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Atomgespräche: Iran will weiterhin Uran anreichern

Bei den Atomgesprächen in Wien will der Iran sein bisher bestehendes Programm zur Urananreicherung nicht infrage stellen lassen. Ein möglicher Deal zur höheren Anreicherung des iranischen Urans im Ausland bedeute nicht, dass der Iran sein eigenes Programm zur niedrigen Anreicherung von Uran stoppe, sagte der Sprecher der Iranischen Atombehörde, Ali Shirzadian, der iranischen Nachrichtenagentur IRNA am Montag.

Bei den Atomgesprächen in Wien will der Iran sein bisher bestehendes Programm zur Urananreicherung nicht infrage stellen lassen. Ein möglicher Deal zur höheren Anreicherung des iranischen Urans im Ausland bedeute nicht, dass der Iran sein eigenes Programm zur niedrigen Anreicherung von Uran stoppe, sagte der Sprecher der Iranischen Atombehörde, Ali Shirzadian, der iranischen Nachrichtenagentur IRNA am Montag.

Der Iran reichert in seiner Anlage in Natans Uran niedrig an, obwohl der UN-Sicherheitsrat und die Internationale Atomenergiebehörde IAEA seit Jahren den Stopp des Programms fordern. Niedrig angereichertes Uran wird für die Stromgewinnung gebraucht, höher angereichertes je nach Grad für Forschungs- und Waffenzwecke.

Bei den am Nachmittag beginnenden Atomgesprächen zwischen Vertretern des Irans, der USA, Russlands und Frankreichs bei der IAEA in Wien geht es darum, iranisches Uran zur weiteren Anreicherung und Verarbeitung nach Russland und Frankreich zu schicken. Das islamische Land braucht diesen Brennstoff für einen Forschungsreaktor zu medizinischen Zwecken in Teheran.

Kommt der Deal zustande, wird dies als wichtiger Schritt in den seit Jahren festgefahrenen Verhandlungen um den wirklichen Charakter des iranischen Atomprogramms gewertet. Scheitern die Verhandlungen, werde der Iran sein Uran selbst höher auf 20 Prozent anreichern, sagte Shirzadian im Vorfeld der Gespräche.

DPA / DPA