreffen. Sie sollen dabei auch Fragen von Wählern beantworten. Angesichts der Coronavirus-Infektion von Donald Trump war zuletzt unklar, ob die Debatte in der geplanten Form mit Anwesenheit beider Kandidaten in einem Raum stattfinden kann.

+++ 19.49 Uhr: Armee – Rakete aus Gazastreifen auf Süden Israels abgefeuert +++

Eine Rakete ist nach Angaben des israelischen Militärs aus dem Gazastreifen auf den Süden Israels abgeschossen worden. Wie die Armee zuvor mitteilte, wurde im nahe dem Küstenstreifen gelegenen Kibbuz Kerem Schalom Alarm ausgelöst. Medien zufolge ging die Rakete im offenen Gelände nieder. Berichte über Verletzte oder Schäden lagen zunächst nicht vor.

+++ 19.03 Uhr: Bär tötet Tierpfleger im Moskauer Zirkus +++

In der russischen Hauptstadt hat ein Bär einen Tierpfleger in einem Zirkus angegriffen und getötet. Der Mitarbeiter habe das Gehege unbefugt betreten und hinter sich verschlossen, teilte der Moskauer Zirkus mit. Daraufhin habe ihn der ausgewachsene, sieben Jahre alte Bär tödlich verletzt. Kollegen hätten noch versucht, den Tierpfleger zu retten, und brachten ihn in ein Krankenhaus. Dort sei der Mann gestorben.

Der 1991 geborene Mitarbeiter hatte seit Jahresbeginn im berühmten Großen Moskauer Staatszirkus im Süden der Hauptstadt gearbeitet. Warum der Mann überhaupt in den Käfig hineinging, war zunächst nicht bekannt. Er habe aber gegen alle Sicherheitsregeln verstoßen, hieß es. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, die Vorschriften zum Arbeitsschutz genau zu überprüfen.

+++ 18.46 Uhr: Libyen-Konflikt – Maas sieht "Grund zu vorsichtigem Optimismus" +++

Bundesaußenminister Heiko Maas sieht Fortschritte auf dem Weg zu Frieden im Bürgerkriegsland Libyen. "Es gibt Grund zu vorsichtigem Optimismus. Wir sehen vermehrt Zeichen für ein Umdenken von der militärischen hin zu einer politischen Logik", sagte der SPD-Politiker nach einer Libyen-Konferenz mit Vertretern aus 23 Ländern und internationalen Organisationen. Allerdings kritisierte Maas auch die anhaltenden Waffenlieferungen und die Entsendung von Söldnern nach Libyen. "Solange es einen stetigen Zufluss an militärischem Gerät, an Waffen und Personal an die Konfliktparteien gibt, gibt es auch kein Entkommen aus der militärischen Sackgasse."

+++ 18.30 Uhr: Mahnwache vor Synagoge: 200 Menschen setzen Zeichen der Solidarität +++

Mit einer Mahnwache vor der Hamburger Synagoge haben am Abend rund 200 Menschen ein Zeichen der Solidarität mit der Jüdischen Gemeinde gesetzt. "Diese Attacke zeigt, wie brisant die Lage im Moment ist", sagte Andreas Brämer, stellvertretender Direktor des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden mit Sitz in der Hansestadt. "Ich würde mir wünschen, dass wir in der Zukunft in ganz Deutschland oder weltweit eine Situation haben, wo wir solche Mahnwachen nicht mehr organisieren müssen." Präventive Maßnahmen müssten weiter verstärkt werden. "Dass sie heute hier sind, zeigt, dass es auch eine Bereitschaft gibt, aktiv zu werden", so Brämer weiter. 

+++ 17.43 Uhr: Sieben Tote nach Überschwemmungen in Frankreich und Italien +++

Nach den verheerenden Überschwemmungen in Frankreich und Italien ist die Zahl der Todesopfer gestiegen: Die Behörden in den beiden Ländern zählten insgesamt sieben Tote. Rettungskräfte suchten in dem betroffenen Grenzgebiet weiter nach Dutzenden Vermissten.

