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Dalai-Lama-Interview: "Echte Autonomie ist der einzige Weg"

Der Dalai-Lama-Besuch sorgt schon zu Beginn für Ärger, die deutsche Politik streitet darüber, wie mit dem umstrittenen geistigen Führer der Tibeter umzugehen ist. Dieser hat bereits vor seinem Abflug im Interview mit stern.de-Reporter Teja Fiedler seine Erwartungen an den Besuch formuliert.

Ihre Heiligkeit, wie heilig sind Sie?

Ich bin kein Heiliger, kein göttliches Wesen, ich bin ein buddhistischer Mönch. Bischof Tutu hat mich einmal Dalai Lama, das Schlitzohr, genannt (lacht dröhnend). Dabei benimmt er sich selbst manchmal genau so.

Doch Sie sind nun mal kein einfacher Mönch sondern Tibets spiritueller Führer und die Ikone des tibetischen Widerstands. Gefällt Ihnen diese Rolle?

Da ich Tibeter bin, fühle ich mich verantwortlich für diesen Kampf ums Überleben einer Nation, um das Überleben eines uralten kulturellen Erbes und der reichen buddhistischen Tradition. Und da ich nun einmal der Dalai Lama bin, trage ich eine besondere Verantwortung. Ich habe mir drei Aufgaben im Leben gesetzt. Die erste ist das Eintreten für den Wert des Menschenlebens, zweitens die Förderung religiöser Harmonie. Für diese beiden Ziele habe ich mich freiwillig entschieden und werde sie bis zu meinem Tod verfolgen. Das dritte habe ich mir nicht unbedingt selbst ausgesucht, die Umstände haben mich dazu mehr oder weniger gezwungen. Es ist das Eintreten für Tibet, sowohl für die Menschen dort wie auch für jene im Exil. Diese Menschen vertrauen mir und setzen Hoffnungen in mich. Ihnen gegenüber habe ich eine moralische Verpflichtung. Seit 2001 aber gibt es unsere Exilregierung in Dharamsala, und daher bin ich jetzt so halb im Ruhestand. Ich freue mich schon darauf, als Politiker ganz in Rente gehen zu können.

Was wird geschehen, wenn Sie, der Leuchtturm des tibetischen Widerstands, überhaupt nicht mehr da sind? Immerhin sind Sie 73 Jahre alt.

Unser Kampf ist der einer ganzen Nation, nicht der eines Individuums, selbst wenn dieses Individuum für eine gewisse Zeit eine besondere Rolle spielt. Individuen kommen und gehen. Doch die Nation bleibt. Wir haben, wie ich schon sagte, seit 2001 eine gewählte Exilregierung. Da wächst eine Generation fähiger politischer Köpfe heran. Sicher, mein Tod wird für den Augenblick einen Rückschlag bedeuten. Doch der Kampf wird weitergehen, wahrscheinlich mit einer mehr kollektiven Führung.

Abgesandte von Ihnen haben mit der chinesischen Regierung gesprochen. Das hat es in der Vergangenheit schon mehrmals gegeben, konkret herausgekommen ist dabei nie etwas. Sind die Gespräche diesmal mehr als nur der Versuch der Chinesen, sich dialogbereit darzustellen, nach der heftigen Kritik aus der ganzen Welt?

Nach dem, was in den vergangenen Wochen in Tibet passierte, könnte es sein, dass die chinesische Führung endlich einsieht, etwas falsch zu machen. Sie hat einen Haufen Geld in Tibet gesteckt, sie hat begrenzte religiöse und kulturelle Aktivitäten zugelassen, sie hat ein paar hundert Klöster wieder aufgebaut, nachdem allerdings in der so genannten Kulturrevolution ein paar tausend zerstört worden sind. Und trotzdem hat es diesen Aufruhr gegeben, nicht nur in Lhasa sondern vielerorts. Also ist bei der Tibetpolitik offensichtlich etwas schief gelaufen. „Aber was nur?“, müssen sie sich jetzt eigentlich fragen. Wenn sie das tun, gehen sie vielleicht realistischer an das Tibetproblem heran, und dann sind auch wir zur Zusammenarbeit bereit. Wir wollen keine Lostrennung Tibets von China, wir wollen nur echte Autonomie.

