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200 Tote in nigerianischer Stadt Boko Haram richtet wahllos Menschen hin


Bewaffnete Mitglieder der nigerianische Terrororganisation Boko Haram haben über Nacht die Stadt Gamboru Ngala überfallen und willkürlich 200 Menschen getötet. 16 von ihnen waren Polizisten.

Bei einem neuen schweren Angriff der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram sind im Nordosten Nigerias mehr als 200 Menschen getötet worden. Wie die Zeitung "Daily Trust" am Mittwoch berichtete, überfielen bewaffnete Männer in der Nacht zum Dienstag die Bezirkshauptstadt Gamboru Ngala im Bundesstaat Borno und ermordeten wahllos Einwohner. "Die Leute zählen noch immer die Leichen. Bisher sind es 200, aber es gibt noch viel mehr", sagte der Lokalpolitiker Abdulrahman Terab.

Unter den Opfern sollen auch 16 Polizisten sein. "Die Angreifer haben den größten Markt des Ortes zerstört und zahlreiche Waren verbrannt, die für den Export gedacht waren", berichtet ein Augenzeuge. Andere erzählen, dass 250 Wohnhäuser zerstört worden seien.

Die Boko Haram verübt immer wieder schwere Anschläge vor allem im Norden Nigerias, wo die Gruppe einen Gottesstaat errichten will. Sie hatte sich auch zur Entführung von über 200 Mädchen aus einer Schule im Dorf Chibok bekannt. Drei Wochen nach der Tat fehlt von ihnen weiter jede Spur. Anfang dieser Woche verschleppten Boko-Haram-Kämpfer weitere Mädchen in der gleichen Region. Nach einem Bericht der Zeitung "Vanguard" wurden dabei elf Mädchen gekidnappt.

awö/DPA DPA

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