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News von heute UN-Tribunal bestätigt lebenslange Haft für Ex-General Mladic wegen Völkermords

Der serbische Ex-General Ratko Mladic
Der serbische Ex-General Ratko Mladic 
© Peter Dejong / ANP / AFP
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:

19.38 Uhr: Mindestens 27 Tote bei Angriff auf Dorf in Nigeria

Bewaffnete Angreifer haben in einem Dorf in Nigeria mindestens 27 Menschen getötet. Wie die Polizei mitteilte, attackierten die Männer in dem Dorf im Bundesstaat Benue am Sonntagabend einen Markt und einen Fußballplatz. Neben 27 Toten gab es demnach auch zahlreiche Verletzte, die ins Krankenhaus eingeliefert wurden.

19.06 Uhr: Seltene Studentenproteste in China gewaltsam von der Polizei beendet

Die chinesische Polizei hat eine Protestaktion von tausenden Studenten gewaltsam beendet, die aus Wut über den geplanten Zusammenschluss ihrer Hochschule mit einer schlechter bewerteten Berufsschule den Direktor tagelang festgehalten hatten. Aus Sorge, ihre Qualifikation für den hart umkämpften Arbeitsmarkt könnte darunter leiden, hatten die Studenten seit Sonntag den Leiter des Zhongbei Colleges in Nanjing auf dem Campus festgehalten.

Die Bildungsbehörden der Provinz Jiangsu hätten die Fusionspläne für das College und weitere Hochschulen am Montagabend ausgesetzt, doch die Studenten hätten weiter protestiert, erklärte die Polizei. Daraufhin seien die Beamten eingeschritten.

Großangelegte Proteste sind in China äußerst selten, da sie von den Behörden mit allen Mitteln unterdrückt werden; Informationen in den Online-Netzwerken werden in der Regel zensiert. Auch am Dienstagnachmittag wurde jede Erwähnung des gewaltsamen Polizeieinsatzes im Kurzbotschaftendienst Weibo blockiert. Dennoch waren im Internet Fotos von Polizisten zu sehen, die mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen demonstrierende Studenten vorgingen. Ein Video auf Twitter zeigte dutzende Beamte, die Studenten gewaltsam in eine überfüllte Aula drängten. Auf einem anderen Video waren tausende von Polizisten umzingelte Studenten auf einem Sportplatz zu sehen. Nach Angaben eines Betroffenen standen 400 Polizisten rund 3000 Studenten gegenüber.

18.38 Uhr: Leichtflugzeug stürzt in Büsche – zwei Männer kommen ums Leben

Beim Absturz eines Leichtflugzeugs an der Landesgrenze von Hessen zu Bayern sind zwei Männer ums Leben gekommen. Nach Angaben eines Polizeisprechers war das Flugzeug aus vorerst unbekannter Ursache bei Gelnhausen in Hessen in größere Büsche an einer Böschung gestürzt. Möglicherweise war es im Landeanflug zu einem nahen Flugplatz für Segel- und Leichtflugzeuge. Das eine Opfer war laut dem Polizeisprecher 53 Jahre alt und wohnte im nahen Wächtersbach. Das andere 67-jährige Opfer habe im unterfränkischen Alzenau gelebt. Auswirkungen auf die nahe Autobahn 66 und den Bahnverkehr habe es nicht gegeben. Das Wrack sollte von einem Feuerwehrkran geborgen werden. Die Ermittlungen dauerten an. Zuerst hatte die "Offenbach Post" darüber berichtet.

18.13 Uhr: Landesgesundheitsminister: Curevac-Impfstoff nicht vor August

Die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Tübinger Firma Curevac dauert länger als geplant. Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) bestätigte in Stuttgart, dass sich das Verfahren weiter verzögere. Zuletzt hatte es geheißen, man rechne mit einer Zulassung im Juni. Lucha sagte, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe in der Gesundheitsministerkonferenz mitgeteilt, "dass wir nach der derzeitigen Situation leider erst realistisch im August erwarten können, dass der Curevac-Impfstoff zulassungsfähig appliziert werden kann oder zugelassen wird." Der Grünen-Politiker erklärte, dass es bei der von Curevac durchgeführten klinischen Studie zu dem Vakzin "Komplikationen" gebe.

Zuvor hatte "Business Insider" berichtet, dass Spahn in der Konferenz berichtet habe, dass die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) "nicht vor August" mit einer Zulassung des Curevac-Mittels rechne. Bei der Studie gebe es noch nicht genug Teilnehmer. Noch Ende Mai hatte es demnach in internen Lieferprognosen der Bundesregierung geheißen, dass bis Ende Juni 1,4 Millionen Dosen von Curevac kommen, bis Ende September 9,4 Millionen und im letzten Quartal 28,9 Millionen.

17.46 Uhr: EU-Außenbeauftragter Borrell nennt Lukaschenko "Diktator"

Der Außenbeauftragte der Europäischen Union, Josep Borrell, hat den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko entgegen üblicher diplomatischer Gepflogenheiten als Diktator bezeichnet. Bei einer Plenardebatte des Europaparlaments in Straßburg sagte Borrell zu den Abgeordneten: "Ich stimme mit Ihnen allen überein. Wir haben es mit einem Diktator zu tun." Zuvor hatten zahlreiche Parlamentarierinnen und Parlamentarier in einer Debatte zur erzwungen Flugzeuglandung in Belarus Lukaschenko entsprechend benannt.

Vor einem schwarzen Hintergrund ist nur das gerötete Gesicht eines jungen Mannes mit dunkelblonden Locken ausgeleuchtet

17.29 Uhr: Biden begrüßt Urteil in letzter Instanz für Ex-General Mladic

US-Präsident Joe Biden hat die in letzter Instanz bestätigte lebenslange Haftstrafe für den serbischen Ex-General Ratko Mladic begrüßt. "Dieses historische Urteil zeigt, dass diejenigen, die entsetzliche Verbrechen begehen, zur Rechenschaft gezogen werden", teilte Biden mit. "Es stärkt auch unsere gemeinsame Entschlossenheit, künftige Gräueltaten überall auf der Welt zu verhindern." Er hoffe sehr, dass die führenden Politiker in der Region das Urteil respektieren würden. Die USA seien "dankbar für die unermüdliche Arbeit der UN-Tribunale" in den vergangenen zwei Jahrzehnten in Fällen im Zusammenhang mit dem Balkan-Konflikt.