 Drei weitere Tote wurden in Frankreich in der Nähe der Dörfer Saint-Martin-Vésubie, Lantosque und Colomars im Hinterland der Stadt Nizza gefunden. In Frankreich und Italien hatten die Behörden zuvor von mindestens vier Todesopfern gesprochen. Die Zahl der Opfer könnte noch weiter steigen: Alleine in Frankreich wurden rund 20 Menschen vermisst, wie die Einsatzkräfte des Verwaltungsbezirks Alpes-Maritimes mitteilten. Sturm "Alex" hatte dort am Freitag und Samstag zu sintflutartigen Regenfällen und Erdrutschen geführt, zahlreiche Häuser zerstört und ganze Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten.

+++ 17.38 Uhr: Sprecherin des Weißen Hauses positiv auf Coronavirus getestet +++

Knapp vier Tage nach US-Präsident Donald Trump ist die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie werde sich nach ihrem Testergebnis vom Morgen in Quarantäne begeben, hieß es in einer von McEnany auf Twitter verbreiteten Mitteilung.

+++ 17.29 Uhr: Erneut irreguläre Migranten in Türkei aufgegriffen – zwei Tote +++

In der Türkei haben Einsatzkräfte 180 irreguläre Migranten vor einer geplanten Überfahrt nach Italien an der Mittelmeerküste aufgegriffen. Ein mutmaßlicher Organisator sei festgenommen worden, berichtete der türkische Sender TRT. Im osttürkischen Van seien zudem seien zwei Migranten in einem überfüllten Kleinbus wegen Luft- und Platzmangels gestorben, hieß es in einem TRT-Bericht vom Sonntag.

Insgesamt seien 72 Menschen in einem für 16 Menschen ausgelegten Fahrzeug in der osttürkischen Provinz Van unterwegs gewesen. 37 von ihnen seien pakistanische, 33 afghanische und 2 irakische Staatsbürger. Drei mutmaßliche Schlepper wurden festgenommen. Die Staatsanwaltschaft habe Ermittlungen dazu eingeleitet, hieß es. Van grenzt an den Iran. Von dort kommen regelmäßig Migranten über die Grenze, um Richtung Europa weiterzureisen.

+++ 17.09 Uhr: Mutmaßlicher Täter in Mordfall von 1996 in Nordrhein-Westfalen verhaftet +++

Rund 24 Jahre nach dem Fund einer Männerleiche in einer Sandgrube nahe Duisburg haben Ermittler einen Tatverdächtigen identifiziert und verhaftet. Der mutmaßliche Täter aus dem Raum Aachen befindet sich seit Mittwoch in Untersuchungshaft, wie die Krefelder Polizei mitteilte. Die Identität des Opfers war erst kürzlich geklärt worden.    

Im Dezember 1996 war in einer Sandgrube bei Rheurdt-Schaephuysen nahe Duisburg ein nackter Toter entdeckt worden. Bei dem Mann handelte es sich um einen 43-Jährigen aus Würselen, wie die Ermittler Anfang September aufdeckten. Das Opfer war laut Beamten seinerzeit überraschend verschwunden, wurde jedoch nie als vermisst gemeldet. Angehörige gingen nach eigenen Angaben davon aus, dass er sich wegen finanzieller Probleme ins Ausland abgesetzt und den Kontakt abgebrochen habe. Erst die Veröffentlichung neuer rekonstruierter digitaler Bilder des Toten in der Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" und anderen Medien vor rund einem Jahr brachte die Ermittler auf die richtige Spur.

