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Diskussion: Klonen oder Nichtklonen

Die Herstellung menschlicher Klon-Embryonen in Südkorea hat eine Diskussion über die deutsche und internationale Gesetzeslage entfacht.

Die Herstellung menschlicher Klon-Embryonen in Südkorea hat eine Diskussion über die deutsche und internationale Gesetzeslage entfacht. Der Molekularmediziner Prof. Detlev Ganten sprach sich am Freitag für eine Lockerung in Deutschland aus. Die SPD-Gentechnikexpertin Margot von Renesse sieht dagegen keinen Bedarf, das deutsche Embryonenschutzgesetz zu ändern. Die Kirchen lehnten derartige Experimente einhellig ab. Die südkoreanischen Forscher haben unterdessen angekündigt, ihre Arbeit patentieren zu lassen.

Das Team hatte erstmals Stammzellen aus menschlichen Klon- Embryonen gewonnen. Diese entwickelten sich unter anderem zu Vorläufern von Nerven, Muskeln, Bindegewebe und Knorpel. Ziel sei nicht, Klonbabys herzustellen, betonte Woo Suk Hwang von der Seouler Nationaluniversität. Das US-Unternehmen Geron Corporatin in Menlo Park (Kalifornien) glaubt, schon im kommenden Jahr eine Genehmigung von der US-Gesundheitsbehörde FDA zu bekommen, um an Querschnittsgelähmten erste entsprechende Therapieversuche zu starten.

Sind Sie für ein Verbot des therapeutischen Klonens zwecks Gewinnung von Stammzellen?

Bundesforschungsministerin Bulmahn lehnt Gesetzesänderung ab

Die SPD-Bundestagsabgeordnete von Renesse räumte zwar ein, dass der Druck auf den deutschen Gesetzgeber steigen könnte, wenn es im Ausland zu therapeutischen Erfolgen käme. Sie gehe allerdings davon aus, dass es dann auch Alternativen in der medizinischen Forschung geben wird, die einen Verbrauch von Embryonen überflüssig machen, sagte sie dem Inforadio Berlin-Brandenburg. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) hatte bereits am Donnerstag eine Gesetzesänderung klar ausgeschlossen.

Ganten kritisierte, dass Forscher in Deutschland nur Stammzelllinien verwenden dürfen, die vor dem 1. Januar 2002 gewonnen wurden. Das Material sei so alt, dass es sich für Wissenschaftler kaum lohne, in Deutschland zu forschen, sagte Ethikratmitglied Ganten dem DeutschlandRadio Berlin. Er warnte ebenso wie von Renesse und der Mannheimer Medizinrechtler Jochen Taupitz vor zu großen Hoffnungen in die Stammzellforschung. Ganten sagte, das Experiment in Korea sei noch "weit entfernt von der Anwendung".

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, kritisierte das südkoreanische Experiment als unverantwortlich. "Wirklicher Fortschritt zeigt sich darin, dass der Mensch Handlungsweisen auswählt, die er verantworten kann. Das Klonen gehört nicht zu diesen Handlungsweisen." Der Münchner Kardinal Friedrich Wetter sagte, der Mensch dürfe sich in seinem Forscherdrang nicht zum Herrn über Leben und Tod machen. "Die Realität ist: Menschliches Leben wird gezüchtet und zugleich für Forschungszwecke vernichtet."

Mitglied des Ethikrates fordert weltweites Verbot des Klonens von Menschen

Taupitz forderte ein weltweites Verbot des Klonens von Menschen zu Fortpflanzungszwecken. "Missbrauch lässt sich nicht ganz ausschließen. Eine weltweite Ächtung des reproduktiven Klonens wäre deshalb wichtig, damit möglichst viele Länder gegen jegliche Versuche vorgehen", sagte Taupitz, der auch Mitglied des nationalen Ethikrates ist, dem "Mannheimer Morgen" (Freitagausgabe). Dass dies bislang nicht gelungen sei, liege an der Haltung einiger Staaten, sowohl das reproduktive als auch das therapeutische Klonen verbieten zu wollen. Auch Deutschland hatte sich für ein totales Klonverbot ausgesprochen. Die Vereinten Nationen hatten die Entscheidung über ein Klonverbot Ende vergangenen Jahres vertagt.

