Atom-Konferenz in Teheran USA sind "Atom-Kriminelle"


Der Iran hat bei einer Gegenveranstaltung zum Atomgipfel in Washington den Ausschluss der USA aus der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gefordert. Der geistliche Führer Ayatollah Ali Chamenei bezeichnete die USA bei der zweitägigen Konferenz in Teheran am Samstag als "Atom-Kriminellen".

Der Iran hat bei einer Gegenveranstaltung zum Atomgipfel in Washington den Ausschluss der USA aus der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gefordert. Der geistliche Führer Ayatollah Ali Chamenei bezeichnete die USA bei der zweitägigen Konferenz in Teheran am Samstag als "Atom-Kriminellen". Den Tag der Armee am Sonntag nutzte Präsident Mahmud Ahmadinedschad zu scharfen Worten gegen Israel.

"Der einzige Atom-Kriminelle der Welt lügt und zeigt sich selbst als Gegner der Verbreitung von Atomwaffen", hieß es in der Eröffnungsbotschaft Chameneis zur Atom-Konferenz. Die scharfe Rhetorik ist eine Reaktion auf die US-Atomstrategie, die die Regierung in Washington Anfang April vorgestellt hatte.

Danach wollen die USA Nuklearwaffen künftig nicht mehr gegen Länder einsetzen, die selbst keine Atomwaffen besitzen und sich an den Atomwaffensperrvertrag halten. Ausdrücklich ausgenommen von der Neuregelung ist unter anderem der Iran, dem der Westen vorwirft, heimlich an einer Atombombe zu bauen. Im UN-Sicherheitsrat versuchen die USA deshalb Sanktionen gegen das Land durchzusetzen. Beim Atomgipfel Anfang der Woche in Washington waren 47 Staats- und Regierungschefs vertreten, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Ahmadinedschad sprach sich für eine neue "unabhängige internationale Organisation" zur Überwachung der atomaren Abrüstung aus. Länder, die Atomwaffen besitzen oder mit dem Einsatz drohen, sollten aus der IAEA ausgeschlossen werden. Das gelte insbesondere für die USA. Gleichzeitig forderte der Präsident, "unabhängige Länder" sollten den Atomwaffensperrvertrag kontrollieren.

Die Außenminister Syriens und Libanons, die zusammen mit ihrem Kollegen aus dem Irak an dem Atom-Treffen teilnahmen, kritisierten Israel scharf. "Die größte Herausforderung in der Region ist Israel, das atomare Sprengköpfe hat", sagte der syrische Außenminister Walid Muallem.

Auch Ahmadinedschad griff Israel in seiner Rede zum Tag der Armee scharf an. "Das ist der Wille der Staaten der Region, dass nach 60 überflüssigen Jahren dieser korrupte Bazillus, der die Hauptursache für die Unsicherheit ist, ausgerottet wird", sagte der Staatschef am Sonntag. Die Armee zeigte in einer Parade Drohnen sowie Raketen, die Israel erreichen könnten.

AFP AFP

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