+++ 16.51 Uhr: Rassistische Chats bei Polizei: Noch keine Hinweise zu Tätern +++

Wenige Tage nach Bekanntwerden einer Chatgruppe von Berliner Polizisten mit rassistischen Äußerungen hat die Polizei noch keine Hinweise zur Identität von Teilnehmern. Es sei nicht bekannt, zu welchem Abschnitt oder welcher Einheit die Mitglieder gehören, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik in einer Sondersitzung des Innenausschusses im Abgeordnetenhaus. Es seien Zeugen befragt worden, das habe aber "nicht weiter geführt". Man habe "keinerlei" Anhaltspunkte.

Slowik berichtete, die Polizei ermittle wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Es gehe um rassistische und menschenverachtende Sprüche. Einige Äußerungen könnten den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllen. Die Polizei kennt laut Slowik nur drei Beispiele aus den Chats. Mehr habe man von dem ARD-Magazin "Monitor" nicht erhalten. Die Betroffenen hätten sich aber sicher selbst erkannt. Möglicherweise gebe es weitere Zeugen, die sich auch melden könnten.

+++ 16.25 Uhr: Verfassungsschutz stuft AfD-Politiker Jens Maier als rechtsextrem ein +++

Der sächsische AfD-Bundestagsabgeordnete Jens Maier ist vom Verfassungsschutz als Rechtsextremist eingestuft worden. Das Landesamt für Verfassungsschutz in Sachsen begründete das mit Maiers Zugehörigkeit zum extremistischen "Flügel" seiner Partei. Über die Einstufung Maiers hatte zuerst die "Bild"-Zeitung berichtet. Der AfD-"Flügel" hatte sich als Gruppierung offiziell im Frühjahr dieses Jahres aufgelöst. Gleichwohl ist er ein Beobachtungsobjekt des Verfassungsschutzes auch in Sachsen.

Maier, der bis zu seinem Wechsel in den Bundestag als Richter am Landgericht Dresden arbeitete, war in den vergangenen Jahren wiederholt mit Äußerungen in die Schlagzeilen geraten. Die sächsische AfD unter ihrer damaligen Chefin Frauke Petry wollte ihn sogar aus der Partei ausschließen. Maier hatte bei einer heftig kritisierten Rede von AfD-Rechtsaußen Björn Höcke im Januar 2017 in Dresden die Stimmung im Saal angeheizt, ein Ende des deutschen "Schuldkultes" gefordert und über die "Herstellung von Mischvölkern" sinniert. Später soll er auf einer Veranstaltung den 77-fachen Massenmord des norwegischen Rechtsterroristen und Islamhassers Anders Breivik relativiert haben. Bis Ende 2016 hatte Maier am Landgericht Dresden auch in Medien- und Presserechtsfragen geurteilt und bereits für Aufsehen gesorgt, als er im Mai 2016 dem renommierten Dresdner Politologen Steffen Kailitz auf Antrag der NPD kritische Aussagen über die rechtsextreme Partei zunächst verbot.

+++ 15.35 Uhr: SPD lässt Mitglieder im Internet über mögliche Wahlkampfthemen diskutieren +++

Mitglieder der SPD können ab sofort auf einer eigens eingerichteten Internetseite über mögliche Wahlkampfthemen ihrer Partei diskutieren. Die "digitale Programmwerkstatt" ermöglicht es, in sechs Themenbereichen verschiedene Vorschläge zu kommentieren und zu bewerten, wie SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sagte. Die Mitglieder können demnach auch eigene Ideen zur Diskussion stellen. Es handele sich um die zweite Phase der Mitgliederbeteiligung, führte Klingbeil aus. Im Sommer habe die SPD-Führung zunächst "in die Partei reingehorcht", insbesondere mit einer Reihe von Veranstaltungen. Nun folge mit der "Programmwerkstatt" der nächste Schritt. Die sechs Themenbereiche decken ein breites Spektrum ab von Daseinsvorsorge über Arbeit und Familienleben bis hin zu Sicherheitspolitik. Jeweils ein prominenter Sozialdemokrat beziehungsweise eine prominente Sozialdemokratin betreut einen der sogenannten Cluster.    

