HOME

Wiederaufbau: Haiti will Führungsrolle selbst übernehmen

Haiti will nach der Erdbebenkatastrophe die Führungsrolle beim Wiederaufbau des Landes selbst übernehmen. Dies erwarteten die Bürger, und dazu sei die Regierung in der Lage, erklärte Ministerpräsident Jean-Max Bellerive am Montag bei einem Treffen der internationalen Gemeinschaft in Montreal zur Lage im Erdbebengebiet.

Haiti will nach der Erdbebenkatastrophe die Führungsrolle beim Wiederaufbau des Landes selbst übernehmen. Dies erwarteten die Bürger, und dazu sei die Regierung in der Lage, erklärte Ministerpräsident Jean-Max Bellerive am Montag bei einem Treffen der internationalen Gemeinschaft in Montreal zur Lage im Erdbebengebiet. Die USA luden bei dem Treffen für März zu einer Geberkonferenz nach New York in das UN-Hauptquartier ein.

An dem Treffen in Kanada nahmen Außenminister zahlreicher Staaten und Vertreter internationaler Organisationen teil. US-Außenministerin Hillary Clinton erklärte, es sei wichtig, den Haitianern nicht die Prioritäten beim Wiederaufbau zu diktieren. Sie bezeichnete das Treffen als "Beginn eines Gesprächs" über die Zukunft Haitis, die Jahre andauern werde. In einer gemeinsamen Erklärung der teilnehmenden Staaten hieß es, dass ein zunächst zehnjähriges Engagement von entscheidender Bedeutung sei.

Bellerive sagte, Haiti sei in erheblichem Maße auf die Hilfe von außen angewiesen. Der Exodus zahlreicher Menschen aus der Hauptstadt Port-au-Prince führe dazu, dass die Lage völlig neu eingeschätzt werden müsse. 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts seien bei dem Beben verloren gegangen. Er räumte auch ein, dass es bislang nicht gelungen sei, alle Menschen mit Nahrung und Wasser zu versorgen.

Rot-Kreuz-Sprecher Paul Conneally erklärte nach seiner Rückkehr aus Haiti in Genf, ein völlig neues Port-au-Prince müsse geplant werden. Dies werde mindestens eine Generation in Anspruch nehmen.

Wie Tausende seiner Landsleute wird der haitianische Präsident René Préval demnächst in einem Zelt leben müssen. Auch sein Haus wurde bei dem verheerenden Erdbeben am 12. Januar zerstört. Nach Schätzungen der UN wurden bei dem Beben rund eine Million Menschen obdachlos. Die meisten müssen derzeit unter Bettlaken, Kartons oder Plastikplanen Schutz suchen. Préval werde in ein Zelt im Garten des eingestürzten Nationalpalastes ziehen, sagte am Montag Tourismusminister Patrick Delatour, der auch für den Wiederaufbau verantwortlich ist. Der Präsident appellierte am Montag, Flugzeuge, die Zelte brächten, sollte eine vorrangige Landeerlaubnis bekommen.

Brasilianische Soldaten begannen unterdessen damit, am Stadtrand von Port-au-Prince eine riesige Zeltstadt aufzubauen. Sie planierten rund fünf Hektar Land nördlich der Stadt. Es soll die erste von rund einem halben Dutzend Zeltstädten werden, die vor der Regen- und Hurrikansaison im Sommer fertig sein müssen.

Vor dem Nationalpalast überrannten hungernde Menschen UN-Soldaten, die Nahrungsmittel verteilten. Die Soldaten mussten sich zurückziehen, hunderte junge Männer drängten Wartende beiseite und griffen sich Säcke mit Bohnen und Reis. Tausende Menschen gingen leer aus.

Mit einem Sonderkonzert in Los Angeles sammelte die Band Radiohead mehr als 500.000 für die Haiti-Hilfe. Die Gruppe spielte dafür am Sonntagabend mehr als zwei Stunden vor rund 1.300 Fans im Henry Fonda Theatre. Die Eintrittskarten zu dem Konzert wurden online versteigert. Der Preis für ein Paar Tickets stieg dabei auf bis zu 4.000 Dollar. Der Minimumpreis lag bei 475 Dollar (335 Euro).

Der Schauspieler John Travolta brachte mit seinem eigenen Flugzeug vier Tonnen Hilfsgüter nach Haiti. An Bord der von dem 55-Jährigen selbst geflogenen Boeing 707 befanden sich außerdem ein Ärzteteam und Mitglieder der Organisation Scientology.

APN / APN
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.