Blockade des Gazastreifens Israel schickt Besatzung nach Haus


Die israelischen Behörden haben die baldige Ausweisung der Passagiere und Besatzungsmitglieder des irischen Frachters "Rachel Corrie" angekündigt, der am Samstag auf dem Weg zum Gazastreifen gestoppt worden war.

Die fünf irischen und sechs malaysischen Passagiere sowie die acht Besatzungsmitglieder würden am Sonntag ausgewiesen, sagte eine Sprecherin der Einwanderungsbehörde der Nachrichtenagentur AFP. Vorher müssten sie ein Dokument unterschreiben, mit dem sie darauf verzichten, gegen Israel rechtliche Schritte gegen die Maßnahme einzulegen. Die 19 Menschen an Bord der "Rachel Corrie", darunter die 66-jährige irische Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire, waren am Samstag zum internationalen Ben-Gurion-Flughafen in der Nähe von Tel Aviv gebracht worden.

Sie hatten mit dem Schiff etwa 1000 Tonnen Hilfsgüter in den Gazastreifen bringen und damit die israelische Blockade des Palästinensergebietes durchbrechen wollen, die israelische Armee stoppte sie allerdings. Am Montag waren bei der Erstürmung einer Hilfsflotte für den Gazastreifen neun Menschen getötet worden. Die amtliche jordanische Nachrichtenagentur Petra berichtete, sechs Malaysier, darunter Parlamentsmitglieder, sowie ein Kubaner würden nach ihrer Ausweisung zunächst nach Jordanien gebracht. Mit ihnen werde ein Indonesier, der zu der Friedensflotte gehörte, eintreffen.

AFP AFP

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