Als dritte Phase der Mitgliederbeteiligung kündigte Klingbeil ein "virtuelles Debattencamp" am 12. und 13. Dezember an. Dabei sollten SPD-Mitglieder, aber auch externe Gesprächspartner die Erkenntnisse aus der "Programmwerkstatt" noch einmal diskutieren. Das Wahlprogramm wird letztlich auf einem Bundesparteitag im kommenden Frühjahr verabschiedet. 

+++ 14.57 Uhr: Lebenslange Haft für 29-Jährigen nach Eifersuchtsmord und Vergraben von Leiche +++

Für den Mord an seiner Ehefrau, deren Leiche Ende 2019 in einem Waldstück entdeckt wurde, ist ein 29-Jähriger aus Duisburg zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Mann habe seine Frau zu Tode gewürgt, weil sie sich von ihm habe scheiden lassen wollen, erklärte das Duisburger Landgericht zu dem Urteil. Dieses ist noch nicht rechtskräftig. Dem Schwurgericht zufolge handelte es sich um eine Tat aus niedrigen Beweggründen. Der Angeklagte habe im Polizeiverhör selbst eingeräumt, dass er seine Ehefrau nicht "mit anderen Männern teilen" wollte. Die Motivation des Angeklagten sei "in besonderem Maße verwerflich und verachtenswert".    

Der Mord an der 26-jährigen Mine O. hatte sich Anfang September des vergangenen Jahres in der gemeinsamen Wohnung des Ehepaars ereignet. Nach der Tat soll der damals 28-Jährige eine Garage angemietet und die Leiche zunächst darin versteckt haben. Eine Woche darauf vergrub er die Tote in einem Waldstück. O. galt als vermisst, bis die Polizei ihre Leiche im Dezember in dem schwer zugänglichen Waldgebiet entdeckte.

+++ 14.35 Uhr: Letzter spanischer Überlebender von NS-Konzentrationslagern gestorben +++

Der letzte spanische Überlebende der NS-Konzentrationslager ist tot: Im Alter von 101 Jahren starb Juan Romero in Frankreich, wie die spanische Regierung mitteilte. Sie würdigte einen "Helden", der "gegen Faschismus, für Freiheit und die Verteidigung der Demokratie" gekämpft habe. Romero war nach Angaben einer Organisation von Nazi-Opfern der letzte bekannte Überlebende der NS-Konzentrationslager aus Spanien. Der 1919 im andalusischen Córdoba geborene Romero hatte sich im spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) den Republikanern angeschlossen, wie die Zeitung "El País" berichtete. Nach dem Sieg der Faschisten unter Franco ging er nach Frankreich, wo er von den deutschen Truppen verhaftet und im August 1941 in das Konzentrationslager Mauthausen nach Österreich deportiert wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er nach Frankreich zurück, wo er bis zu seinem Tod lebte.

+++ 13.40 Uhr: Verdi kündigt weitere Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr an +++

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) hat die Arbeitnehmerseite weitere Warnstreiks für die zweite Wochenhälfte in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern angekündigt. Zunächst sollen am Donnerstag Bahnen und Busse in NRW und Baden-Württemberg im Depot bleiben, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Am Freitag soll der Nahverkehr dann in Bayern ruhen. Schon vergangene Woche hatte Verdi zu Warnstreiks im ÖPNV für Dienstag in Hessen und für Mittwoch in Niedersachsen und Bremen aufgerufen. 

+++ 13.01 Uhr: Türkei zieht Gas-Bohrschiff von Küste vor Zypern zurück +++

Im Konflikt um die Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer gibt es möglicherweise ein neues Zeichen der Entspannung: Die Türkei zog ihr Bohrschiff "Yavuz" vor der Küste Zyperns zurück. Wie auf Schiffs-Tracking-Seiten im Internet zu sehen war, darunter die Seite "Vessel Finder", legte die "Yavuz" im türkischen Hafen Tasucu in der Provinz Mersin an. Eine offizielle Erklärung zu der Bewegung des Schiffs gab es nicht.

