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Feuer-Katastrophe Popstar Pink spendet eine halbe Million Dollar für Australiens Feuerwehrleute

Auf dem Weg zum Einsatz an Silvester trifft eine Feuerwalze den Truck der Feuerwehr in New South Wales, Australien. Nun berichten die Feuerwehrleute aus dem Lkw von diesem kritischen Moment. "Ich war der diensthabende Offizier im Wagen", sagt Captain Kayle Barton. "Wir waren wegen des Überspringen des Feuers alarmiert worden. Zu der Zeit war es ziemlich chaotisch. Wir mussten das Vorbeiziehen der Feuerfront abwarten. Zunächst einmal. Wenn Sie sich gewundert haben, warum wir in einer so abgelegen aussehenden Gegend unterwegs waren:  Wir hatten wegen einer dringenden Bitte der freiwilligen Feuerwehr den Auftrag, beim Schutz eines Grundstücks und Hauses zu helfen. Wir sollten die Crew am Ende der Straße finden, uns mit ihr zusammentun und Besitz und Leben schützen. Ein Stück weiter sind wir noch gekommen, dann wurde die Situation schlechter. Die Feuerfront kam plötzlich näher, in weniger als 30 Sekunden. Vielleicht 100 Meter in diese Richtung schlugen die Flammen höher als die Baumwipfel und kamen auf uns zu. Wir haben versucht, unseren Wagen zu wenden und rauszukommen, aber da traf die Front uns schon."  Funkverkehr: "Das Feuer kommt, das Feuer kommt. Hört uns jemand auf diesem Kanal? Rot, rot, rot." "Das Feuer kommt. Identifizieren Sie sich und geben Sie ihren roten Alarm durch." Zum Glück haben alle Feuerwehrleute den dramatischen Vorfall unverletzt überlebt.
Schon seit Oktober wüten die Buschbrände auf dem Kontinent, doch nunmehr hat sich die Lage zugespitzt: Allein in New South Wales ist mittlerweile eine Fläche der Größe Belgiens abgebrannt, fast 1000 Häuser wurden zerstört. Mittlerweile hat sich die Zahl der Menschen, die seit dem Ausbruch der ersten Feuer bei den Bränden starben, landesweit auf 17 erhöht. Dutzende Menschen werden vermisst.
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Australien kämpft mit einer verheerenden Feuerkatastrophe. Pop-Sängerin Pink setzt nun ein Zeichen - und ruft auch ihre Fans zum Spenden auf.

Die US-Sängerin Pink, 40, will den Kampf gegen die verheerenden Buschbrände in Australien mit einer halben Million US-Dollar (rund 448.000 Euro) unterstützen. Sie sei beim Anblick der Bilder von den schrecklichen Bränden "völlig verzweifelt", schrieb Pink am Samstag auf Twitter.

Die Spende solle den Feuerwehrleuten, die "an vorderster Front so schwere Arbeit leisten", zufließen. Sie sei in Gedanken bei den Menschen dort, erklärte die mehrfache Grammy-Preisträgerin, die auch Unicef-Botschafterin ist und sich bei der Tierrechtsorganisation Peta engagiert. Pink, die durch Hits wie "Get The Party Started", "Just Like A Pill" oder "Family Portrait" bekannt wurde, war schon öfters in Australien auf Tour gewesen.

Auf ihrem Twitter-Account, dem 32 Millionen Menschen folgen, sowie via Instagram (7,3 Millionen Follower), teilte Pink zudem die Adressen mehrerer lokaler australischer Feuerwehr-Stellen und rief ihre Fans zu Spenden auf. 

Feuer mit verheerenden Auswirkungen

Die Buschfeuer auf dem Kontinent wüten bereits seit Oktober. Die Zahl der Toten stieg inzwischen auf 23, mehrere Menschen werden vermisst. Zudem sind schätzungsweise 500 Millionen Tiere den Feuern zum Opfer gefallen.

Landesweit wüten in Australien derzeit mehr als 300 Feuer, immer wieder werden Ortschaften von den Bränden eingeschlossen. Vor allem im Südosten des Landes herrscht Katastrophenalarm, Städte werden evakuiert, Tausende Menschen fliehen.

Australiens Premierminister Scott Morrison steht wegen seines Krisenmanagements sowie seiner Klimapolitik in der Kritik. Er gilt als Unterstützer der Kohle-Industrie. Seinen Hawaii-Urlaub, den er mitten in der Krise antrat, musste er nach massiver Kritik abbrechen. Beim Besuch eines betroffenen Feuergebiets wurde er von Bewohnern vergangene Woche vor laufenden Kameras beschimpft.

bak DPA

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