17.01 Uhr: Tödliche Auto-Attacke auf Muslime – Kanadas Premier spricht von Terror

Der kanadische Premier Justin Trudeau hat den offenbar rassistisch motivierten Angriff auf eine muslimische Familie in seinem Land als Terrorakt bezeichnet. "Dies war ein Terroranschlag, geleitet von Hass, im Herzen einer unserer Gemeinschaften", sagte Trudeau. Er rief die Kanadier zum Kampf gegen Rassismus auf. "Als (politische) Anführer und als Kanadier müssen wir nicht nur sagen: "genug ist genug", wir müssen auch handeln."

16.37 Uhr: Hofreiter – Grüne wollen keine Kurzstreckenflüge verbieten

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Anton Hofreiter, hat klargestellt, dass seine Partei keine Kurzstreckenflüge verbieten will. Die Aussagen von Parteichefin Annalena Baerbock seien in einer "verqueren Debatte" zu einem Verbot gemacht worden, für das sie sich nie ausgesprochen habe, sagte Hofreiter in einer Online-Fragerunde bei der 20. Jahreskonferenz des Rates für nachhaltige Entwicklung. Gemeint gewesen sei vielmehr die Forderung, den Verkehr mit der Bahn so zu ertüchtigen, dass Kurzstreckenflüge überflüssig würden, erklärte Hofreiter. Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock hatte im Mai in einem Interview mit der "Bild am Sonntag" erklärt, dass es Kurzstreckenflüge "perspektivisch nicht mehr geben" sollte. 

16.30 Uhr: UN-Tribunal bestätigt lebenslange Haft für Ex-General Mladic wegen Völkermords

Der serbische Ex-General Ratko Mladic ist wegen des Völkermords von Srebrenica auch in letzter Instanz zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das UN-Kriegsverbrechertribunal bestätigte das Urteil der ersten Instanz. Mladic war wegen seiner Verantwortung für das Massaker von Srebrenica sowie weiterer Kriegsverbrechen im Bosnien-Krieg zu lebenslanger Haft verurteilt worden und hatte gegen das Urteil Berufung eingelegt.

16.14 Uhr: Sicherheitsrat unterstützt UN-Chef Guterres für zweite Amtszeit

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen unterstützt die Bewerbung von UN-Generalsekretär António Guterres für eine zweite Amtszeit. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen einer Sitzung des mächtigsten UN-Gremiums.

16.06 Uhr: Nobelpreisträger und Vater der MRI-Technologie – Richard Ernst ist tot

Der Schweizer Chemie-Nobelpreisträger Richard Ernst ist tot. Der Forscher hatte die Auszeichnung 1991 für seinen wichtigen Forschungsbeitrag zur Kernspinresonanzspektroskopie erhalten. Er starb am Freitag im Alter von 87 Jahren, wie seine Familie auf seiner Website mitteilte. Er lebte zuletzt in einem Pflegeheim in seiner Geburtsstadt Winterthur. Die von Ernst entwickelten Methoden trugen dazu bei, die Empfindlichkeit und Auflösung von Analysegeräten dramatisch zu erhöhen. Seine Forschungen bildeten die Grundlage für die moderne Magnetresonanztomographie (MRI), mit denen Gewebe und Organe von Patienten ohne schädliche Röntgenstrahlen untersucht werden können.

15.57 Uhr: Start für digitalen Corona-Impfnachweis rückt näher

Der Start für den digitalen Corona-Impfpass in Deutschland rückt näher. Ab kommendem Montag (14. Juni) soll man sich in vielen Apotheken den digitalen Nachweis einer vollständigen Impfung nachträglich ausstellen lassen können, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in Berlin mitteilte. Bereits zuvor soll die freiwillige Anwendung namens "CovPass" nach Angaben aus dem Bundesgesundheitsministerium für alle Interessenten in den App-Stores für Smartphones zur Verfügung stehen. Die EU-Länder und das EU-Parlament hatten sich kürzlich auf Details eines europaweiten Zertifikats geeinigt, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Dies soll auch Reisen erleichtern.

15.49 Uhr: Baerbock zu Ungenauigkeiten im Lebenslauf – "Das war Mist"

Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat sich für irreführende Angaben im eigenen Lebenslauf entschuldigt. "Meinen Lebenslauf habe ich knapp und komprimiert veröffentlicht und dabei unwillentlich einen missverständlichen Eindruck erweckt, den ich nicht erwecken wollte", sagte die designierte Kanzlerkandidatin ihrer Partei der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Das war Mist."

Baerbock bezog sich insbesondere auf unpräzise Angaben zu Mitgliedschaften in Organisationen. Sie hatte dort noch am Donnerstag unter anderem die Transatlantik-Stiftung German Marshall Fund und das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR aufgeführt. Später wurde die Seite geändert, die Überschrift lautet statt "Mitgliedschaften" nun "Beiräte, (Förder-)Mitgliedschaften, regelmäßige Unterstützung". "Das tut mir leid, und es war alles andere als beabsichtigt", sagte Baerbock. "Es hätte unbedingt einer gründlichen Kontrolle der Angaben bedurft. Das ist meine Verantwortung, und diese Lektion habe ich jetzt, haben wir jetzt gelernt."

15.09 Uhr: EZB-Urteil – EU-Kommission bereitet Verfahren gegen Deutschland vor

Die EU-Kommission bereitet wegen eines umstrittenen Urteils des Bundesverfassungsgerichts zu milliardenschweren Anleihekäufen der Europäischen Zentralbank ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland vor. Die formale Entscheidung solle bis Mittwoch im schriftlichen Verfahren fallen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Brüssel aus EU-Kreisen.

15.09 Uhr: Kampfjets der Bundeswehr müssen Übung wegen Autofahrer abbrechen

Wegen eines Autofahrers haben mehrere Kampfjets der Bundeswehr eine Übung auf einem Testgelände in Niedersachsen abbrechen müssen. Wie die Polizei in Lingen an der Ems mitteilte, fuhr der Mann unerlaubt in den militärischen Sicherheitsbereich. Demnach passierte er eine Schranke, die von Mitarbeitern eines Räumdiensts kurz geöffnet wurde. Halteaufforderungen der Angestellten ignorierte er laut Polizei ebenso wie Warnschilder.

Nach Angaben der Beamten mussten daraufhin mehrere bereits in der Luft befindliche Kampfflugzeuge der Bundeswehr ihren Anflug auf den Truppenübungsplatz bei Nordhorn stoppen. Bundeswehrsoldaten geleiteten den Mann von dem weitläufigen Gelände und nahmen seine Personalien auf. Gegen den Autofahrer wird nun strafrechtlich ermittelt. Der Vorfall ereignete sich demnach bereits am 25. Mai. Laut Bundeswehr kommt es regelmäßig zu ähnlichen Zwischenfällen.