Die Rückkehr des Bohrschiffes in die Türkei fällt mit dem Besuch von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg in der Türkei zusammen. Er reist danach nach Griechenland weiter. Stoltenberg will die beiden Kontrahenten im Konflikt um die Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer zu Verhandlungen und einer politischen Lösung der Streitigkeiten bringen.

Seit der Entdeckung reicher Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer gibt es heftigen Streit um deren Ausbeutung. Sowohl die EU-Mitglieder Griechenland und Zypern als auch die Türkei erheben Anspruch auf die betreffenden Seegebiete: Ankara und Athen haben ihre Position auch durch die Entsendung von Kriegsschiffen verdeutlicht. Dies hat Sorgen in der EU verstärkt, dass der Streit zu einem militärischen Konflikt zwischen den Nato-Partnern führen könnte.

+++ 12.53 Uhr: Mehr als 300 Festnahmen bei neuen Massenprotesten in Belarus +++

Bei den neuen Massenprotesten in Belarus (Weißrussland) gegen den autoritären Staatschef Alexander Lukaschenko sind nach offiziellen Angaben mehr als 300 Demonstranten festgenommen worden. 258 Menschen seien dabei am Sonntag in Untersuchungshaft gekommen, teilte die Sprecherin des Innenministeriums, Olga Tschemodanowa, im Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Polizei habe auch Reizgas eingesetzt. 

Am Sonntag hatten sich am achten Wochenende in Folge mehr als Hunderttausend Menschen in der Hauptstadt Minsk versammelt. Die Sicherheitskräfte gingen auch mit Wasserwerfern gegen die Demonstranten vor. Die Behörde redete die Proteste mit etwa 10.000 Teilnehmern klein. In den Regionen hätten sich demnach jeweils nicht mehr als 100 Lukaschenko-Gegner versammelt.

+++ 12.38 Uhr: 14-Jähriger aus rechter Szene soll zum Mord aufgerufen haben +++

Ein Jugendlicher aus der rechtsextremen Szene in Nordrhein-Westfalen soll zum Mord an Muslimen und Juden aufgerufen haben. "Der 14-jährige Deutsche ist dringend verdächtig, andere Personen per WhatsApp dazu aufgefordert zu haben, mit einer Schusswaffe oder einem Messer in einer Synagoge oder Moscheen Menschen jüdischen oder muslimischen Glaubens zu töten", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Markus Caspers in Düsseldorf. 

Ihm werde versuchte Anstiftung zum Mord und Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat vorgeworfen. Das Ermittlungsverfahren gegen ihn stehe kurz vor dem Abschluss. Aus welcher Stadt der Jugendliche kommt, wollten die Ermittler am Montag nicht sagen.

+++ 12.12 Uhr: "Gehen von antisemitischem Hintergrund aus" –  Ermittler werten Angriff an Hamburger Synagoge als "versuchten Mord" +++

Polizei und Generalstaatsanwaltschaft werten den Angriff auf einen jüdischen Studenten vor einer Hamburger Synagoge nach ersten Erkenntnissen als versuchten Mord – mutmaßlich mit antisemitischem Hintergrund. Das teilten beide Behörden in Hamburg mit.

+++ 12.02 Uhr: Sprengsatz in Zug: Ermittlungen wegen Vortäuschens einer Straftat +++

Nach dem Fund eines Sprengsatzes in einer Zugtoilette in Köln ermitteln Düsseldorfer Anti-Terror-Staatsanwälte wegen Vortäuschens einer Straftat. "Die Bombe war eigentlich nicht funktionstüchtig", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Markus Caspers in Düsseldorf. "Jemand wollte offenbar nur so tun." Es gebe keinen Hinweis auf ein bestimmtes politisches Motiv. Die Zentralstelle Terrorismusverfolgung bei der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt in dem Fall gegen unbekannt.

