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Alliierte Gedenkfeiern: Bush gedenkt gefallener US-Soldaten

US-Präsident George W. Bush hat am Sonntag in den Niederlanden den amerikanischen Toten des Zweiten Weltkriegs seinen Respekt erwiesen: "Ich ehre eine Generation, die gewaltige Opfer erbracht hat".

US-Präsident George W. Bush will im Zuge der Feierlichkeiten zum 60jährigen Kriegsende zusammen mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Jan Peter Balkenende und Königin Beatrix einen Friedhof für US-Kriegsgefallene nahe Maastricht besuchen. Dort sind rund 8300 US-Soldaten begraben. "Ich ehre eine Generation, die gewaltige Opfer erbracht hat, damit meine Generation in einer freien Welt aufwachsen konnte", sagte Bush bei einem Treffen mit Studenten vor dem Besuch des drittgrößten US-Soldatenfriedhofs in Europa. Bush traf am Sonntagmorgen in Valkenberg zunächst mit Ministerpräsident Jan Pieter Balkenende zusammen. Dessen rechtsliberale Regierung ist ein fester Verbündeter der USA. Das Gedenken auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof Margraten bei Maastricht ist Teil der Gedenkveranstaltungen zum 60. Jahrestag des Kriegsendes. Nach der Ehrung der dort beerdigten Soldaten wollte Bush auch mit niederländischen und amerikanischen Veteranen sprechen.

Putin soll von Balten Demokratie lernen

Die Niederlande sind die zweite Station der Europareise, die den US-Präsidenten am Samstag zunächst nach Lettland geführt hat. In der Hauptstadt Riga bezeichnete Bush die sowjetische Herrschaft über Osteuropa nach dem Zweiten Weltkrieg als Unrecht von historischer Dimension. Er räumte aber auch eine Mitschuld Großbritanniens und der USA ein, die die sowjetische Annexion des Baltikums gebilligt hätten. Gleichzeitig forderte er die baltischen Staaten auf, sich aktiv für die Freiheit ihrer Nachbarländer einzusetzen. Sie könnten dabei helfen, auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin von den Werten der Demokratie zu überzeugen.

Am Sonntagabend wurde Bush in Moskau erwartet, wo er am Montag an den Moskauer Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag des Kriegsendes in Europa teilnehmen wird. Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder fliegt dazu nach Moskau. Als einziges Staatsoberhaupt der baltischen Republiken wird die lettische Präsidentin Vaira Vike-Freiberga an der Moskauer Gedenkfeier teilnehmen; die Staatschefs von Estland und Litauen, Arnold Ruutel und Valdas Adamkus, boykottieren die Veranstaltung aus Protest gegen die russische Haltung zur Annexion des Baltikums im Jahr 1945.