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Unwetter über Deutschland: Schwere Gewitter behindern Flugverkehr in Frankfurt

Flugausfälle in Frankfurt +++ Rekord-Staus in NRW und massive Bahnausfälle +++ Rekordtemperaturen in Brandenburg +++ Alle Meldungen zur aktuellen Wetterlage im stern-Ticker.

Eine Unwetterfront zieht über die südliche Region Hannovers hinweg, als ein Blitz in Laatzen einschlägt

Eine Unwetterfront zieht über die südliche Region Hannovers hinweg, als ein Blitz in Laatzen einschlägt

DPA

Die Woche begann für einige Regionen in Deutschland mit Blitz, Donner und Hitze. In Nordrhein-Westfalen hatten Pendler auf dem Weg zur Arbeit wegen der Gewitter mit Zugausfällen und Verspätungen zu kämpfen. Auf den Autobahnen staute sich der Verkehr zeitweise auf etwa 300 Kilometern. Zwischen Ruhrgebiet und Rheinland lief der Bahnverkehr nach einem Blitzeinschlag in Mülheim mehrere Stunden nur stark eingeschränkt. Für Brandenburg waren 35 Grad Hitze angekündigt. In Berlin-Grunewald brannten am frühen Montagnachmittag etwa 20 000 Quadratmeter Waldboden und Unterholz. 

Der stern-Ticker hält Sie über die aktuelle Unwetter-Lage in Deutschland auf dem Laufenden:

+++ 17.27 Uhr: Hangrutsch und umgestürzte Bäume nach Unwetter im Raum Pforzheim +++

Überflutete Straßen, umgestürzte Bäume und vom Wasser hochgedrückte Gullydeckel: Ein heftiges Unwetter ist am Montagnachmittag im Raum Pforzheim niedergegangen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) schätzt, dass punktuell bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter fielen. Nach Angaben der Polizei musste zwischen Pforzheim-Dillweißenstein und Unterreichenbach kurzfristig auch eine Straße nach einem Hangrutsch gesperrt und gesäubert werden. Dadurch kam es zu Verkehrsbehinderungen. In Pforzheim fiel ein Baum auf zwei Fahrzeuge. Verletzt wurde dabei niemand. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz.

+++ 16.46 Uhr: Waldbrände in Brandenburg +++

Waldbrände an mehreren Orten in Brandenburg behindern teilweise den Verkehr auf den Autobahnen. Die westliche A10 ist wegen eines Waldbrandes zwischen Dreieck Havelland und Falkensee voll gesperrt. Wegen des dichten Rauches ist in diesem Bereich kaum etwas zu sehen, meldet der RBB24. Starke Sichtbehinderung durch Rauch gibt es wegen eines Waldbrandes auch auf der nördlichen A 10 im Bereich der Anschlussstelle Wolfslake.  Laut einer amtlichen Gefahrenmeldung sollen Autofahrer die Fenster geschlossen halten und eine Rettungsgasse bilden. Außerdem sollten Lüftungs- und Klimaanlagen abgeschaltet werden.

+++ 16.27 Uhr: Flugausfälle in Frankfurt am Main wegen Gewitters +++

Tief "Frank" hat mit Gewittern die ersten Spuren hinterlassen. Am Flughafen in Frankfurt am Main kam es zu Störungen im Betriebsablauf und einzelnen Flugausfällen und Verspätungen, wie Deutschlands größter Airport mitteilte. Die Zahl der insgesamt gestrichenen und verspäteten Flüge war zunächst unklar. Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach warnte vor teils kräftigen Gewittern, Starkregen, Hagel und Sturmböen auf einem breiten Streifen von Baden-Württemberg bis zur Ostsee. Es seien bis zu drei Zentimeter dicke Hagelkörner zu erwarten. 

+++ 12.29 Uhr: Am Dienstag lassen Gewitter nach +++

Nach einem teils gewittrigen Wochenstart beruhigt sich das Wetter am Dienstag wieder ein wenig. Neben einzelnen Wolken scheint bei Höchstwerten zwischen 26 und 33 Grad häufig auch die Sonne, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. Nur im äußersten Norden bleibe es demnach mit 18 bis 25 Grad kühler. Dort könnten sich auch dichtere Wolken vor die Sonne schieben. Schauer und Gewitter sind laut Vorhersage am Dienstag vor allem noch im östlichen Bergland und an den Alpen möglich. 

+++ 10.55 Uhr: Rekord-Staus und Bahn-Chaos in NRW +++

Auf den Autobahnen Nordrhein-Westfalens gab es am Morgen Staus, die sich nach Angaben des WDR auf teilweise über 300 Kilometer Länge summierten.  Durch den Regen entschieden sich viele Pendler für das Auto, zudem setzte Starkregen ein, der die Lage noch verschlimmerte. Zusätzlich meldete die Deutsche Bahn am frühen Morgen eine Signalstörung durch einen Blitzschlag im Stellwerk in Mülheim-Styrum. Die führte zu erheblichen Problemen auf der Hauptachse im Bahnverkehr zwischen Duisburg und Dortmund. Zeitweise ging etwa am Hauptbahnhof Essen so gut wie nichts.

+++ 8.22 Uhr: Gewitterfront zieht über Deutschland - Hitzewarnung für den Osten +++

Teils starke Gewitter sind von Westen her nach Deutschland gezogen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Montagmorgen vor teils kräftigem Gewitter mit Starkregen, Hagel und einzelnen Sturmböen vor allem in den westlichen Regionen Deutschlands. Auf dem Wetterportal "kachelmannwetter.de" waren zahlreiche Blitze vor allem im Rheinland, im Ruhrgebiet und südlich von Bremen verzeichnet.

Die Einsatzkräfte in Duisburg rückten in der Nacht zum Montag fünfmal wegen umgestürzter Bäume aus. Mehrere Autos seien beschädigt worden, Menschen wurden demnach aber nicht verletzt. Im Kreis Kleve waren zahlreiche Haushalte am Sonntagabend einem Polizeisprecher zufolge kurzzeitig von einem vermutlich sturmbedingten Stromausfall betroffen. 

Starke Gewitter gab es auch in Düsseldorf, Mönchengladbach, Essen und Münster - nach Angaben der örtlichen Feuerwehren verliefen diese jedoch glimpflich und ohne größere Einsätze. Die DWD-Meteorologen erwarteten, dass die Gewitter im Laufe des Montags weiter nach Osten ziehen. In einem breiten Streifen von Baden-Württemberg bis zur Ostsee sei mit teils kräftigen Gewittern, Starkregen, Hagel und Sturmböen zu rechnen. In Sachsen-Anhalt etwa seien kräftige Hitzegewitter mit Starkregen und Hagel möglich.

tis / DPA