Raumfähre "Endeavour" ist beschädigt


Nach dem Andocken der US-Raumfähre "Endeavour" an die Internationale Raumstation ISS sind Schäden am Hitzeschild des Shuttle entdeckt worden. Fotos zeigten einen etwa 7,5 mal 7,5 Zentimeter großen Defekt an einer der hitzebeständigen Kacheln an der Unterseite der Raumfähre. Offenbar waren nicht Schaumstoffstücke der Grund.

Der Schaden soll voraussichtlich am Sonntag genauer mit Hilfe von Lasern untersucht werden, um ermessen zu können, wie schwerwiegend er ist. Dann werde entschieden, ob eine Reparatur notwendig ist, sagte Shannon.

Unterdessen begann für die Shuttle-Crew der Arbeitsalltag im Weltraum. Kurz nach dem Koppelmanöver am Freitag um 20.02 Uhr MESZ wurde per Roboterarm ein tonnenschweres Verbindungsteil aus dem Laderaum der Raumfähre geholt und einem Greifarm der ISS übergeben. Das Verbindungsstück, an dem später ein weiteres Segment mit neuen Sonnensegeln angedockt wird, soll während des ersten Außeneinsatzes während dieser Shuttle-Mission am Samstag installiert werden.

Schaden durch Eisstücke?

Laut Shannon wird inzwischen vermutet, der Schaden am Hitzeschild könnte durch Eisstücke beim Start entstanden sein. Zuvor waren die Experten der US-Weltraumbehörde NASA davon ausgegangen, kleine Stücke der Schaustoffisolierung am 50 Meter hohen Außentank seien durch die Urkräfte beim Abheben abgeplatzt und hätten den Orbiter gestreift. Zunächst waren aber keine Schäden festgestellt worden.

Ein beim Start vom Außentank abgefallenes Stück Schaumstoff hatte am 1. Februar 2003 zum Auseinanderbrechen der Raumfähre "Columbia" geführt, weil Hitzekacheln durch den Aufprall schwer beschädigt waren. Alle sieben Astronauten kame um. Nach ihrem letzten Flug vom November 2002 wurde die "Endeavour" von Grund auf erneuert.

Die NASA zeigte sich mit der jüngsten "Endeavour"-Mission ansonsten hoch zufrieden. "Wir hatten ein großartigen Tag im All. Es war ein fehlerfreies Rendezvous", sagte Shuttle-Flugdirektor Matt Abbott zum Andockmanöver. "Alles hat wie am Schnürchen geklappt."


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