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Südchinesisches Meer: Wie aus kleinen Inseln chinesische Militärstützpunkte werden

Die Streitigkeiten um die Spratly-Inseln gehen in die nächste Runde. Neue Satellitenbilder zeigen, wie das Militär Chinas aus Korallenriffe umbaut. Sogar Flugzeuge können dort starten und landen.

Seit die USA vor wenigen Tagen den Zerstörer "USS Sassen" ins südchinesische Meer auf Fahrt geschickt hatten, kommt neuer Zunder in den Konflikt rund um die Spratly-Inselgruppe. Die Anrainer-Staaten Taiwan, Vietnam, Brunei, Malaysia und die Philippinen beanspruchen sie ebenso für sich wie China. Die Regierung in Peking will ihre Versorgungsrouten, die durch das südchinesische Meer verlaufen, sichern. Außerdem sollen große Vorkommen von Erdgas und Öl dort verborgen liegen.

Umbaumaßnahmen

China geht am weitesten und hat in den vergangenen Jahren einige Korallenriffe aufgeschüttet und umgebaut. Die größten Veränderungen sind am Fiery-Cross-Riff zu sehen, wo gleich eine eigene Start- und Landebahn für Flugzeuge gebaut wurde. Das zeigen die Satellitenaufnahmen der Asia Maritime Transparency Initiative und von DigitalGlobe deutlich. Links im Januar 2006, rechts im September diesen Jahres:

Auf dem zweiten Vorher-Nachher-Bild ist das Subi-Riff zu sehen. Deutlich zu erkennen sind dutzende Schiffe sowie bauliche Veränderungen. Links im August 2012, rechts im September 2015:

Auch am Mischief-Riff sind neue Gebäude und Schiffe zu sehen - links im Januar 2006 und rechts im September 2015.


gos