14.53 Uhr: Heil kritisiert Vorschlag zu Rente ab 68

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat den Vorschlag des wissenschaftlichen Beirats beim Wirtschaftsministerium kritisiert, das Renteneintrittsalter auf 68 Jahre anzuheben. "Je mehr Menschen in den nächsten Jahren in Arbeit sind und je besser die Lohn- und Gehaltsentwicklung ist, desto stabiler ist auch die gesetzliche Rente", erklärte Heil in Berlin. "Eine weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters halte ich für den falschen Weg."

Das am Montag vorgelegte Konzept des Beirats beim Ressort von Minister Peter Altmaier (CDU) sieht längeres Arbeiten im Alter und eine Begrenzung künftiger Rentenerhöhungen vor. In der Vorlage ist von einem Renteneintrittsalter von 68 Jahren im Jahr 2042 die Rede.

14.22 Uhr: US-Klimabehörde: Höchste CO2-Konzentration in der Atmosphäre

US-Wissenschaftler haben trotz anhaltender Corona-Pandemie die höchste CO2-Konzentration in der Luft seit Beginn der Aufzeichnungen vor 63 Jahren gefunden. Die Klimabehörde NOAA verkündete, ihr Beobachtungszentrum auf Hawaii habe für den Mai 2021 einen Durchschnitt von 419 CO2-Teilchen pro eine Million Partikel entdeckt. Ein Jahr zuvor waren es noch 417 gewesen. Die Kurve der CO2-Partikel steigt seit Anfang der Messungen kontinuierlich – Ende der 50er-Jahre hatte die Konzentration noch bei weniger als 320 gelegen.

Die CO2-Belastung entsteht unter anderem durch Emissionen aus kohlenstoffbasierten fossilen Brennstoffen, unter anderem für Autos, Flugzeuge, die Herstellung von Zement und die Stromerzeugung. Auch das Waldsterben und die Landwirtschaft haben Einfluss auf die Konzentration in der Atmosphäre. Zusammen mit anderen Treibhausgasen führt das CO2 dazu, dass Wärme schwerer ins Weltall abstrahlen kann.

13.36 Uhr: Merkel: "Wir leben weltweit auf Kosten jüngerer Generationen"

In einem eindringlichen Appell hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) davor gewarnt, künftige Generationen mit den Herausforderungen des Klimawandels und der Nachhaltigkeit alleine zu lassen. "Was wir bisher tun, reicht schlichtweg nicht aus", sagte Merkel bei der 20. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Die Staatengemeinschaft laufe Gefahr, die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 zu verfehlen, sagte Merkel. "Wir leben weltweit auf Kosten jüngerer und künftiger Generationen." Die Vereinten Nationen hatten 2015 ihre Nachhaltigkeitsagenda 2030 formuliert, die einen Katalog aus 17 Zielen wie Geschlechtergerechtigkeit, Bekämpfung von Hunger und Kampf gegen die Klimakrise beinhaltet. Es gebe bei der Umsetzung noch deutliche Lücken, erklärte Merkel. Sieben Indikatoren würden sich sogar in die falsche Richtung entwickeln, beispielsweise der Energieverbrauch im Güter- und Personenverkehr und auch die CO2-Emissionen aus dem privaten Konsum.

13.35 Uhr: Bundestag will epidemische Notlage bis 30. September verlängern

Der Bundestag will noch in diesem Monat die wegen der Corona-Pandemie verhängte epidemische Notlage bis zum 30. September verlängern. Die im April eingeführte sogenannte Bundesnotbremse soll aber am 30. Juni auslaufen. Darauf hätten sich die Koalitionsfraktionen verständigt, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt in Berlin. Angestrebt werde, die epidemische Notlage erst dann auslaufen zu lassen, wenn auch die Corona-Pandemie auslaufe. Bei der epidemischen Notlage und der Bundesnotbremse handelt es sich um zwei unterschiedliche gesetzliche Instrumente im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die erstmals im März 2020 vom Bundestag festgestellte "epidemische Notlage von nationaler Tragweite" ermöglicht es dem Bundesgesundheitsministerium und anderen Regierungsstellen, weitreichende Verordnungen gegen die Pandemie zu erlassen. Die derzeitige Regelung würde am 30. Juni auslaufen

13.22 Uhr: Arabella Kiesbauer kehrt als Crime-Queen ins deutsche TV zurück

Die österreichische Moderatorin und frühere Talk-Königin Arabella Kiesbauer (52) kehrt ins deutsche Fernsehen zurück. Ab Herbst ist sie bei TLC das Gesicht von True-Crime-Shows, wie der Sender mitteilte. "Arabellas Crime Time - Verbrechen im Visier" widmet sich demnach wahren Kriminalfällen, die viral gegangen sind. "Arabellas Crime Time - Chaos vor Gericht" befasse sich dagegen mit den teils haarsträubenden Vorkommnissen in amerikanischen Gerichtssälen. Kiesbauer wurde 1994 bis 2004 populär bei ProSieben mit ihrem Nachmittagstalk "Arabella".

Arabella Kiesbauer wird 50 Jahre alt

13.19 Uhr: ADAC: Deutlich mehr Reiseverkehr über Pfingsten als im Vorjahr

Der Reiseverkehr über Pfingsten hat in Deutschland gegenüber dem Vorjahr deutlich zugenommen. 2020 habe es an den drei Wochenenden rund um die Pfingstferien in einigen Bundesländern pandemiebedingt deutlich weniger Staus als üblich gegeben, teilte der ADAC mit. Dies habe sich in diesem Jahr "etwas normalisiert", nach Fronleichnam am ersten Juniwochenende seien sogar deutlich mehr Staus als 2019 gezählt worden. Der ADAC schätzte, dass es sowohl 2020 als auch 2021 keinen typischen Reiseverkehr gegeben habe. Allerdings seien mehr Leute kurzentschlossen oder zu einem Tagesausflug unterwegs gewesen. Möglicherweise hätten auch Wartezeiten an den Grenzen bei Corona-Kontrollen eine Rolle gespielt.

13.02 Uhr: Entführung und Vergewaltigung von Sarah Everard: Polizist geständig

Drei Monate nach dem Verschwinden einer jungen Londonerin hat ein britischer Polizist gestanden, die 33-Jährige entführt und vergewaltigt zu haben. Zudem bekannte sich der 48-Jährige in einer Anhörung vor Gericht dazu, für den Tod von Sarah Everard verantwortlich zu sein. Der Fall hatte Anfang März große Anteilnahme in Großbritannien ausgelöst und eine Debatte um die Sicherheit von Frauen entfacht. Everard war am Abend des 3. März auf dem Heimweg von einer Freundin südlich von London verschwunden. Eine Woche später wurde ihre Leiche in einem Waldstück in der Grafschaft Kent im Südosten Englands entdeckt und der verdächtige Polizeibeamte festgenommen. 