Doch Sie werden weiterhin als der Anstifter zur Gewalt gebrandmarkt, als der Drahtzieher im Hintergrund, als der Mann, der China die Olympischen Spiele kaputtmachen will und sein Image vor der Weltöffentlichkeit.

Einerseits erheben sie diese Anschuldigungen, obwohl ich schon mehrfach betont habe, dass ich für Olympia in Peking bin und als Buddhist Gewalt total ablehne. Auf der anderen Seite aber sind sie erpicht darauf, mit uns zu sprechen. Warum nur? Sie haben schon die nächste Gesprächsrunde angekündigt. Sicher, Sie schielen im Augenblick auf die Öffentlichkeit, reagieren auf den Druck vieler Regierungen weltweit. Ich glaube, man muss bis nach den Olympischen Spielen warten, um zu wissen ob sie es ernst meinen und zu substantiellen Gesprächen bereit sind. Jedes Urteil wäre heute verfrüht.

Finden Sie die Idee gut, die Eröffnungs-Zeremonie der Spiele zu boykottieren, wie es etwa der französische Präsident Sarkozy vorhat? Oder macht das die Chinesen noch wütender und uneinsichtiger?

Schwer zu sagen. Diese Einzelentscheidungen von Politikern kommen sicher aus der Besorgnis nicht nur über Tibet, sondern auch über die Situation der Menschenrechte in ganz China. Die chinesische Führung sollte sich das zu Herzen nehmen und ihre Politik korrigieren. Langfristig wäre das auch für sie und China besser.

Ob das die Chinesen so sehen, wage ich zu bezweifeln

Im Augenblick borden bei den Chinesen die Emotionen über, und sie sind nicht für eine realistische und logische Sicht der Dinge zu haben.

Peking hat ganz geschickt in den letzten Wochen den Volkszorn gegen Sie geschürt. Sie sind der böse Bube, der Spielverderber, der den Nationalstolz verletzt.

(Lacht) Nicht nur ich. Auch ihre deutsche Kanzlerin zum Beispiel ist jetzt eine Spielverderberin. Ich wurde und werde dämonisiert, und was ist der Erfolg? Der Dämon Dalai Lama hat andere Dämonen geschaffen, überall auf der Welt, mit Frau Merkel sogar einen weiblichen. Darauf bin ich stolz. Wie man mich nennt, spielt keine Rolle. Manche Leute nennen mich Eure Heiligkeit, manche Gottkönig, manche Lebender Buddha, andere einen Reaktionär, einen Dämon und wieder andere einen guten Typen. Das hat alles nichts zu sagen. Die Wirklichkeit ist die Wirklichkeit, und ich bin ein buddhistischer Mönch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ich wurde übrigens auch schon Wolf in Mönchsrobe genannt.

Viele junge Tibeter empfinden ihre Haltung Peking gegenüber als zu vorsichtig, zu kompromissbereit. So werden wir nie was erreichen, sagen sie.

Ich verstehe ihre Frustration und ihre Besorgnis. Doch erstens, als Buddhist lehne ich Gewalt grundsätzlich ab. Zweitens, wie auf der chinesischen Seite, ist auch bei diesen Hitzköpfen zu viel Emotion im Spiel. Man kann leicht „Unabhängigkeit!“ schreien und „Chinesen raus aus Tibet!“ Doch Schreien allein ändert nichts. Wie wollen sie denn Unabhängigkeit erreichen? Der einzige gangbare Weg ist echte Autonomie.

Heißt das Außen- und Verteidigungspolitik in den Händen von Peking, innere Selbsterwaltung und kulturelle Angelegenheiten bei den Tibetern?

