HOME

Terrorismus in Pakistan: Mindestens 38 Menschen sterben nach Selbstmordanschlägen

Eine Prozession von schiitischen Gläubigen hat in der ostpakistanischen Stadt Lahore ein tragisches Ende gefunden. Drei Selbstmordattentäter sprengten sich inmitten der Menschen in die Luft. Aktuell sprechen die Behörden von 25 Toten und etwa 300 Verletzten; die Zahlen dürften im Laufe des Tages noch mehrmals korrigiert werden.

Nach der Anschlagsserie auf eine Prozession schiitischer Muslime in der ostpakistanischen Millionenstadt Lahore ist die Zahl der Toten auf mindestens 38 gestiegen. Wie Rettungskräfte am Donnerstag mitteilten, erlagen in der Nacht weitere Menschen ihren Verletzungen. Zunächst hatten die Behörden die Zahl der Toten mit 25 angegeben. Etwa 300 Menschen wurden verletzt, als sich am Mittwochabend innerhalb von 20 Minuten drei Selbstmordattentäter inmitten der Gläubigen in die Luft sprengten. Zu der Tat bekannte sich eine sunnitische Extremistengruppe mit Verbindung zu den Taliban.

Nach den Anschlägen kam es in Lahore zu Ausschreitungen. Nach pakistanischen Medienberichten setzten aufgebrachte Schiiten eine Polizeistation und zahlreiche Autos in Brand. Am Donnerstag blieben Geschäfte und Schulen geschlossen. Gegen Angehörige der schiitischen Minderheit in Pakistan werden immer wieder Terroranschläge verübt.

Lahore, die zweitgrößte Stadt Pakistans, war in den vergangenen Monaten wiederholt Ziel blutiger Attentate. Anfang Juli starben mehr als 40 Menschen bei einem Doppelanschlag auf einen muslimischen Schrein. Ende Mai wurden etwa 80 Menschen bei Angriffen auf Moscheen der muslimischen Ahmadiyya-Minderheit getötet.

DPA / DPA