Die stärksten Protest-Plakate zum Fall Sarah Everard – und warum diese so wichtig sind

12.49 Uhr: Bahn-Gewerkschaft erklärt Tarifrunde für gescheitert und beschließt Arbeitskampfmaßnahmen

Nach der Deutschen Bahn hat auch die Lokführergewerkschaft GDL die jüngsten Tarifverhandlungen offiziell für gescheitert erklärt. Die Bundestarifkommission und der Hauptvorstand der Gewerkschaft hätten zudem "die Einleitung von Arbeitskampfmaßnahmen beschlossen", erklärte die GDL. Sie äußerte sich zunächst aber nicht zur Art und Dauer solcher Maßnahmen. Schon im Vorfeld hatte die Gewerkschaft im Fall eines Scheiterns mit Streiks gedroht.

12.42 Uhr: China lässt als erstes Land Corona-Impfungen für kleine Kinder zu

China hat als erstes Land Corona-Impfungen für kleine Kinder zugelassen. Der chinesische Hersteller Sinovac bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, dass sein Corona-Impfstoff eine Notfallzulassung für Kinder ab drei Jahren erhalten habe. Unklar war allerdings, wann die Impfungen bei Kindern in der Volksrepublik tatsächlich beginnen. Darüber werde die Nationale Gesundheitskommission "entsprechend Chinas gegenwärtiger Anforderungen für die Epidemie-Vorbeugung und -Kontrolle und der Impfstoffbelieferung" entscheiden, erklärte Sinovac. Die Studien des Sinovac-Impfstoffes an Kindern und Jugendlichen befinden sich noch in einer frühen Phase. Die Ergebnisse würden in Kürze im renommierten Fachblatt "The Lancet" veröffentlicht.

12.42 Uhr: Taliban erobern weitere Bezirke in Afghanistan

Die militant-islamistischen Taliban haben in Afghanistan erneut zwei Bezirke erobert. Daulatabad in der Provinz Fariab im Norden des Landes und Dschaghatu in der südöstlichen Provinz Gasni seien an die Taliban gefallen, bestätigten mehrere Provinzräte der Deutschen Presse-Agentur. Damit sind seit Beginn des Abzugs der US-Truppen und anderer Nato-Streitkräfte am 1. Mai elf der rund 400 Bezirke in den 34 Provinzen des Landes an die Islamisten gefallen. Einem UN-Bericht zufolge konnten die Taliban im gesamten Vorjahr fünf Bezirkszentren erobern, vier davon wurden binnen weniger Tage von der Regierung zurückerobert. Es ist unklar, wie sehr die ausländischen Truppen aktuell noch die Sicherheitskräfte der Regierung unterstützen. US-Angaben zufolge ist der Abzug des US-Militärs etwa zur Hälfte abgeschlossen. Bis spätestens 11. September sollen alle internationalen Truppen das Land verlassen haben.

12.39 Uhr: Prominente fordern Impfstoffspenden von G7-Gipfel für arme Länder

Vor dem G7-Gipfel haben Dutzende Stars wie Katy Perry und David Beckham die sieben führenden Industriestaaten aufgerufen, Corona-Impfdosen an ärmere Länder abzugeben. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, die USA, Kanada und Japan sollten mindestens 20 Prozent ihrer Impfstofflieferungen zwischen Juni und August spenden, forderten rund 30 Prominente in einem Brief an die G7-Länder. Dies entspräche 150 Millionen Impfdosen. Zu den Unterzeichnern des Appells gehören auch einige Sonderbotschafter des UN-Kinderhilfswerks Unicef. Aus der Filmbranche beteiligten sich die Schauspieler Liam Neeson und Perrys Lebensgefährte Orlando Bloom und ihre Kolleginnen Priyanka Chopra Jonas und Whoopi Goldberg. Auch die Sängerinnen Billie Eilish und Angelique Kidjo machten mit, außerdem Formel-eins-Fahrer Fernando Alonso und Tennis-Star Andy Murray. 

12.35 Uhr: Internet-Ausfall: Weltweit Webseiten nicht erreichbar

Weltweit sind zahlreiche Webseiten durch einen Internet-Ausfall nicht erreichbar gewesen. Betroffen waren unter anderem die Seite der britischen Regierung sowie die Nachrichtenportale des "Guardian", der "New York Times", der "Financial Times" und der französischen Zeitung "Le Monde". Der britische "Guardian" schrieb auf Twitter, seine Webseite sei derzeit "von einem größeren Internet-Ausfall betroffen", werde aber so schnell wie möglich wieder verfügbar sein. Die Gründe waren zunächst unklar.

12.34 Uhr: Studie: Fast einer von zehn EU-Bürgern kauft unfreiwillig gefälschte Produkte

Fast einer von zehn Menschen in Europa hat unfreiwillig Erfahrungen mit dem Kauf gefälschter Produkte aus dem Ausland gemacht. Wie eine gemeinsame Studie des EU-Amts für geistiges Eigentum (EUIPO) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ergab, umfassten Fälschungen zuletzt 6,8 Prozent aller EU-Importe – damit gelangt jährlich gefälschte Ware im Umfang von 121 Milliarden Euro in die EU. Das EUIPO warnte zudem vor einem Anstieg gefälschter Medikamente und medizinischer Produkte im Zuge der Pandemie. Diese seien eine Gefahr für die Sicherheit und Gesundheit der Bürger.

12.34 Uhr: SPD lehnt Rente mit 68 ab

Die SPD lehnt ein Renteneintrittsalter von 68, wie von einem Expertengremium des Bundeswirtschaftsministeriums vorgeschlagen, ab. "Eine weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters halte ich für den falschen Weg", sagte der für die Rente zuständige Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) laut einer Mitteilung seines Ministeriums. Die gesetzliche Rente sei ein zentrales Versprechen des Sozialstaates. Es gehe um Anerkennung von Lebensleistung und Sicherheit im Alter. "Darauf muss sich jede und jeder verlassen können." Bei einer Pressekonferenz sagte Heil auf Nachfrage, der beste Schutz für die soziale Sicherung sei, möglichst viele Menschen in Arbeit zu haben.

