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Mit Bear Grylls in Alaska Obama nimmt an Survival-Show teil - und kämpft sich durch die Wildnis


US-Präsident Barack Obama gibt sich von seiner abenteuerlichen Seite: Bei einer Reise nach Alaska macht er sich ein Bild über die Folgen des Klimawandels - und hat mit Survival-Experte Bear Grylls einige Zeit in der Wildnis verbracht.

Dass US-Präsident Barack Obama ein Fan guter TV-Unterhaltung ist, ist kein Geheimnis. Auch das macht den mächtigsten Mann der Welt - im Vergleich zu so manchem seiner Vorgänger - für viele nahbar und sympathisch. Frei nach dem Motto: Wer die gleichen Lieblingsserien hat wie man selbst, der kann ja gar kein schlechter Mensch sein - auch wenn er der Präsident der Vereinigten Staaten ist. Nicht wenige denken so, und das ist Obama und seiner PR-Abteilung durchaus bewusst. Man kann sich leicht vorstellen, wie Obama nach einem harten Tag im Oval-Office die Füße hochlegt und im TV eine Folge House of Cards oder Game of Thrones anschaltet.

Nun scheint sich der US-Oberbefehlshaber einer neuen Herausforderung gestellt zu haben. Anders als beim mühsamen Ringen um Gesundheitsreformen, Spionageaffären und Bedrohungen der nationalen Sicherheit hat Obama seinen Kräfte nun auch mit Mutter Natur gemessen. Wie das Weiße Haus vor Kurzem bekanntgab, wird der US-Präsident in einer Folge der Show "Runnig Wild With Bear Grylls" auftreten.

Im Rahmen seiner Alaska-Reise hat sich Obama zusammen mit dem Survival-Experten und Moderator Bear Grylls ein Bild über die Folgen des Klimawandels in der Region gemacht. Die Bevölkerung Alaskas spürt die Folgen der globalen Erwärmung immer deutlicher: Die Gletscherschmelze beschleunigt sich jedes Jahr, der Klimawandel bringt weniger Schnee und längere, heißere Sommer mit sich. Flora und Fauna in Alaska sind akut davon betroffen. "Wir wollen sicherstellen, dass unsere Enkel das sehen können", betonte Obama mit Blick auf die bedrohten Naturschönheiten. Obama hält sich drei Tage in Alaska auf und besucht dabei auch als erster amtierender US-Staatschef die Gebiete des Bundesstaats jenseits des Nördlichen Polarkreises. Die USA sind nach China der größte Produzent klimaschädlicher Treibhausgase.

Grylls und Obama  haben einige Zeit in der Wildnis verbracht - dabei soll der Abenteurer dem US-Präsidenten auch verschiedene Outdoor-Überlebenstechniken beigebracht haben. Die Folge von "Runnig Wild With Bear Grylls" soll noch dieses Jahr ausgestrahlt werden.

Im Körper eines toten Schafes

Auch hierzulande ist Bear Grylls vielen Leuten ein Begriff. Als ehemaliger Soldat der britischen Spezialeinheit SAS, passionierter Fallschirmspringer und Bezwinger des Mount Everest hat Grylls auch bei uns den Ruf eines Abenteurers. Der Brite hat bereits mehrere Survival-Sendungen moderiert die in Deutschland auf dem Privatsender DMAX ausgestrahlt wurden. Sein wohl bekanntestes Format war die Serie "Man vs. Wild" ("Ausgesetzt in der Wildnis") bei der Grylls Überlebenstechniken in den rausten Gegenden und Klimazonen der Welt demonstrierte - zum Teil mit einem hohem Ekelfaktor.

Grylls schreckt beispielsweise nicht davor zurück, seinen eigenen Urin zu trinken, lebendige Riesen-Maden zu verzehren oder die Nacht in dem ausgehöhlten Körper eines toten Schafes zu verbringen. In seinem Aktuellen Serien-Projekt "Bear Grylls: Stars am Limit" begibt sich der Abenteurer zusammen mit Prominenten wie Ben Stiller, Channing Tatum oder Zac Efron auf einen kurzen Survival-Trip in die Wildnis. Nun hat auch Obama mit Grylls Zeit in der Wildnis verbracht - doch ganz ohne Bodyguards wird der Ausflug wohl kaum von statten gegangen sein.

amt

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