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Russischer Geheimdienst: Bombe hat Absturz von russischer Maschine verursacht

Jetzt ist es offiziell: Der russische Geheimdienst FSB hat bekannt gegeben, dass der Absturz der Passagiermaschine über dem Sinai ein Terroranschlag war. Putin droht den Tätern mit Vergeltung.

Abgestürzter russischer Airbus

Ägyptische Soldaten untersuchen ein Wrackteil des abstürzten russischen Airbus im Sinai, bei dem all 224 Passagiere ums Leben kamen

Der Absturz der russischen Passagiermaschine über Ägypten ist nach Erkenntnissen des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB von einer Bombe an Bord verursacht worden. Die selbst gebaute Bombe habe eine Sprengkraft von bis zu 1,5 Kilogramm TNT gehabt, sagte FSB-Chef Alexander Bortnikow am Dienstag der Agentur Interfax zufolge in Moskau.

"Man kann sagen, es war ein Terrorakt", teilte Bortnikow mit. An den Trümmern des am 31. Oktober abgestürzten Airbus A321 und an Gepäckstücken seien Spuren von Sprengstoff festgestellt worden. Das Flugzeug auf dem Weg von Scharm el Scheich nach St. Petersburg sei in der Luft zerbrochen. Bei dem Absturz waren alle 224 Menschen an Bord ums Leben gekommen.


Putin droht mit Vergeltung

Der russische Präsident Wladimir Putin drohte den Tätern bei einem Treffen mit Bortnikow mit Vergeltung. "Russland wird (...) sein Recht auf Selbstverteidigung in Anspruch nehmen", betonte der Kremlchef.

Nach dem Absturz hatte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in einem nicht zu verifizierenden Video die Verantwortung für den Vorfall übernommen. Die Möglichkeit eines Anschlags war bereits kurz nach dem Absturz diskutiert worden.

tis / DPA