Genau. Tibet war früher ein armes und rückständiges Land, und auch in den fünfzig Jahren chinesischer Besetzung wurde nicht genug getan für Erziehung und Ausbildung der Tibeter. Daher gibt es zu wenig qualifizierte Fachkräfte im Land. Ich glaube, wenn wir ein Teil Chinas bleiben, profitieren wir vom chinesischen Aufschwung und fördern unsere wirtschaftliche Entwicklung – immer vorausgesetzt natürlich, dass die Chinesen die tibetische Kultur, die tibetische Sprache und die tibetische Identität garantieren.

Aber wird nicht schon heute in den Schulen Tibetisch unterrichtet?

Ja, als zweite Sprache. Doch Chinesisch wird als Erstsprache gepusht.

Sie erkennen an, dass die Chinesen die materielle Lage der Tibeter verbessert haben – Schulen, Krankenhäuser, Elektrizität?

Ja, sicher. Und das soll auch so bleiben Die heutige Welt ist vernetzt, schließt sich zu größeren Einheiten zusammen, siehe die Europäische Union. Diese Tatsache bedeutet in unserem Fall: Sechs Millionen Tibeter für sich allein werden für immer schwach bleiben. Wenn sie sich aber mit einer Milliarde Menschen zusammentun, dann sind sie viel stärker, haben viel mehr Möglichkeiten.

Wenn die Chinesen von Tibet reden, meinen sie die heutige chinesische Provinz Tibet. Wenn Sie von Tibet sprechen, dann bedeutet das für Sie das historische Tibet, das auch weite Teile der angrenzenden Provinzen umfasst, in denen vier Millionen Tibeter leben. Peking sieht Ihr Beharren auf dieses größere Tibet als eine besondere Gefahr für die Einheit der Volksrepublik China.

Das ist ein wichtiger Punkt. Wäre unser Anliegen wirklich Unabhängigkeit, dann würden wir uns auf die heutige Provinz „Autonomes Tibet“ beschränken, wo zwei Millionen Tibeter die Mehrheit sind. Doch was wir wollen, ist vor allem kulturelle Autonomie. Und da können wir die Millionen Tibeter in vier angrenzenden chinesischen Provinzen nicht außer Acht lassen. Die chinesische Verfassung sieht ja ausdrücklich Autonomie für zusammenhängende Gebiete von Minderheiten vor. Sie wurde bisher nur nicht verwirklicht.

Doch in diesen Provinzen sind die Tibeter im Ganzen weit in der Unterzahl.

Ja, und deswegen wollen wir dort für sie kulturelle Autonomie auf Bezirks- oder Landkreisebene. Über die politische Struktur sind wir, falls die Chinesen ernsthaft verhandeln wollen, gern bereit zu sprechen. Die Chinesen sollten einsehen, dass unser Beharren auf Bewahrung der kulturellen Autonomie für alle Tibeter kein Streben nach einem unabhängigen Groß-Tibet ist sondern der Beweis für das Gegenteil.

Was soll mit den Han-Chinesen geschehen, die in den letzten Jahren vor allem in Lhasa und rund um die Hauptstadt mehr und mehr wurden?

Mir wird immer wieder unterstellt, ich möchte sie alle vertreiben. Das ist nicht wahr. Sie sind mir willkommen. Allerdings, wenn ihre Zahl zu sehr ansteigt, wenn sie gar zu einer überwältigenden Mehrheit würden, dann wäre das Konzept von Autonomie an und für sich sinnentleert.

Also kein forcierter Massenzuzug mehr?

So ist es.

Sie sind jetzt fast seit einem halben Jahrhundert im indischen Exil. Haben Sie überhaupt noch Kontakt mit der heutigen tibetischen Realität? Oder ist ihr Tibetbild romantische Nostalgie?

