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Held von Christchurch: Wie dieser Mann beim Moscheen-Massaker womöglich noch Schlimmeres verhinderte

Neuseeland trauert um die Opfer von Christchurch: Nach dem islamfeindlichen Anschlag auf zwei Moscheen haben Menschen landesweit an die 50 Toten erinnert. Der Moschee-Besucher Alabi Lateef verhinderte womöglich, dass es noch schlimmer kam.

Bei dem Anschlag im neuseeländischen Christchurch hat der mutige Einsatz eines Moschee-Besuchers womöglich Schlimmeres verhindert. Alabi Lateef sagte der Nachrichtenwebsite "Stuff", dass er beim Beten in der Moschee in Linwood durch Schüsse vor dem Gebetshaus auf den Attentäter aufmerksam geworden sei. Er habe den versammelten Gläubigen gesagt, sie sollten sich ducken, und dann mit einem Glaubensbruder beschlossen, in einer Feuerpause etwas gegen den Angreifer zu unternehmen.

50 Menschen sterben bei Anschlag in Christchurch

Dann hätten sie beobachtet, dass der Attentäter Brenton T. ein leer geschossenes Sturmgewehr vor der Moschee auf den Boden geworfen habe und zu seinem Auto zurückgegangen sei, sagte Lateef laut "Stuff". Lateefs Mitstreiter habe daraufhin das nicht mehr geladene Sturmgewehr genommen und damit die Heckscheibe des Wagens von T. eingeschlagen. Danach sei er weggelaufen.    

Der Mann verhinderte mit seiner Aktion möglicherweise weitere Angriffe von T., denn wegen der zertrümmerten Scheibe fiel das Auto des Attentäters zwei Polizisten auf. Diese stoppten T. und nahmen ihn fest.

Lateef sagte "Stuff", er sei "sehr traurig" über die Bluttat. Neuseeland sei "ein friedliches Land" und er habe "nie gedacht, dass so etwas in Neuseeland passieren könnte. Niemals."

Der 28-jährige Australier Brenton T. hatte am Freitag in zwei Moscheen in Christchurch insgesamt 50 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt. T. filmte seine Tat und übertrug sie live im Internet. In den Aufnahmen ist mindestens ein Mensch zu erkennen, der sich in der Al-Noor-Moschee dem Angreifer entgegenstellte und von diesem niedergeschossen wurde.

Quellen: "Stuff", Nachrichtenagentur AFP

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