Ansprache Bush fordert Einigkeit im Kampf gegen den Terror


US-Präsident George W. Bush hat die Welt zur Einigkeit im Kampf gegen den Terrorismus aufgerufen. Die Anschläge von Madrid belegten, dass sich die zivilisierte Welt im Krieg gegen den Terrorismus befindet.

US-Präsident George W. Bush hat die Welt zur Einigkeit im Kampf gegen den internationalen Terrorismus aufgerufen. Die Anschläge von Madrid belegten, dass sich die zivilisierte Welt im Krieg gegen den Terrorismus befindet, sagte Bush in seiner Rede am Vorabend des Jahrestages des Kriegsbeginns im Irak vor Botschaftern von 84 befreundeten Staaten in Washington.

Bush rechtfertigte erneut den Krieg im Irak als wesentlichen Beitrag im Kampf gegen die Feinde von Freiheit und Menschenwürde. Ein freier Irak sei für die Terroristen "ein verheerender Rückschlag für ihren Anspruch, den Nahen Osten zu tyranisieren". Nun sei es eines der vorrangigen Ziele der Terroristen, Demokratie im Irak zu verhindern. Dies ändere aber nichts an der Entschlossenheit der USA und ihrer Verbündeten.

Keine Neutralität zwischen Zivilisation und Terror

In dem Kampf gegen die "mörderische Bedrohung durch den internationalen Terrorismus" könne es "keine Neutralität geben zwischen der Zivilisation und dem Terror, weil es keine Neutralität geben kann zwischen Gut und Böse, Freiheit und Sklaverei, Leben und Tod", sagte Bush.

Bush hob Deutschlands Beitrag hervor

Ein Separatfriede mit den Terroristen sei nicht vorstellbar, meinte Bush. Keine Konzession werde die Terroristen beschwichtigen können. Jedes Zeichen der Schwäche oder des Rückzugs sei eine Einladung zu noch mehr Terror und Gewalt. "Der einzig sichere Weg, unsere Völker zu schützen, ist einiges und entschlossenes Handeln". Die Werte der freien Welt - Toleranz, Freiheit und Gedankenfreiheit - seien es wert, verteidigt zu werden. Bush würdigte den Beitrag der 84 vertretenen Nationen im Kampf gegen den Terror, auch wenn nicht alle Staaten an allen Missionen teilnähmen. Der US-Präsident hob den Beitrag Deutschlands für den Stabilisierungsprozess in Afghanistan hervor. Auch der deutsche Botschafter in den USA, Wolfgang Ischinger, war bei der Rede von Bush im Weißen Haus dabei.

Allianz steht

Die Differenzen zwischen den USA und befreundeten Staaten über den Irak-Krieg gehören nach den Worten von Bush der Vergangenheit an. Es gebe heute Einigkeit, dass es gut sei, dass mit dem Fall des Diktators Saddam Hussein eine Quelle von Gewalt, Aggression und Instabilität im Nahen Osten beseitigt worden sei.

Der Kampf gegen den Terrorismus müsse unvermindert weitergehen. "Unsere Koalition sendet eine unmissverständliche Botschaft an die Terroristen", sagte Bush. Der US-Präsident warnte vor gefährlichen Koalitionen zwischen Terrororganisationen und Staaten mit Massenvernichtungswaffen.


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