12.22 Uhr: CDU-Fraktionsspitze von neuen Abgeordneten wiedergewählt

Die neue CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt hat den bisherigen Fraktionschef Siegfried Borgwardt erneut zum Vorsitzenden gewählt. Der 63-jährige Vertraute von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) bekam bei der heutigen konstituierenden Sitzung 35 Stimmen der auf 40 Sitze angewachsenen Fraktion. Auch der Parlamentarische Geschäftsführer Markus Kurze wurde im Amt bestätigt und bekam 29 Stimmen. Die starken Zugewinne und einige altersbedingte Abschiede haben die alte CDU-Fraktion ziemlich umgekrempelt: Etwa die Hälfte der Abgeordneten sind neu ins Parlament gekommen. Einen so starken Umbruch habe er in 19 Jahren Parlamentszugehörigkeit nicht erlebt, sagte Borgwardt. Die Fraktion besetzte daher zunächst nur die beiden Posten, die für die Vorbereitung der konstituierenden Landtagssitzung nötig sind. 

News von heute: UN-Tribunal bestätigt lebenslange Haft für Ex-General Mladic wegen Völkermords

12.14 Uhr: Bericht offenbart schlechten Handyempfang auf dem Land

Wer in entlegenen Gegenden Deutschlands unterwegs ist, hat häufig noch immer keinen Handyempfang. Wie aus einem Bericht der Bundesnetzagentur hervorgeht, ist die Versorgung auf 11 Prozent der Landesfläche schlecht oder inexistent. 3,8 Prozent der Fläche werden in dem Bericht als Funkloch oder als sogenannte weiße Flecken definiert. Bestenfalls Empfang im uralten Mobilfunkstandard 2G (Edge) ist hier möglich, was nur Telefonate und Schneckentempo-Downloads ermöglicht. 7,2 Prozent der Fläche gelten als "graue Flecken". Das heißt, dass dort nur eins der drei deutschen Mobilfunknetze im 4G-Standard zu empfangen ist, ob von der Telekom, Vodafone oder von Telefónica. Kunden der zwei anderen Netze gucken jeweils in die Röhre.

11.29 Uhr: 27 Menschen sterben bei Blitzeinschlägen in Indien

Bei Blitzeinschlägen sind in Indien mindestens 27 Menschen gestorben. Die meisten von ihnen seien direkt vom Blitz getroffen worden, andere von einstürzenden Hütten oder Bäumen, sagte ein Mitarbeiter der zuständigen Katastrophenschutzbehörde der Deutschen Presse-Agentur. Die meisten Opfer der Blitze am Montagabend in sechs Bezirken im Bundesstaat Westbengalen seien Bauern und andere Leute, die sich im Freien aufgehalten hätten.

11.29 Uhr: Dreijährige Tochter getötet: Vater gesteht vor Berliner Gericht

Sieben Monate nach dem gewaltsamen Tod eines dreijährigen Mädchens hat der angeklagte Vater des Kindes vor dem Berliner Landgericht gestanden. Er habe das Unfassbare getan und seine Tochter getötet, erklärte der 31-Jährige zum heutigen Prozessbeginn. Kurz zuvor habe ihm seine Ehefrau mitgeteilt, dass sie ihn verlassen werde. Sie habe sich wegen mehrerer Gewaltvorfälle von ihm trennen wollen. Die Anklage lautet auf Mord. Heimtückisch, aus niedrigen Beweggründen und grausam habe der Mann seine Tochter umgebracht. Er habe das Kind "zu einem Objekt gemacht, um seine Frau abzustrafen und letztlich aus Eifersucht gehandelt", sagte der Staatsanwalt. 

11.28 Uhr: Mehr als eine Million Bürger haben bereits ein EU-Impfzertifikat erhalten

Mehr als eine Million Bürger in der Europäischen Union verfügen bereits über ein digitales EU-Impfzertifikat. Dies sagte EU-Justizkommissar Didier Reynders während der heutigen Plenarsitzung des Europäischen Parlaments. Der Impfpass werde "es den EU-Bürgern leichter machen, ihr Grundrecht auf Freizügigkeit wahrzunehmen" und sei ein "praktisches Instrument", um sicheres Reisen im Sommer zu ermöglichen. Die elektronische Plattform für die Überprüfung von Impfzertifikaten soll am 1. Juli an den Start gehen. Sie soll neben Angaben zu Impfungen auch Informationen über Tests oder überstandene Corona-Infektionen enthalten. Mitgliedstaaten können schon jetzt Zertifikate ausstellen. In Deutschland laufen seit Ende Mai Feldtests mit dem digitalen EU-Nachweis in einigen Impfzentren.

11.28 Uhr: Rezession in Eurozone nicht ganz so schlimm wie befürchtet

Die Eurozone ist im Herbst und Winter zwar in die Rezession gerutscht, doch fiel der Rückschlag nicht ganz so schlimm aus wie zunächst befürchtet. Im ersten Quartal des laufenden Jahres sei die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent geschrumpft, teilte das Statistikamt Eurostat in Luxemburg mit. Eine vorherige Schätzung hatte noch einen Rückgang um 0,6 Prozent ergeben. Auch im Schlussquartal 2020 war die Wirtschaft der 19 Euroländer geschrumpft, allerdings ebenfalls etwas weniger stark als bisher bekannt. Der Rückgang wurde von 0,7 auf 0,6 Prozent korrigiert.

11.20 Uhr: Wegen Abtreibung verurteilte Frau in El Salvador nach fast neun Jahren Haft frei

Im streng katholischen El Salvador ist eine Frau vorzeitig aus dem Gefängnis freigelassen worden, die wegen Abtreibung unter den extrem strengen Gesetzen des Landes zu 30 Jahren Haft verurteilt worden war. Die 28-jährige Sara Rogel verließ am Montag (Ortszeit) nach über acht Jahren hinter Gittern das Frauengefängnis nahe Zacatecoluca, wo sie von ihrer Familie und ihrer Anwältin empfangen wurde. Rogel war im Alter von 20 Jahren hochschwanger beim Wäschewaschen ausgerutscht und bewusstlos liegen geblieben. Im Krankenhaus wurde sie wegen des Verdachts auf Abtreibung festgenommen. Ein Gericht verurteilte sie wegen "schwerer Tötung" zu 30 Jahren Haft.

Alice Schwarzer über stern-Aktion von damals: "In 50 Jahren hat sich nichts Entscheidendes geändert"

11.19 Uhr: Wegfall vieler Minijobs lässt Teilzeitquote bröckeln

In Deutschland wird so wenig Teilzeit gearbeitet wie zuletzt vor fünf Jahren. Im ersten Quartal 2021 ist die Teilzeitquote im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres um 0,4 Punkte auf 38,2 Prozent zurückgegangen. Das geht aus einer  Untersuchung des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Ausschlaggebend für die Entwicklung bei den Teilzeitbeschäftigten sei der deutliche Rückgang bei den Minijobs. 

