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Epidemie: Donald Trump behauptet (erneut), das Corona-Problem verschwindet bald

Donald Trump behauptete jüngst, das Coronavirus werde bald verschwinden. Nun wiederholt der US-Präsident seine These, obwohl die zuständige US-Behörde das Gegenteil sagt.

Donald Trump in Indien

Donald Trump beim Staatsbankett am Rande seines Indien-Besuchs

AFP

Stimmen, die angesichts des grassierenden Coronavirus zur Besonnenheit aufrufen, sind derzeit nur leise zu vernehmen – doch, es gibt sie. Und ausgerechnet die von Donald Trump gehört dazu. Der Ausbruch sei unter Kontrolle, sagte der US-Präsident auf seinem Staatsbesuch in Indien in Neu-Delhi. "Wir haben nur wenige Leute damit (der Infektion, d.Red.). Und denen geht es besser, allen geht es besser. Die ganze Sache wird gutgehen und das Problem verschwinden", so Trump. Sein Optimismus in allen Ehren, das US-Gesundheitsministerium sieht die Lage deutlich ernster und widerspricht dem Staatsoberhaupt.

50 bekannte US-Corona-Fälle

Nancy Messonnier, Chefin der zuständigen Behörde CDC, sagte, dass sie von einer weiteren Verbreitung der Krankheit ausgeht. "Je mehr sich der Virus in anderen Ländern ausbreitet, desto schwerer wird es, unsere Grenzen dagegen abzuschirmen. Es ist keine Frage, ob es passiert, sondern wann es passiert und wie viele Menschen schwer erkranken werden", so Messonnier. Die USA haben bislang rund 50 Corona-Fälle registriert, davon befinden sich allerdings 40 Menschen vor der japanischen Küste auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" in Quarantäne.

Coronavirus: Italienerin schildert Lage in Turin

Erst vor einigen Tagen hatte Donald Trump im einem Radiointerview behauptet, dass der Coronavirus bis April besiegt sei. "Das April-Datum ist sehr wichtig. Denn in dem Fall, falls Hitze tatsächlich tötet, es dann also beginnt, heiß zu werden und der Virus reagiert sehr empfindlich auf Hitze und dann stirbt", sagte er etwas unstrukturiert. Auch in diesem Fall war das CDC zu einem anderen Ergebnis gekommen und hatte gesagt, dass der Coronavirus nicht bis April von alleine verschwinden werde.

Trump will 2,5 Milliarden für Kampf gegen Coronavirus

Der US-Präsident reagierte mit seinen neuen Äußerungen nicht nur auf die verunsicherte Börse - die Aussicht auf wirtschaftliche Schäden einer möglichen Pandemie drückte die Kurse zuletzt massiv nach unten - er ging damit auch auf die Kritik der US-Opposition ein: "Cryin' Chuck Schumer (Chef der Demokraten, d.Red.) beschwert sich, rein öffentlichkeitswirksam, dass ich mehr als 2,5 Milliarden für den Kampf gegen den Coronavirus hätte verlangen sollen. Hätte ich das getan, hätte er gesagt, das sei zu viel", so Trump. Die US-Regierung will mit dieser Summe die Folgen der Epidemie eindämmen sowie bei der Entwicklung eines Impfstoffes helfen.

Quellen: "The Hill", ABC, Donald Trump auf Twitter

nik

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