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Anwärter auf Spitzenjobs: Trumps Kabinett der Superreichen - so viel Geld haben Minister und Berater

Noch ist Donald Trumps Kabinett und Beraterstab unvollständig, die gehandelten Namen deuten auf eine Regierung von Schwerreichen hin. Sagenhafte 28 Milliarden Dollar beträgt das Privatvermögen von Anwärtern auf die zu vergebenen Spitzenjobs.

Donald Trump und Mitt Romney

Der künftige Präsident Donald Trump und sein künftiger Vize Mike Pence verabschieden Mitt Romney, bis vor kurzem einen ihrer größten Kritiker

ist reich. Sehr reich. Und wie es aussieht, wird er nicht der einzige Multimilliardär sein, der künftig die Vereinigten Staaten von Amerika regieren wird. Mit der neuen Bildungsministerin Betsy DeVos wird eine Industriellenerbin und Großinvestorin am Kabinettstisch Platz nehmen, deren Familienvermögen sich auf rund fünf Milliarden Dollar beläuft. Ziemlich sicher bekommt auch der Trump-treue, ehemalige Bürgermeister New Yorks, , einen Posten im Team des neuen US-Präsidenten. Er soll über zweistellige Millionenbeträge verfügen. Die Liste der Superreichen an den Hebeln der Macht ist damit  immer noch nicht vollständig.

Donald Trumps Spitzenjobs für Spitzenverdiener

Das US-Magazin "Politico" führt noch weitere sechs Namen auf, die für ein Minister- oder Beraterjob in Frage kommen und die alle für den Rest ihres Lebens (und dem ihrer Nachkommen) ausgesorgt haben sollten:

  • Harold Hamm, Öl-Fracking-Unternehmer, wird für das Amt des Energie-Ministeriums gehandelt. Sein Vermögen liegt laut "Forbes" bei rund 15 Milliarden Dollar.
  • Wilbur Ross, Investor, könnte Handelsminister werden. Mit dem Geschäft von (feindlichen) Übernahmen hat er rund drei Milliarden Dollar angehäuft.
  • , ehemaliger Präsidentschaftskandidat und ebenfalls Investor, ist trotz seiner erklärten Gegnerschaft zu Donald Trump als Außenminister im Gespräch. Sein Privatvermögen liegt bei rund 250 Millionen Dollar.
  • Steve Mnuchin, Filmproduzent ("X-Men") und Banker hat Trump während des Wahlkampfs als Finanzexperte zur Seite gestanden und wird möglicherweise nächster Finanzminister. Er verfügt privat über 45 Millionen Dollar.
  • Ben Carson, eventuell künftiger Wohnungsbau-Minister, hat in seinem früheren Job als Neurochirurg mehr als 20 Millionen Dollar verdient.
  • Andrew Puzder, als Arbeitsminister im Gespräch, verfügt immerhin auch noch über mehr als vier Millionen Dollar.


Macht zusammen (inklusive der Trumpschen vier Milliarden Dollar) eine US-Regierung, deren Mitglieder zusammen über rund 28 Milliarden Dollar verfügen. Eine beeindruckende Summe für einen so kleinen Kreis von Menschen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass sich der Immobilienunternehmer Trump im Wahlkampf stets als Anwalt der kleinen Leute inszeniert hat.

Wie unabhängig ist ein Ölbaron als Energieminister?

Der 45. US-Präsident ist gewiss nicht das erste Staatsoberhaupt mit wohlhabenden Hintergrund und Gefolge (auch die Kennedys oder die Bush-Familie litten nicht an Geldmangel). Nur das oft gehörte Argument, Reichtum mache auch unabhängig, verblasst vor Personalien wie Harold oder Wilbour Ross. Wird jemand von einem Ölbaron als Energieminister ernsthaft erwarten, dass er die Nutzung fossiler Brennstoffe einschränkt? Oder von einem Investor als Handelsminister, dass er der unliebsamen Konkurrenz aus dem Ausland Tür und Tor öffnet?