11.15 Uhr: Lockdown lässt Baumarktumsätze einbrechen

Nach den Absatzrekorden im Corona-Jahr 2020 hat die Do-it-Yourself-Branche im ersten Quartal dieses Jahres einen schweren Umsatzeinbruch hinnehmen müssen. Insgesamt gingen die Umsätze der Bau- und Gartenfachmärkte zwischen Januar und März im Vergleich zum Vorjahresquartal um 21,3 Prozent auf 3,45 Milliarden Euro zurück, wie der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB)  mitteilte. 2020 hatte die Branche davon profitiert, dass sie als "systemrelevant" eingestuft wurde und ihre Läden im ersten Lockdown rasch wieder öffnen durften. Außerdem spielte ihr in die Karten, dass viele Urlaubsreisen und Restaurantbesuche ausfielen und Verbraucher das gesparte Geld nutzten, um die eigenen vier Wände oder den Garten zu verschönern. Im jüngsten Lockdown mussten dagegen auch die Baumärkte monatelang schließen. 

11 Uhr: Mädchen soll ohne Einverständnis gegen Covid geimpft worden sein

Ein neun Jahre altes Mädchen soll im Impfzentrum in Bobingen im Landkreis Augsburg laut Polizei "versehentlich" gegen Covid-19 geimpft worden sein. Der Vater des Kindes habe Strafanzeige gegen die Verantwortlichen gestellt, sagte ein Sprecher der Augsburger Polizei. Es liefen nun Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung. Es solle geprüft werden, wer an der Impfung am vergangenen Samstag beteiligt gewesen sei und wie es überhaupt zu einer versehentlichen Impfung kommen könne. Dem Kind gehe es aber gut. Der Polizeisprecher bestätigte damit mehrere Medienberichte. Demnach habe das Kind seinen Vater bei einem Impftermin begleitet, als der Arzt es ohne Einverständnis geimpft habe. 

10.52 Uhr: Freiheit statt Showobjekt: Orang-Utan-Dame mit 22 Jahren ausgewildert

Auf Borneo haben Tierschützer ein 22-jähriges Orang-Utan-Weibchen ausgewildert, das in seinem Leben noch nie frei im Dschungel gelebt hat. Suayap war vor 16 Jahren aus dem Safari World Park in Thailand gerettet und zurück in ihre indonesische Heimat gebracht worden. In dem Park in Bangkok hätte die Primatin als Showobjekt dienen sollen – als Jungtier als Fotomodell, später als Thai-Boxerin oder Nummerngirl in einem der zwielichtigen "Unterhaltungsprogramme", die in Thailand beliebt sind.

Am Hals gefesselt und in Hütte festgehalten – befreiter Orang-Utan lernt Klettern

10.30 Uhr: Europol: Gut 800 Festnahmen bei weltweiten Razzien gegen organisiertes Verbrechen

Bei den weltweiten Polizeieinsätzen gegen das organisierte Verbrechen sind mehr als 800 Verdächtige festgenommen worden. Bei den gut 700 Razzien in Europa, Neuseeland, Australien und den USA seien zudem mehr als acht Tonnen Kokain beschlagnahmt worden, sagte Philippe Lecouffe von der europäischen Polizeibehörde Europol am Morgen bei einer Pressekonferenz in Den Haag. Die Ermittler hatten sich Zugang zu einer von kriminellen Banden genutzten verschlüsselten Kommunikationsplattform verschafft. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main mitteilte, seien in Deutschland mehr als 70 Menschen bei den Razzien festgenommen worden. Der Schwerpunkt des Einsatzes hierzulande lag in Hessen.

10.29 Uhr: Wegen Bandengewalt: Militär in Amazonas-Metropole Manaus beordert

Nach einer Welle von Vandalismus und mutmaßlicher Bandengewalt im Herzen des Amazonasgebiets hat die brasilianische Regierung das Militär nach Manaus geschickt. Mutmaßlich eine kriminelle Bande hatte als Vergeltung für den Tod eines ihrer Mitglieder bei einem Polizeieinsatz seit dem Wochenende Autos und Busse angezündet, Bankfilialen geplündert und öffentliche Gebäude beschädigt. "Ein Szenario der Zerstörung und des totalen Chaos", schrieb das Portal "Amazônia Real". Die Regierung des Bundesstaates Amazonas zählte bis Montagabend mehr als 40 Angriffe in Manaus und anderen Städten des Bundesstaates, 31 Verdächtige wurden festgenommen, wie brasilianische Medien unter Berufung auf den Sekretär für öffentliche Sicherheit, Louismar Bonates, berichteten.

10.20 Uhr: RTL holt Pinar Atalay von den "Tagesthemen"

Die "Tagesthemen"-Moderatorin Pinar Atalay wechselt zum 1. August zum Privatsender RTL. Das gab RTL in Köln bekannt. Die 43-Jährige werde den weiteren Ausbau der Informations- und Nachrichtenangebote in zentraler Rolle mitgestalten. Die Journalistin wurde in der Pressemitteilung mit den Worten zitiert: "In diesen politisch spannenden Zeiten wird das journalistische Profil von RTL weiter gestärkt, und ich freue mich, daran teilhaben zu dürfen." Sie wolle mit ihrer Erfahrung als TV-Journalistin und Moderatorin dem steigenden Informationsbedürfnis der Zuschauerinnen und Zuschauer gerecht werden, mit Qualitätsjournalismus, der für die Gesellschaft unabdingbar sei. Atalay auch per Video in die RTL-Pressekonferenz zugeschaltet. Dort sagte sie, sie freue sich auf eine neue Herausforderung.

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10.14 Uhr: Facebook geht härter gegen Regelverstöße in Gruppen vor

Facebook verschärft wenige Monate vor der Bundestagswahl das Vorgehen gegen Regelverstöße in Gruppen bei dem Online-Netzwerk. Dabei sollen die Reichweite und Rechte von Gruppen und ihren Mitgliedern eingeschränkt werden. "Je mehr Verstöße eine Gruppe oder ein Mitglied begeht, desto strenger werden unsere Einschränkungen, bis wir die Gruppe oder das Mitglied ganz von unserer Plattform entfernen", erklärte Facebook in einem Blogeintrag. Nutzer, die in Gruppen wiederholt gegen Richtlinien verstoßen, sollen zeitweise die Berechtigung zum Verfassen von Beiträgen oder Kommentaren verlieren - und zwar in sämtlichen Gruppen. Zusätzlich werden sie niemanden in Gruppen einladen oder neue Gruppen erstellen können.