Bis Ende der siebziger Jahre war Tibet wirklich isoliert und es drangen kaum Informationen heraus. Doch seit zwanzig Jahren ist der Austausch ziemlich rege. Rund vierzigtausend Tibeter haben sich seitdem in Indien niedergelassen. Jedes Jahr kommt eine große Anzahl von Pilgern hierher und kehrt dann wieder nach Tibet zurück. Außerdem gibt es Photos, Videos usw. Ich halte mein Bild von Tibet für ziemlich aktuell und präzis.

Unterstützt die Mehrheit ihrer Landsleute in Tibet ihre politische Linie?

Ich meine schon. Natürlich gibt es Leute, die Unabhängigkeit für Tibet fordern. Doch viele Menschen, vor allem die mit Bildung und Einsicht, stehen voll hinter meinen Weg, ich glaube, es ist die Mehrheit. Das hat auch mit Intelligenz zu tun. Manche Menschen verstehen gar nicht, was meine Politik des Mittelwegs, des Kompromisses, bedeutet. Es ist halt viel einfacher „Unabhängigkeit! Unabhängigkeit!“ zu rufen.

Verlassen wir Tibet. Sie sind ab kommender Woche in Deutschland. Alle Ihre Auftritte sind bereits ausverkauft. Sie sind, erlauben Sie mir die Bemerkung, seit dem Hinscheiden von Papst Johannes Paul II. der Pop-Star der Spiritualität schlechthin. Wie erklären Sie sich diesen Erfolg?

Ich weiß nicht, warum das so ist, und es ist mir auch nicht wichtig. Eines vielleicht, überall wo ich hingehe, behandle ich die Menschen wie Brüder und Schwestern. Ich baue nie Schranken auf, ich fühle mich nicht wie ein Fremder, versuche immer geradeheraus und ehrlich zu sein. Wenn man sich von den anderen distanziert, gehen auch sie auf Distanz. Ich mache das nie, ich mische mich unter sie, benehme mich wie einer von ihnen. Wenn ich eine Heiligkeit bin, dann sind zum Beispiel Sie auch eine. Es gibt keinen Unterschied zwischen uns, wir wurden beide als Menschen geboren.

Der Unterschied ist: Sie sind der Dalai Lama.

Und als Dalai Lama, als buddhistischer Führer, habe ich nie versucht, anderen meine Lehre aufzudrängen. Alle Religionen haben das gleiche Potenzial, davon bin ich tief überzeugt, alle können der Menschheit große Dienste erweisen. Auch wegen dieser Einstellung werde ich von vielen Christen, Juden und in jüngster Zeit zunehmend auch von Muslimen respektiert. Zu Menschen ohne Bekenntnis sage ich nie, man muss einer Religion angehören. Man kann auch ohne Religion ein sehr netter Mensch sein.

Der Westen hat eine Sinnkrise. Die traditionellen Religionen haben dramatisch an Einfluss und Anhängern eingebüßt. Andererseits fühlen sich die Menschen in einer Welt von Materialismus, Stress und Unsicherheit verloren. Die Leute sehnen sich nach Werten, nach spirituellem Rat. Treffen Sie mit Ihren Lehren da einen Nerv?

Alle meine öffentlichen Auftritte befassen sich vor allem mit säkularen, diesseitigen Werten. Würde ich immer und überall von Buddha und dem buddhistischen Glauben reden, könnte ich nur einen geringen Teil der Menschen erreichen. So ist es übrigens auch mit der Tibet-Frage. Würde ich sie dauernd ansprechen, interessierte das viele Leute nicht. Früher habe ich bei meinen Besuchen anderer Länder überhaupt nicht über Tibet oder den Buddhismus gesprochen sondern einfach über globale Verantwortlichkeit und Mitgefühl. Zurzeit kommt Tibet zwangsläufig ein bisschen häufiger vor.

Wie viele Besucher nehmen Ihren Auftritt nur als Event mit? Als Ausflug ins Spirituelle?

