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Comeback als Regierungschef Berlusconi will wieder an Italiens Spitze


Die Gerüchte über ein Comeback Silvio Berlusconis verdichten sich: Offenbar bereitet Italiens früherer Ministerpräsident seine erneute Kandidatur vor. Seine Parteifreunde wären erfreut.

Italiens früherer Ministerpräsident Silvio Berlusconi strebt einem Zeitungsbericht zufolge eine Rückkehr an die Spitze der Regierung an. "Die Entscheidung ist gefallen: Berlusconi wird für den Posten des Regierungschefs kandidieren", schrieb die Zeitung "Il Corriere della Sera" am Mittwoch. Eine Quelle nannte die Zeitung nicht, verwies aber auf Umfragen, wonach Berlusconis Partei Volk der Freiheit (PDL) bei den für April 2013 geplanten Parlamentswahlen mit dem heute 75-Jährigen als Spitzenkandidat deutlich besser abschneiden könnte als ohne den umstrittenen Politiker.

Der Vorsitzende der PDL, der frühere Justizminister Angelino Alfano, bestätigte den Bericht teilweise. Es gebe eine "große Welle der Unterstützung" für eine neue Kandidatur Berlusconis. "Viele bitten ihn, es zu tun, und ich gehöre zu ihnen", sagte Alfano. "Ich denke, letztlich wird er sich für eine Rückkehr entscheiden." Ein Sprecher der Bundesregierung sagte am Mittwoch in Berlin, die Bundesregierung werde den Bericht nicht kommentieren.

Laut "Il Corriere della Sera" würde die PDL mit Alfano als Spitzenkandidaten bei den Wahlen auf nicht einmal zehn Prozent kommen. Sollte Berlusconi als Parteichef eine Kandidatur Alfanos unterstützen, wären es demnach bereits 18 Prozent. Würde Berlusconi selbst antreten, würde die Partei bis zu 30 Prozent gewinnen können, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Umfragen.

Berlusconi war im November 2011 im Zuge der Finanzkrise zurückgetreten. Bei den Wahlen im April 2013 wird Berlusconi, gegen den mehrere Gerichtsverfahren laufen, 76 Jahre alt sein. Der derzeitige Regierungschef Mario Monti hat bereits mehrfach angekündigt, bei den Wahlen nicht antreten zu wollen.

mlr/AFP AFP

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