Der Berliner Biotechnologe Ganten verteidigte die Forschung an embryonalen Stammzellen. Wer den Weg der Zellentwicklung verstehen wolle, dürfe nicht auf adulte (erwachsene) Zellen eingegrenzt werden. Welche Stammzellen eines Tages wichtiger würden, lasse sich noch nicht voraussagen. Seit dem Inkrafttreten des deutschen Gesetzes sind laut Ganten hier zu Lande erst sieben Experimente genehmigt worden. Er forderte weltweit einheitliche Regelungen für die Forschung mit menschlichen Stammzellen.

Ganten sprach sich klar gegen die Herstellung von Klonbabys aus. Das so genannte reproduktive Klonen wolle kein vernünftiger Wissenschaftler, es sei ethisch nicht gerechtfertigt. Die Stammzellgewinnung aus menschlichen Embryonen in Südkorea würdigte Ganten als ein "wichtiges wissenschaftliches Ergebnis". Der Schritt bedeute aber nicht, dass man mit dieser Technik einen Embryo in eine Gebärmutter einpflanzen und somit einen Menschen herstellen könne, sagte Ganten dem Deutschlandradio.

Südkoreanische Forscher dämpfen Erwartungen auf baldige Therapie

Nach dem Klon-Experiment südkoreanischer Wissenschaftler werden die Zukunftschancen von Therapien mit Stammzellen aus geklonten Embryos kontrovers beurteilt. Der südkoreanische Forscher Shin Yong Moon, der mit seinem Kollegen Woo-Suk Hwang erstmals Stammzellen aus menschlichen Klon-Embryonen gewonnen hatte, räumte selbst ein, für unheilbar Kranke gebe es auf diesem Weg noch keine Aussicht auf baldige Rettung. "Es werden noch mindestens zehn Jahre vergehen, wenigstens", bekräftigte er in einem dpa-Gespräch am Freitag in Seattle (US-Bundesstaat Washington).

Hwang hofft, einmal Patienten in aller Welt mit Stammzellen heilen zu können. "Wir haben das Patentrecht bereits beantragt", sagte er. Die Stammzellen aus Klon-Embryonen können sich unter anderem zu Vorläufern von Nerven, Muskeln, Bindegewebe und Knorpeln entwickelten. Die Forscher hatten weltweit erstmals menschliche Stammzellen aus einem Klon-Embryo gewonnen.

Deutsche Forscher äußerten die Befürchtung, von asiatischen Wissenschaftlern in dem Bereich überrundet zu werden und ins Hintertreffen zu geraten. Deutschland und andere europäische Länder verbieten therapeutisches Klonen aus ethischen Erwägungen. Der Kölner Stammzellforscher Jürgen Hescheler sagte dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel": "Es wird ethisch immer schwieriger, durch Verbote den medizinischen Fortschritt zu blockieren. Die Leute müssen dann später ins Ausland gehen, um sich behandeln lassen zu können." Das therapeutische Klonen müsse auch in Deutschland fortentwickelt werden, forderte der Molekularmediziner Prof. Detlev Ganten erneut.

Hirnforscher Wiestler: Therapeutisches Klonen ist ein "Irrweg"

Der Hirnforscher Otmar Wiestler hingegen, der zu den ersten deutschen Forschern zählte, die mit importierten embryonalen Stammzellen arbeiteten, sagte der "Süddeutschen Zeitung": "Das "therapeutische Klonen" wird in meinen Augen nie zur Therapie eingesetzt werden. Es ist ein Irrweg." Bei der auf diese Weise herbeigeführten Gewinnung von Spenderzellen für Zellverpflanzungen gebe es zu viele genetische Defekte. Für eine neue Debatte über gesetzliche Grundlagen sei es aus Forschungssicht derzeit noch zu früh.

Beim therapeutischen Klonen möchten die Forscher Stammzellen aus einem Embryo gewinnen, der allein zu Therapiezwecken erzeugt und dann zerstört wird. Ziel ist es, neues Gewebe mit dem Erbgut eines Patienten zu züchten, das nicht vom Immunsystem abgestoßen wird.

DPA

18jähriger Kater und Welpe geht das?
Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich eigentlich nicht So gut auf Hunde zu sprechen also wenn ein Hund an seinem Garten vorbeigeht springt er schon hinterm Zaun ein bisschen hoch und fängt an zu fauchen. Denkt ihr nicht das Man wird vorsichtiger Eingewöhnung es schaffen könnte dass die beiden sich verstehen? LG und danke im Voraus