Manche Leute nehmen das, was ich ihnen sage, wirklich ernst. Es kommen immer wieder Menschen zu mir, die berichten, dass meine Lehren ihr Leben änderte, dass sie jetzt viel glücklicher sind und besser mit Missgeschicken umgehen können. Natürlich, die Mehrheit hört es sich nur an und fährt mit dem Gefühl nach Hause: Das war ein netter Abend. Ich mache jedes Mal am Schluss meiner Rede klar: Wenn ihr von dem, was ich sagte, etwas gebrauchen könnt, dann nutzt es. Wenn es für euch bedeutungslos ist, vergesst es. Ich habe damit kein Problem.

Die westlichen monotheistischen Religionen haben ein sehr striktes dogmatisches Lehrgebäude, verurteilen zum Beispiel Abtreibung und Homosexualität. Sie wollen anderen Religionen nicht zu nahe treten. Trotzdem, was halten Sie davon?

Solange jemand keiner Religion angehört, soll er das halten, wie er will. Beim Sex zum Beispiel. Solange es „safe sex“ ist, bleibt es jedem selbst überlassen. Ist man aber Anhänger einer Religion, dann muss man ihren Geboten schon folgen. Auch der Buddhismus hat seine verbindlichen Regeln.

Was sind aus Ihrer Sicht als buddhistischer Lehrer die größten Herausforderungen für die Menschheit?

Überbevölkerung – die wichtigste Herausforderung. Dann der Unterschied zwischen arm und reich, die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen und natürlich die Umweltprobleme, die globale Erwärmung.

Trotz Überbevölkerung lehnt die katholische Kirche Geburtenkontrolle ab.

Vielleicht sollte es bei den Katholiken mehr Mönche und Nonnen geben (lacht). Das wäre eine ganz natürliche und sanfte Art der Geburtenkontrolle.

Würden Sie lieber wieder ein einfacher Mönch sein, der mehr Zeit hat zu meditieren und Uhren zu reparieren, Ihr berühmt-berüchtigtes Hobby?

Das ist eine Frage, die mit einem sinnvollen Leben zu tun hat. Sinnvoll im Dienst von anderen. Der erste Dalai Lama war lange Zeit Einsiedler. Doch als älterer Mann verließ er seine Einsiedelei und fing an, als Lehrer zu wirken und gleichzeitig ein heute berühmtes Kloster in Tibet zu bauen. Als ihn seine Schüler fragten, warum er sein Leben geändert habe, sagte er: „Ich hätte in meiner einsamen Klause bleiben und möglicherweise einen höheren Grad der Erleuchtung erreichen können. Doch ich habe dieses Leben aufgegeben um euch zu helfen.“ An diesem Beispiel orientiere ich mich

Sie sind der 14. Dalai Lama. Sind Sie der letzte Dalai Lama?

Das hängt von unserem „Boss“ ab, der Regierung in China. Wenn die keine Probleme machen und auf unsere Forderungen eingehen, dann könnte es durchaus sein, dass ich der letzte bin. Still, mit Anstand und Grazie. Doch falls der Boss Ärger macht, wird sich die tibetische Seite nicht weniger entschlossen zeigen als die Chinesen, und es wird einen neuen Dalai Lama geben. Wenn das tibetische Volk es will, wird wieder einer erscheinen. Unser Reservoir an Personen, die das Karma für einen guten Dalai Lama haben, ist groß genug. Davon bin ich überzeugt

Als was möchten Sie wiedergeboren werden?

Im 8. Jahrhundert schuf ein großer buddhistischer Meister aus Indien ein Gebet, das ganz ähnlich ist wie das des Franziskus von Assisi: „Solange es das Universum gibt, solange es Leben und Leid in dieser Welt gibt, solange soll es mich geben, um dem Leben gegen das Leid zu helfen.“ Was immer meine nächste Existenz sein wird, wo immer sie sein wird, hier oder in Europa, Afrika, Amerika, das spielt keine Rolle. Ich bin bereit für jede Wiedergeburt, in der ich mich für andere als nützlich erweisen kann.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(