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Gesundheitscheck: Die (ganze) Krankenakte von Donald J. Trump, 71 Jahre, Präsident der Vereinigten Staaten

Etwas Übergewicht, aber ansonsten ist alles tipptop beim 45. US-Präsidenten. Ein Check-up sollte alle Zweifel an der Gesundheit Donald Trump verwerfen - das ist auch gelungen. Wenn da nur diese Psychologen nicht wären.

Donald Trump Krankenakte

Alles paletti: Donald Trump und seine Frau Melania tanzen am Tag der Amtseinführung vor einen Jahr

So alt war keiner vor ihm: Als vor einem Jahr in Washington als 45. US-Präsident vereidigt wurde, befand er sich im 71. Lebensjahr. Das hatte vor ihm kein Staatsoberhaupt geschafft. In dem Alter nerven bei so manchen bereits die Gebrechen, nicht so beim New Yorker Milliardär: "Er wird der gesündeste Präsident aller Zeiten sein", hatte sein Leibarzt Mehmet Cengiz Öz, genannt Dr. Oz kurz vor der Wahl 2016 diagnostiziert. In einer TV-Show ließ sich der Kandidat damals öffentlich untersuchen. "Wenn ich morgens in den Spiegel schaue, sehe ich einen 35-Jährigen. Ich fühle mich auch so", lautete die Selbsteinschätzung des Wahlkämpfers.

Anderthalb, für alle anstrengende Jahre

Seitdem sind fast anderthalb Jahre vergangen, die für alle Beteiligten anstrengend waren. So zehrend, dass Wegbegleiter, Psychologen als auch Buchautoren immer öfter die Vermutung äußerten, dass Trump eigentlich nicht fit genug für das Amt sei, vor allen geistig nicht. Zeit also für den nächsten Check-up - und siehe: alles tipptop, auch obenrum, im Kopf.

Seine neuesten Eckdaten:

  • Größe: 1,90 Meter
  • Gewicht: 108,4 Kilogramm
  • Blutdruck: 122 zu 74
  • Medikamente: Crestor (um Cholesterinwerte zu senken), Aspirin (Herz), Propecia (Haarverlust), Soolantra Creme (Kupferrose)


Ein Militärarzt, der die Routineuntersuchung durchgeführt hat, bescheinigte dem Präsidenten Energie und Ausdauer, zudem gebe es keine Anzeichen für Erkrankungen wie Alzheimer oder Demenz. Einen entsprechenden Test zu seinen kognitiven Fähigkeiten hatte er freiwillig absolviert und mit dem Bestwert 30 von 30 erreichbaren Punkten bestanden. Etwas problematisch seien nur Trumps Übergewicht und der mangelnde Schlaf.

Donald Trumps Gewicht: stabil

Diese Diagnose dürfte Donald Trump grundsätzlich erfreuen. Sein Gewicht etwa hatte Dr. Oz im September 2016 mit 107 Kilogramm angegeben, es hat sich also fast nicht geändert. Das könnte möglicherweise damit zu tun haben, dass er seine Essensgewohnheiten nicht umgestellt hat: Nach wie vor schwört Trump auf Fastfood, vor allem Cheeseburger mit Cola-Light zählen zu seinen Lieblingsspeisen, gerne darf es auch mal ein durchgebratenes Steak mit Ketchup sein.

Er selbst führt seine guten (schottischen und deutschen Gene) als Grund für seine Fitness an. Möglich. Ebenso möglich - seine bisher bekannten Verhaltensweisen:

  • Er raucht nicht und trinkt keinen Alkohol.
  • In seinen jungen Jahren galt er als guter Sportler. Seine erste Schlagzeile bekam er für ein gewonnenes Baseballspiel in der Lokalzeitung: "Trump gewinnt Spiel für die NYMA".
  • Um seinen Militärdienst kam er dennoch herum: wegen Fersenbeinsporne an beiden Füßen.
  • Mittlerweile spielt er nur noch Golf.
  • Trump wäscht und desinfiziert sich oft die Hände, weil er Angst vor Bakterien hat. Deswegen versucht er etwa Händeschütteln so weit es geht zu vermeiden.

Bleiben die Fragen zur geistigen Verfassung. Sein Hang zu Großspurigkeit, zur Unwahrheit und zu notorischen Selbstlob müssen nicht zwingend auf ernste Probleme hinweisen. Dass er dazu neigt, sich selbst in kürzester Zeit zu widersprechen oder sich an eigene Aussage nicht mehr zu erinnern, schon eher. Kurz nach Trumps Wahl haben 27 Psychiater und andere Experten für geistige Gesundheit den Präsidenten einer Ferndiagnose unterzogen. Ihr einhelliges Urteil: Trump lasse erste Anzeichen von Demenz erkennen. Zudem leide der Mann unter krankhaftem Narzissmus.

Hatte Trump einen Nervenzusammenbruch?

Dass solche Einschätzungen aus der Distanz, ohne den Patienten persönlich untersucht zu haben, nicht statthaft sind, haben die Ärzte bewusst ignoriert. Ihrer Ansicht nach sei das Amt zu wichtig, als das es jemand mit derartig offenkundigen Problemen ausüben dürfe. Wohl auch aus diesem Grund, wurde ihre Mahnung bislang ignoriert. Selbst das einzige bekannte psychische Problem Trumps ist bislang bloß ein Gerücht: Der angesehene US-Journalist Kurt Eichenwald schrieb zwei Monate vor der Wahl auf Twitter: "Ich glaube Trump war 1990 wegen eines Nervenzusammenbruchs in einem psychiatrischen Krankenhaus, deswegen veröffentlich er seine Krankenakte nicht." Den Tweet hat der Reporter kurz nach Veröffentlichung wieder gelöscht.