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Appell an Griechenland Hollande fordert Griechenland auf Schulden zu begleichen


Der neue französische Präsident hat einen Appell an Griechenland gerichtet. Er fordert Verpflichtungen gegenüber Geldgebern nachzukommen und warnt vor einer Kündigung des Sparporgramms. Die Wahlen im EU Mitgliedstaat am 17. Juni sind entscheidend für den Verbleib in der Eurozone.

Frankreichs Präsident François Hollande hat die Griechen dazu aufgerufen, ihre Verpflichtungen gegenüber den internationalen Geldgebern zu erfüllen. Wenige Tage vor der entscheidenden Parlamentswahl am 17. Juni warb er für den Verbleib des Landes im Euroland. Sollten die Zusagen nicht eingehalten werden, könnte Griechenland gezwungen werden, das Euroland zu verlassen, sagte Hollande dem griechischen Mega am Mittwochabend. Das Interview wurde am Donnerstag in der Athener Zeitung "Ta Nea" veröffentlicht.

"Wenn der Eindruck entsteht, die Griechen wollen das Vereinbarte nicht einhalten, dann wird es Länder in der Eurozone geben, die es bevorzugen werden, die Präsenz Griechenlands im Euro(Land) zu beenden", sagte Hollande. Er machte den Griechen Hoffnung, dass ihre Wirtschaft nicht weiterhin schrumpfen werde. "Wir werden Ende Juni mit allen Staats- und Regierungschefs Maßnahmen für Wachstum beschließen. Das wird auch Griechenland betreffen, wenn das Land beschließt in der Eurozone zu bleiben", sagte Hollande weiter.

Der französische Präsident fügte hinzu, er respektiere zwar das Votum des griechischen Volkes bei der Wahl am Sonntag. Eine einseitige Kündigung des vereinbarten Sparprogramms, wie sie sich viele wünschten, wäre nach seinen Worten aber "ein Bruch". Er könne sich dann nicht dafür einsetzen, dass das Land Zuschüsse für Wachstum und Arbeit erhält. "Ich bin Franzose und Freund der Griechen. Ich fordere Sie auf, mir zu vertrauen", sagte Hollande.

amt/DPA DPA

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