+++ 11.39 Uhr: Medizin-Nobelpreis für Entdecker des Hepatitis-C-Virus +++

Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an Harvey J. Alter (USA), Michael Houghton (Großbritannien) und Charles M. Rice (USA) für die Entdeckung des Hepatitis-C-Virus. Das teilte das Karolinska-Institut in Stockholm mit. Dank der Entdeckungen der drei Preisträger könne Hepatitis C jetzt geheilt werden, hieß es. Sie hätten die Ursache für Fälle chronischer Hepatitis gefunden und Blutuntersuchungen sowie neue Medikamente ermöglicht, die Millionen von Menschenleben gerettet hätten. 

Der Preis geht "an drei Forscher, die einen maßgeblichen Anteil am Kampf gegen die durch Blut übertragene Hepatitis geleistet haben. Die Krankheit ist ein großes globales Gesundheitsproblem, die bei Menschen rund um den Globus Zirrhose und Leberkrebs verursacht", hieß es vom Nobelkomitee.

Die höchste Auszeichnung für Mediziner ist in diesem Jahr mit zehn Millionen schwedischen Kronen (rund 950 000 Euro) dotiert, eine Million Kronen mehr als im Vorjahr.

+++ 11.33 Uhr: Staatsschutz ermittelt nach Angriff vor Hamburger Synagoge +++

Nach dem Angriff auf einen jüdischen Studenten vor einer Hamburger Synagoge haben Staatsschutz und Generalstaatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Der 29 Jahre alte mutmaßliche Täter, der nach dem Angriff von Polizeibeamten überwältigt worden war, werde noch im Tagesverlauf einem Haftrichter vorgeführt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Ein Termin stand zunächst nicht fest. Der Staatsschutz ermittelt bei politisch motivierten Taten. 

+++ 11.11 Uhr: Rechtsextreme greifen Politiker von Satirepatei Die Partei in Braunschweig an +++

Im niedersächsischen Braunschweig haben zwei Rechtsextreme einen Lokalpolitiker der Satirepartei Die Partei bedroht und geschlagen. Nach Angaben der Polizei erlitt der 32-jährige Ratsherr bei dem Vorfall in der Nacht zum Sonntag auf einer Straße einen Faustschlag ins Gesicht. Mehrere Streifenwagen waren vor Ort. Ein Verdächtiger kam in Gewahrsam. Strafverfahren wurden eingeleitet.

Nach Angaben des Braunschweiger Kreisverbands von Die Partei handelte es sich bei den Angreifern um eine Gruppe von Anhängern der rechtsextremistischen Kleinstpartei Die Rechte. Ihr Ratsherr und örtlicher Parteichef sei vor einer Kneipe von diesen erkannt, bedrängt, bedroht und geschubst und getreten worden. Dann hätten sich Passanten eingemischt, die Polizei sei sehr schnell vor Ort gewesen und habe die Personalien aufgenommen.

+++ 10.43 Uhr: Neue Kämpfe in Konfliktgebiet Berg-Karabach +++

In der Konfliktregion Berg-Karabach im Südkaukasus dauern die Kämpfe auch zu Wochenbeginn an. Die Hauptstadt Stepanakert sei am Vormittag mit Raketen angegriffen worden, teilten die Behörden mit. Zudem seien Wohngebiete beschossen worden. Über Tote und Verletzte wurde zunächst nichts bekannt. In einem Video waren schwere Gefechte zu hören. Es wurden zerstörte Häuser gezeigt.

Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium in Baku wiederum sprach von schwerem Beschuss seiner Städte an der Demarkationslinie zu Berg-Karabach. Betroffen gewesen sei etwa die Stadt Tartar. Armenien wies Anschuldigungen Aserbaidschans zurück, für die Angriffe verantwortlich zu sein. Diese Angaben lassen sich nur schwer überprüfen, weil es kaum unabhängige Beobachter dort gibt.