9.42 Uhr: Israels künftige Regierung soll am Sonntag vereidigt werden

Die Vereidigung der künftigen Regierung in Israel ist für den Sonntag geplant. Parlamentspräsident Jariv Levin gab eine entsprechende Entscheidung bekannt. Die künftigen Koalitionspartner hatten eine Abstimmung bereits am Mittwoch gefordert. Bei der Sitzung am Sonntag soll nun auch ein neuer Parlamentspräsident bestimmt werden. Das geplante Acht-Parteien-Bündnis verfügt in der Knesset nur über eine hauchdünne Mehrheit von 61 der 120 Abgeordneten. Mit der Vereidigung eines neuen Kabinetts ginge eine Ära zu Ende: Es wäre das erste Mal seit zwölf Jahren, dass eine Regierung ohne den bisherigen rechtskonservativen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu gebildet wird. Der 71-Jährige versucht noch, dies zu verhindern. Er hofft, dass sich in den nächsten Tagen im gegnerischen Lager noch Abtrünnige finden.

9.32 Uhr: Verdächtiger nach tödlichen Schüssen an Kreuzung in Hannover stellt sich

Mehrere Tage nach tödlichen Schüssen auf einen 30-Jährigen in der Innenstadt von Hannover hat sich ein Verdächtiger gestellt. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in der niedersächsischen Stadt am Montagabend mitteilten, ließ sich der 32-Jährige in Hannover von Einsatzkräften widerstandlos festnehmen. Anschließend ordnete ein Richter Untersuchungshaft wegen Totschlagsverdachts gegen ihn an. Zu weiteren Einzelheiten äußerten sich die Ermittler zunächst nicht. Am Donnerstag war eine Auseinandersetzung zwischen den Insassen zweier Autos an einer Kreuzung in der Innenstadt von Hannover eskaliert. Nach früheren Angaben der Behörden wurden dabei zunächst die beiden hochpreisigen Fahrzeuge beschädigt, bevor zusätzlich mindestens ein Schuss auf eines der beiden Autos abgefeuert wurde.

9.18 Uhr: Kölner Betroffenenbeirat gegen Rücktritt von Bischöfen

Der Betroffenenbeirat für sexualisierte Gewalt im Erzbistum Köln hat sich gegen den Rücktritt von Bischöfen und Kardinälen ausgesprochen. "Den Betroffenen bringt es wenig, wenn Bischöfe oder Kardinäle, die Verantwortung hatten und haben, jetzt ihren Rücktritt erklären und sich somit der Verantwortung entziehen", teilte Beiratsmitglied Peter Bringmann-Henselder der Deutschen Presse-Agentur mit. Bringmann-Henselder, der selbst als Heimkind missbraucht und misshandelt wurde, spricht heute mit den Apostolischen Visitatoren Hans van den Hende und Anders Arborelius, die im Auftrag des Papstes die Lage im Erzbistum Köln untersuchen. 

9.13 Uhr: Spahn zu Streit um Schutzmasken: "Schwieriger Umgang" unter Partnern

Im Streit um die Verteilung von angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken zwischen Union und SPD hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Koalitionspartner erneut kritisiert. "Das ist unter Partnern jedenfalls – und das sind ja Koalitionspartner – schon ein schwieriger Umgang", sagte Spahn im ARD-"Morgenmagazin". "Wir haben das sachlich, fachlich miteinander aufgeklärt vor sechs Monaten." Nun stelle sich die Frage, warum das, was vor Monaten "geräuschlos" ging, nun kurz vor einer Wahl hochkomme. Hintergrund der Debatte ist ein "Spiegel"-Bericht über den Umgang mit angeblich minderwertigen, in China bestellten Corona-Masken, die an Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder für Obdachlose gehen sollten. 

Gesundheitsminister Jens Spahn

8.50 Uhr: Razzien gegen Clankriminalität: Durchsuchungen an Rhein und Ruhr

Bei Ermittlungen gegen Clankriminalität durchsuchen derzeit Spezialkräfte der Polizei rund 30 Objekte in Nordrhein-Westfalen. Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei Düsseldorf sowie vom Landeskriminalamt sind Beamte im Rheinland, Bergischen Land, am Niederrhein und im Ruhrgebiet im Einsatz. Laut Mitteilung werden Haftbefehle vollzogen, Vermögen beschlagnahmt sowie Häuser, Wohnungen, Büros und Geschäfte durchsucht. Dabei geht es in einem Verfahren der Staatsanwaltschaft Düsseldorf um den Verdacht des bandenmäßigen Betrugs und der Geldwäsche. Aus ermittlungstaktischen Gründen will die Polizei derzeit keine weiteren Angaben machen.

8.17 Uhr: Deutsche Industrie produziert überraschend weniger

Die deutsche Industrie hat im April weniger produziert als im Monat zuvor. Im Vergleich zu März lag die Gesamtherstellung ein Prozent tiefer, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mittelte. Experten hatten mit einem Zuwachs um 0,4 Prozent gerechnet. Der Rücksetzer folgt auf einen deutlichen Produktionsanstieg im März. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Produktion um 26,4 Prozent. Der starke Anstieg geht auf den Einbruch während der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 zurück. Das Vorkrisenniveau vom Februar 2020 wurde im April um 5,6 Prozent unterschritten.

7.29 Uhr: Zahl der Toten nach Zugunglück in Pakistan steigt auf mehr als 60

Nach dem Zugunglück im Süden Pakistans ist die Zahl der Toten auf mindestens 62 gestiegen. Mindestens 150 Menschen seien verletzt worden, sagte ein lokaler Behördenvertreter. Am Montag war in der Provinz Sindh in der Stadt Ghotki ein Zug entgleist und auf Gleisen daneben zum Liegen gekommen. Kurz darauf rammte ein anderer Passagierzug diesen. Es werde befürchtet, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen könnte. Mehrere Opfer befänden sich noch in kritischem Zustand, sagte der Behördenvertreter. Zur Unglücksursache gab es zunächst keine Angaben. 

7.07 Uhr: Lambrecht: Vorerst keine Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz

Eine Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz ist laut Justiz- und Familienministerin Christine Lambrecht (SPD) in dieser Legislaturperiode gescheitert. Sie sei "zutiefst enttäuscht", dass dieses Vorhaben vorerst nicht umgesetzt werde, erklärte Lambrecht nach der abschließenden Verhandlungsrunde mit den Fraktionen am Montagabend. Union und der Opposition habe "der Wille zur Einigung" gefehlt. Die Regierung hatte Anfang des Jahres einen Gesetzentwurf zur Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz auf den Weg gebracht. Für eine Änderung ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit in Bundestag und Bundesrat erforderlich. 

