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Bürgerkrieg in Syrien Annan hält Waffenstillstand für brüchig


Trotz des Waffenstillstands vor acht Tagen ist der Syrien-Sondergesandte Kofi Annan weiter besorgt über die Situation im Krisenland. Das Kontingent der internationalen Beobachter soll nun aufgestockt werden.

Der Syrien-Sondergesandte Kofi Annan ist nach den Worten seines Sprechers unzufrieden über die Lage in dem Krisenland. Der Waffenstillstand sei sehr brüchig, sagte der Sprecher des früheren UN-Generalsekretärs am Freitag in Genf. Die Situation in dem Land sei "nicht gut", täglich gebe es Zwischenfälle, Menschen würden getötet. Annan hatte den Waffenstillstand im Auftrag der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga vermittelt.

Das Vorauskommando der internationalen Beobachter des Waffenstillstands wird dem Annan-Sprecher zufolge in den nächsten Tagen seine volle Stärke von 30 Mitgliedern erreichen. Sobald der UN-Sicherheitsrat zugestimmt habe, werde das Kontingent auf bis zu 300 Beobachter aufgestockt.

Forderung nach besserer Ausrüstung vor Ort

Frankreichs Außenminister Alain Juppé hat indes eine bessere Ausrüstung der UN-Beobachtermission gefordert. Nötig seien Beobachter vor Ort, die richtig ausgerüstet seien, "mit Hubschraubern, die die Freiheit zum Protest sichern können", sagte Juppé am Freitag dem Fernsehsender BFM-TV. Wenn diese Freiheit garantiert sei, werde die Regierung von Präsident Baschar al-Assad fallen.

Der sozialistische #link;http://www.stern.de/politik/ausland/fran-ois-hollande-90335669t.html:Präsidentschaftskandidat François Hollande# kündigte derweil für den Fall seines Wahlsiegs an, dass sich Frankreich an einer militärischen Intervention beteiligen werde, sollte das von der UNO beschlossen werden. "Wenn sie im Rahmen der UNO stattfindet, werden wir an dieser Intervention teilnehmen", sagte Hollande dem Radiosender Europe 1.

fle/Reuters/AFP Reuters

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