+++ 10.03 Uhr: Maschinenbauer sehen Anzeichen für zaghafte Entspannung +++

Der Auftragsrückgang im deutschen Maschinenbau hat sich im August verlangsamt. Das Volumen der Bestellungen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat bereinigt um Preiserhöhungen um 14 Prozent. Es sei der geringste Rückgang seit Beginn der Coronakrise, erklärte der Branchenverband VDMA in Frankfurt. "Insgesamt festigt sich das Bild, dass das Schlimmste zwar hinter uns liegt, die Erholung jedoch Zeit braucht und weiterhin anfällig für Störungen ist", erläuterte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Die Inlandsbestellungen sanken im August um 19 Prozent und die Aufträge aus dem Ausland gingen um 11 Prozent zurück.

+++ 9.37 Uhr: Zwei Männer von Unbekanntem auf offener Straße in Dresden angegriffen – ein Toter +++

Ein Unbekannter hat in Dresden auf offener Straße zwei Männer angegriffen. Die 53 und 55 Jahre alten Männer wurden schwer verletzt, der ältere starb kurz darauf in einem Krankenhaus, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Dresden mitteilten. Die Hintergründe waren zunächst unklar.

Die Tat ereignete sich am Sonntagabend in der Dresdner Altstadt. Ersten Ermittlungen zufolge wurden die beiden Männer von einem Unbekannten angegriffen. Der Täter flüchtete. Zu der Tat kam es in der Schlossstraße, in deren Nähe sich das Historische Grüne Gewölbe und andere Touristenattraktionen befinden.

Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts. Weitere Angaben insbesondere zum Tathergang oder Motiv machte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen vorerst nicht.

+++ 8.48 Uhr: Umsatz des Onlinehandels im August um fast ein Viertel gestiegen +++

Der Online- und Versandhandel ist "klarer Gewinner der Coronakrise": Allein im August steigerte die Branche ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat um 22,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Von April bis Juni lag der reale Umsatzzuwachs im Vergleich zum Vorjahresquartal sogar bei 32 Prozent. Aber auch schon vor der Coronakrise legte die Branche kräftig zu: Von 1999 bis 2019 konnte sie die Umsätze mehr als verdoppeln, das Plus betrug 120,3 Prozent.

+++ 8.14 Uhr: Deutsche Börse will Dax auf 40 Werte aufstocken +++

Der Dax dürfte bald Zuwachs bekommen und 40 statt 30 Werte enthalten. Dies ist Teil des Vorschlags, den die Deutsche Börse den Marktteilnehmern zur Reform des deutschen Leitindex gemacht hat. Die neuen Bedingungen für eine Dax-Aufnahme sollen zudem ein Profitabilitätskriterium enthalten, wie der Börsenbetreiber in Frankfurt mitteilte.

Die bisherigen Dax-Kriterien wurden zuletzt wegen des Skandals um den inzwischen insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard und der Aufnahme des verlustreichen Unternehmens Delivery Hero stark kritisiert. Die Deutsche Börse hatte deswegen angekündigt, die Regeln noch in diesem Jahr ändern zu wollen.

+++ 7.53 Uhr: Großes Aufräumen in Norditalien nach Unwettern +++

Nach den schweren Regen-Unwettern gehen in Norditalien die Aufräumarbeiten vielerorts weiter. Nach vorläufigen Zählungen fanden die Behörden im Nordwesten Italiens mindestens acht Todesopfer, darunter vermutlich mehrere Franzosen. Auch in Frankreich, Österreich und der Schweiz hatten Regenmassen und Sturm am Wochenende schwere Schäden angerichtet. Brücken wurden zerstört und Straßen überschwemmt.

In Ligurien, das an Frankreich grenzt, waren am Sonntag nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa an der Küste und an einem Fluss fünf Leichen angespült worden. Die Behörden in Sanremo äußerten laut italienischen Agenturberichten die Vermutung, dass es sich um Vermisste aus Frankreich handeln könnte. Die Identifizierung der Toten laufe noch. 