6.50 Uhr: Castillo liegt bei Stichwahl in Peru knapp vorn – Fujimori erhebt Betrugsvorwürfe

Einen Tag nach der Stichwahl um die Präsidentschaft in Peru ist noch keine Entscheidung in Sicht: Der linksgerichtete Bewerber Pedro Castillo lag nach Auszählung von mehr als 96 Prozent der Stimmen knapp vor seiner Rivalin Keiko Fujimori. Die rechtspopulistische Politikerin, die nach Bekanntgabe der ersten Teilergebnisse in Führung gelegen hatte, erhob Betrugsvorwürfe. Es kann noch mehrere Tage dauern, bis das amtliche Endergebnis der Wahl feststeht. Dem jüngsten Teilergebnis zufolge liegt Castillo bei 50,28 Prozent, während seine Konkurrentin auf 49,72 Prozent kommt.

6.11 Uhr: Erste Regierungsoption in Sachsen-Anhalt vom Tisch – Fraktionen treffen sich im Landtag

Die erste Regierungsoption für Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) ist nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt schon vom Tisch: Der Wahlsieger CDU hatte am Montagabend SPD, FDP und Grüne zu Sondierungsgesprächen eingeladen. Die SPD nahm die Einladung an. Auch die Grünen wollen mit der CDU die Möglichkeit einer Koalition ausloten, allerdings nur mit CDU und FDP. Eine erneute Zusammenarbeit mit den beiden Parteien in einer Kenia-Koalition schließen die Grünen aus, da CDU und SPD auch ohne sie eine Mehrheit hätten und auf die Stimmen der Grünen nicht angewiesen wären.

News von heute: UN-Tribunal bestätigt lebenslange Haft für Ex-General Mladic wegen Völkermords

5.05 Uhr: G7-Staaten zur Freigabe der Impfstoff-Patente aufgefordert

Vor dem G7-Gipfel in Großbritannien am Freitag haben regierungsunabhängige Organisationen die reichen Industrieländer aufgefordert, im Kampf gegen die Pandemie die Patente für Impfstoffe freizugeben. Auch müsse Technologie in ärmere Länder transferiert werden, um dort eine Produktion aufzubauen. "Spenden können marginal helfen, aber die Entwicklungsländer brauchen die Rechte, das Know-how und die Technologie zur eigenen, regionalen Herstellung der Impfstoffe", sagte Jörn Kalinski von Oxfam International der Deutschen Presse-Agentur vor dem Gipfel im britischen Carbis Bay.

4.55 Uhr: Weiterer Oppositionskandidat vor Wahl in Nicaragua inhaftiert

Fünf Monate vor einer Präsidentenwahl geht Nicaraguas Justiz gegen immer mehr Oppositionskandidaten vor: Gegen den früheren Botschafter des mittelamerikanischen Landes in Washington, Arturo Cruz, ist 90 Tage Untersuchungshaft verordnet worden. Einem entsprechenden Antrag habe ein Gericht am Montag wegen des Vorwurfs der "Provokation, Proposition und Verschwörung zur Untergrabung der nationalen Integrität" stattgegeben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Cruz bewirbt sich um die Kandidatur eines Oppositionsbündnisses bei der Wahl im November. Vergangenen Mittwoch war bereits die Oppositionskandidatin und Tochter der Ex-Präsidentin Violeta Barrios de Chamorro, Cristiana Chamorro, unter Hausarrest gestellt worden. 

4.16 Uhr: Europäische Firmen wollen noch stärker auf China setzen

Europäische Firmen in China wollen in Zukunft noch stärker auf Geschäfte in der zweitgrößten Volkswirtschaft setzen. In einer Befragung der EU-Handelskammer in Peking gaben 59 Prozent der Firmen an, darüber nachzudenken, ihre Aktivitäten in China weiter auszubauen. Der Anteil von Unternehmen, die darüber nachdenken, sich aus China zurückzuziehen, erreichte dagegen mit nur neun Prozent einen neuen Tiefststand in der jährlichen Mitgliederbefragung. Die Unternehmen profitierten laut Handelskammer davon, dass China schneller als andere Weltregionen die Corona-Pandemie überwinden konnte und die Wirtschaft bereits im vergangenen Jahr wieder Fahrt aufnahm.

4.05 Uhr: New York plant Großkonzert im Central Park zur "Wiedergeburt" nach Coronakrise

Zu seinem Comeback nach der Coronakrise plant New York ein riesiges Konzert im Central Park. Welche Stars auftreten werden, ist noch nicht bekannt, doch werde es "der Höhepunkt einer erstaunlichen, bemerkenswerten, einmaligen Woche" zur Feier der "Wiedergeburt" von New York City sein, sagte Bürgermeister Bill De Blasio am Montag bei der Ankündigung des Projekts. Viele der 60.000 Eintrittskarten sollen kostenlos vergeben werden, allerdings sind auch VIP-Plätze vorgesehen. 

2.45 Uhr: Mann wird in Wohnung von Wassermassen überrascht und ertrinkt

Ein Mann ist bei Unwettern in Rot an der Rot im Kreis Biberach in seiner Wohnung ums Leben gekommen. Er sei am Montagabend in seiner Wohnung im Untergeschoss eines Mehrfamilienhauses von den Wassermassen überrascht worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Erst Stunden später nachdem das Wasser abgeflossen war, konnten Feuerwehrleute den 65-Jährigen bergen. Insgesamt wurden über 20 Häuser in der Gemeinde durch die Überschwemmungen beschädigt.

0.05 Uhr: Hackerangriff auf US-Pipeline: Ermittler kommen an erpresste Millionen

Nach einem Hackerangriff auf die größte Benzin-Pipeline in den USA und Benzinengpässen in Teilen des Landes haben Ermittler den Großteil einer Lösegeldzahlung in der Digitalwährung Bitcoin wiedererlangt. Sichergestellt worden seien 63,7 Bitcoin im Wert von derzeit etwa 2,3 Millionen US-Dollar, teilte das US-Justizministerium am Montag mit. Dem FBI sei es gelungen, eine digitale Geldbörse (Wallet) zu identifizieren, die Hacker mutmaßlich benutzten, um eine Zahlung des betroffenen Unternehmens einzutreiben, sagte der stellvertretende Direktor der Behörde, Paul Abbate.

reb / fs DPA AFP

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