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Anschlagsserie in Boston: Tote und Verletzte nach Explosionen beim Marathon

Terroralarm in Boston: Beim Marathonlauf sind zwei Bomben explodiert. Zwei Menschen wurden nach Polizeiangaben getötet, Dutzende verletzt.

In der US-Großstadt Boston im Bundesstaat Massachusetts sind durch mehrere Bombenanschläge mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. 49 weitere sollen verletzt worden sein. Die Zeitung "The Boston Globe" berichtet sogar von mehr als 100 Verletzten. Die amerikanische Luftverkehrsbehörde FAA verhängte eine Flugverbotszone über Boston.

Zwei der Explosionen ereigneten sich an der Strecke des Marathonslaufes. Eine dritte an der John-F.-Kennedy-Bibliothek der Stadt, sagte Polizeisprecher Ed Davis zunächst. Später relativierte die Polizei ihre Angaben: Der Vorfall an der Bibliothek scheine in Zusammenhang mit einem Feuer zu stehen, teilte sie über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Es handele sich um eine andauernde Gefahrenlage, sagte Davies. Die Menschen in Boston sollten nach Hause zurückkehren und abwarten, bis die Polizei Entwarnung gebe. Es habe sich um genau geplante Anschläge gehandelt, berichtet CNN unter Berufung auf einen Behördenvertreter. Nach Aussage der Polizei gab es vor den Explosionen keine Drohungen vor einem Anschlag.

"Es fühlte sich an wie eine riesige Kanone"

Die Explosionen ereigneten sich, als Läufer gerade die Ziellinie überquerten. Die ersten Läufer hatten das Rennen bereits beendet. Augenzeugen berichteten, die Menschen seien in Panik weggerannt. "Es fühlte sich an wie eine riesige Kanone", sagte ein Mann.

CNN zeigte Bilder einer Rauchsäule und fliehender Läufer und Zuschauer. Am Boden waren Blutflecken zu sehen. Mehrere Läufer wurden offenbar durch die Wucht der Explosion zu Boden gerissen.

Polizei verschärft Sicherheitsvorkehrungen in New York

US-Präsident Barack Obama wurde nach Angaben des Präsidialamts umgehend über den Vorfall informiert. Die Regierung werde jede Hilfe zur Verfügung stellen, die bei den Ermittlungen benötigt werde.

In der Millionenmetropole New York verstärkte die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen. Hotels und bekannte Gebäude würden bis auf Weiteres strenger bewacht, berichten US-Medien unter Berufung auf einen Polizeisprecher. Die verstärkte Polizeipräsenz würde mindestens so lange aufrechterhalten, bis Näheres über den Vorfall in Boston bekannt sei.

Der Boston-Marathon ist eine der wichtigsten Lauf-Veranstaltungen weltweit mit rund 20.000 Teilnehmern und wird von rund einer halben Million Zuschauern verfolgt.