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Lungenkrankheit: Trump lobt Chinas Umgang mit Coronavirus und behauptet, Epidemie sei im April vorüber

Der US-Präsident will die Kritik an China, das Ausmaß der Coronavirus-Epidemie verheimlicht zu haben, nicht teilen. Im Gegenteil, das Land sei sehr professionell vorgegangen, so Donald Trump in einem Interview. Und: Ab April sei eh alles vorüber.

Donald Trump und Geraldo Rivera

Donald Trump und Geraldo Rivera bei einem Besuch auf Puerto Rico

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US-Präsident Donald Trump zeigt Verständnis für den Umgang Chinas mit dem Corona-Virus. Peking habe die Epidemie "sehr professionell" behandelt. "Ich denke, sie sind sehr fähig, Präsident Xi ist äußerst fähig und ich hoffe, dass es gelöst wird", sagte Trump in einem Interview Geraldo Rivera von der Radiostation WTAM. Dem Land wird vorgeworfen, das wahre Ausmaß der Epidemie vertuscht zu haben. Trump sagte dazu: "Nun, man kann nie wissen. Ich schätze, sie haben versucht das Gesicht zu wahren. Ich meine, wenn sie sich darum kümmern würden, würden sie nicht wie wild in der Welt herumrennen und irgendwas herausposaunen, weil sie keine Panik verbreiten wollen."

Offizielle Corona-Infiziertenzahl: 68.500

Laut der Pekinger Gesundheitskommission sind erneut 142 Patienten an der Lungenkrankheit gestorben, womit die Gesamtzahl der Todesopfer in China auf 1665 angestiegen ist. Zudem wurden 2009 neue Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Seit Ausbruch der Krankheit wurden damit 68.500 Fälle in Festland-China bestätigt. Experten vermuten jedoch eine hohe Dunkelziffer. Die Gesundheitskommission zählt mittlerweile Menschen, bei denen das Virus mit einem Test nachgewiesen wurde, die aber keine Symptome der Lungenkrankheit zeigen, nicht mehr mit - ein Vorgehen, dass der Definition der Weltgesundheitsorganisation widerspricht.

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Donald Trump äußert sich in dem Gespräch mit dem konservativen Radiomann Rivera irritierend optimistisch, dass der Coronavirus bis April besiegt sei. "Nochmal: Das April-Datum ist sehr wichtig, das ist eine große Sache. Denn in dem Fall, falls Hitze tatsächlich tötet, es dann also beginnt heiß zu werden und der Virus reagiert sehr empfindlich auf Hitze und er dann stirbt. Also, wir müssen sehen, was passiert", sagte er etwas kryptisch. Die für solche Epidemien zuständige US-Behörde CDC allerdings hat der Behauptung, dass der Coronavirus im April von alleine verschwinde, allerdings schon widersprochen.

nik und DPA

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