CIA-Bericht zum iranischen Atomprogramm Medwedew: Konsequenzen nicht ausgeschlossen


Die Bombe tickt. Nach Ansicht des US-Geheimdienstes CIA besitzt der Iran genug schwach angereichertes Uran, um bis 2012 zwei Atombomben zu bauen. Selbst der russische Präsident Dmitri Medwedew hat sich nun sorgenvoll zu diesem Bericht geäußert.

Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat sich besorgt über einen CIA-Bericht geäußert, dem zufolge der Iran angereicherten Kernbrennstoff für zwei Atomwaffen besitzt. Zwar müsse die Information überprüft werden, sie gebe jedoch Anlass zur Sorge, da das Atomprogramm der Islamischen Republik nicht transparent sei, sagte Medwedew in Toronto. CIA-Chef Leon Panetta hatte am Sonntag dem Fernsehsender ABC gesagt, der Iran verfüge über genügend Material, um zwei Atomwaffen zu bauen, müsse zunächst aber noch weiteren Brennstoff aufarbeiten.

Sollten die CIA-Informationen zutreffen, würde das die Spannungen anheizen, sagte Medwedew. Für diesen Fall schließe er Konsequenzen nicht aus. Russische Spitzenpolitiker äußern sich selten öffentlich zu Berichten des amerikanischen Geheimdienstes. Seine Erklärung deuten auf wachsende Differenzen mit dem Iran. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte der Führung in Moskau vorgeworfen, sich Druck der USA zu beugen. Auf Drängen der US-Regierung verhängte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) im Juni neue Sanktionen gegen die Islamische Republik.

Die Weltgemeinschaft wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel der Stromerzeugung insgeheim nach Atomwaffen zu streben. Die Führung in Teheran bestreitet das.

Reuters Reuters

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