+++ 6.34 Uhr: Umfrage: Mädchen erleben online mehr Belästigung als auf der Straße +++

Mädchen und junge Frauen erleben laut einer Umfrage online mehr Belästigung als auf der Straße. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Kinderrechtsorganisation Plan International, die zum Weltmädchentag am 11. Oktober vorgestellt wurde.

Demnach erfahren 58 Prozent der befragten Mädchen und jungen Frauen Bedrohungen, Beleidigungen und Diskriminierungen in den sozialen Medien. In Deutschland sind es sogar 70 Prozent. Für die Umfrage wurden weltweit 14.000 Mädchen und junge Frauen im Alter von 15 bis 24 Jahren befragt – 1003 davon in Deutschland.

+++ 1.50 Uhr: Demonstrant von Brücke gestoßen: Polizist in Chile verhaftet

Gegen einen Polizisten in Chile ist Haftbefehl erlassen worden, nachdem er einen jugendlichen Demonstranten eine Brücke hinuntergestoßen hatte. Die Staatsanwaltschaft beschuldigte den 22-jährigen Beamten in einer Gerichtsanhörung per Videokonferenz, die live im Internet übertragen wurde, des versuchten Mordes. Videos von dem Vorfall bei einer regierungskritischen Demonstration am Freitag in der Hauptstadt Santiago hatten in Chile Empörung ausgelöst.

In den Videos ist zu sehen, wie der Polizist in einen 16-Jährigen, der als Teil einer Gruppe davonläuft, seitlich hineinrennt und ihn stößt, so dass dieser über das Gelände der Brücke Pío Nono stürzt. Der Jugendliche überlebte den Fall aus rund sieben Metern Höhe auf das Ufer des Río Mapocho mit einem Schädel-Hirn-Trauma sowie gebrochenen Handgelenken, wie örtliche Medien unter Berufung auf das Krankenhaus berichteten. Sein Zustand am Sonntag war demnach stabil.

+++ 1.48 Uhr: Biden erneut negativ auf Coronavirus getestet +++

Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden ist erneut negativ auf das Coronavirus getestet worden. Der Test sei am Sonntag erfolgt, ließ Bidens Wahlkampfteam mitteilen. Das bisher letzte bekannte negative Testergebnis Bidens stammt von Freitag.

Biden hatte am Dienstag bei einem TV-Duell vor der Präsidentenwahl auf einer Bühne mit US-Präsident Donald Trump gestanden, der sich mit dem Virus angesteckt hat. Bidens Wahlkampfteam kündigte daraufhin am Samstag an, als Zeichen der Transparenz künftig die Ergebnisse aller Corona-Tests des 77-Jährigen zu veröffentlichen.

+++ 1.40 Uhr: Bericht: Zahl der Flüchtlinge in Deutschland erstmals seit 2011 zurückgegangen +++

Erstmals seit neun Jahren ist die Zahl der in Deutschland lebenden Flüchtlinge zurückgegangen. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf die Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion berichtet, lebten Mitte dieses Jahres 1,77 Millionen Flüchtlinge mit unterschiedlichem Aufenthaltsstatus in Deutschland. Ende 2019 waren es noch 62.000 Menschen weniger.

Derzeit leben laut dem Bericht etwa 1,31 Millionen Flüchtlinge mit gesichertem Aufenthalt in Deutschland – das sind etwa 50.000 weniger als im vergangenen Halbjahr. Gut 450.000 Menschen leben als Asylsuchende oder Geduldete in Deutschland – 15.000 weniger als im Vorjahr. Laut den Statistiken ist es das erste Mal seit Ende 2011, dass sich die Zahl der in Deutschland lebenden Geflüchteten wieder verringert hat.

kng / wue / rw / fs DPA AFP

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