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Hacker-Affäre: 40 Wahlmänner in Sorge: Was sie vor der Trump-Wahl am Montag noch wissen wollen

Am 19. Dezember soll das Wahlmännergremium seine Stimmen abgeben, um Donald Trump als US-Präsidenten zu bestätigen. Doch bei den Mitgliedern wächst Unmut. 40 Wahlmänner formulieren nun eine Petition. Sie wollen konkret über das CIA-Russland-Briefing informiert werden.

CIA

Der US-Auslandsgeheimdienst CIA will Beweise dafür haben, dass die US-Wahlen von Russland beeinflusst wurden

Donald Trump ist der designierte 45. US-Präsident - doch zunächst müssen am 19. Dezember noch die Wahlmänner ihre Stimme abgeben. Die Mitglieder des Wahlmännergremiums sind angehalten, dem Willen des Volkes in ihrem Distrikt nachzukommen und den entsprechenden Kandidaten zu wählen. Gleichzeitig sind sie nicht verpflichtet dies zu tun, sollten sie massive Zweifel daran haben, dass ein Kandidat für das Präsidentenamt geeignet ist. Im Zuge von Berichten über massive russische Einmischung in den US-Wahlkampf, die auf einer Analyse des Auslandsgeheimdiensts CIA beruhen, fordern nun 40 Wahlmänner des Gremiums in einem offenen Brief im Detail über die Geheimdienst-Erkenntnisse aufgeklärt zu werden, um eine angemessene Entscheidung treffen zu können.

Die CIA habe demnach Erkenntnisse, die zeigen, dass Russland durch gezieltes Hacken von E-Mail-Konten der US-Demokraten den Wahlkampf zugunsten Trumps beeinflussen wollte. Wie die US-Politikseite "The Hill" berichtet, hätten zunächst zehn Wahlmänner den Brief unterzeichnet, 30 weitere hätten sich später der Forderung angeschlossen. In dem Schreiben wird unter anderem gefordert: "Wir müssen bezüglich aller Erkenntnisse der Untersuchung informiert werden, da die Angelegenheit direkten Bezug auf die Kernfaktoren unserer Überlegungen hat, ob Mr. Trump für das Amt des US-Präsidenten tauglich ist."

Clinton-Kampagne begrüßt offenen Brief

Die Clinton-Kampagne hat den Vorstoß unterdessen gelobt. Aus den Reihen des Clinton-Lagers hieß es, man habe wiederholt vor russischer Beeinflussung zugunsten von Donald Trump gewarnt. "The Hill" zitiert den Chef der Clinton-Kampagne John Podesta mit den Worten: "Wir wissen, dass die CIA festgestellt hat, dass Russlands Beeinflussung unserer Wahl das Ziel hatte, Donald Trump zum Sieg zu verhelfen. Dies sollte jedem Amerikaner große Sorge bereiten."

Abgesehen vom republikanischen Wahlmann Chris Suprun sind alle Unterzeichner des Schreibens Demokraten. Suprun hatte bereits kurz nach dem Wahlergebnis keinen Hehl daraus gemacht, dass er bei der Abstimmung am 19. Dezember nicht für Trump stimmen werde. Im US-Senat laufen derzeit von Seiten der Demokraten und der Republikaner Bestrebungen, die Schlussfolgerungen der CIA auf den Prüfstand zu stellen.

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amt