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Donald Trumps Minister und Berater: Sie sollen America wieder great machen

Investmentbanker, Militärs, Milliardäre und ein Schwiegersohn: Donald Trump hat sein Kabinett und seine engsten Berater so gut wie beisammen. Viele der Personalien sind höchst umstritten - ein Überblick.

Jared Kushner, Chefberater

Ivanka Trump und Jared Kushner

Ivanka Trump und Jared Kushner


Im Wahlkampf war der Mann von Tochter Ivanka einer der wichtigsten, wenn nicht der wichtigste Einflüsterer von Donald Trump. Nun wird er diese Rolle auch nach außen hin spielen: Ebenso wie Trump ist der 35-Jährige ein erfolgreicher Immobilienunternehmer und zudem Herausgeber des Wochenblatts "New York Observer". Der künftige US-Präsident hatte einst gesagt, dass er Kushner zutraue, den Nahostkonflikt zwischen den Israelis und Palästinensern lösen zu können. Kushner ist seit 2009 mit Ivanka Trump verheiratet, das Paar hat drei Kinder. Einziges Problem bei der Personalie: Ein Gesetz gegen Vetternwirtschaft legt fest, dass US-Präsidenten keine Verwandten anstellen dürfen. Trumps Berater argumentieren jedoch, dass der Präsident größeren Spielraum habe, wenn es um Ernennungen für das Weiße Haus und nicht für das Kabinett gehe.

Rex Tillerson, Außenminister

Rex Tillerson

Rex Tillerson


Sein gesamtes Berufsleben hat der 64-Jährige beim Ölkonzern Exxon beziehungsweise Exxon-Mobil verbracht. Seit mehr als zehn Jahren steht Tillerson an der Spitze des Unternehmens und in dieser Funktion hat er vielleicht keine außenpolitischen Erfahrungen, aber zumindest Erfahrung mit Ausländern gesammelt. Den russischen Staatschef Wladimir Putin etwa kennt Tillerson seit vielen Jahren und komme gut mit ihm klar, wie es heißt. Der Texaner, dessen Energiekonzern mit dem russischen Staatunternehmem Rosneft kooperiert, ist sogar Träger eines russischen "Freundschaftsordens" - und Kritiker der wegen des Ukraine-Konflikts verhängten Sanktionen gegen Russland.

Sonny Perdue, Agrarminister

Sonny Perdue

Sonny Perdue


Der 70-jährige, eigentlich George Ervin Perdue III., war früher einmal Demokrat, wechselte aber 1997 die Parteizugehörigkeit und regierte acht Jahre lang den Bundesstaat Georgia (2003 bis 2011) als Republikaner. Perdue ist gelernter Tierarzt, sein Vater war Landwirt.

Ryan Zinke, Innenminister

Ryan Zinke

Ryan Zinke


Innenminister haben in den USA nicht allzu viel zu melden. Sie entscheiden über Naturschutzgebiete, oder darüber, ob und welche Gegenden zur Ausbeutung wie dem Fracking freigegeben werden. Der 55-jährige Republikaner hatte sich als Abgeordneter im Kongress für die Lockerung von Umweltauflagen eingesetzt. Zinke, ein studierter Geologe und passionierter Bergsteiger, werde dafür sorgen, dass die Naturschönheiten erhalten werden, so Trump. Gleichzeitig soll der langjährige Navy Seal Öl- und Erdgasförderungsauflagen lockern.

John Kelly, Heimatschutzminister

John Kelly

John Kelly


Und noch ein Ex-General am Kabinettstisch. Der 66-Jährige tritt für eine rigorose Absicherung der Grenzen ein. Wie sein Kollege, der Verteidigungsminister James Mattis, ist er ein Marineinfanterist und kommandierte Kampftruppen im Irak. Später war Kelly als Chef des Südkommandos für die Militäroperationen in Lateinamerika zuständig. Kelly hat gewarnt, dass die Routen des Drogenschmuggels in die USA potenziell auch von Terroristen genutzt werden könnten. Der Ex-Marine soll vor allem Trumps Pläne des verschärften Grenzschutzes zu Mexiko umsetzen. 

Linda McMahon, Mittelstandsbeauftragte

Linda McMahon

Linda McMahon


Von der Chefin eines Wrestling-Unternehmens an den Kabinettstisch. Die 68-jährige McMahon hat Erfahrung als Geschäftsfrau. Sie baute "World Wrestling Entertainment" zu einem internationalen Unternehmen aus. Künftig ist sie für kleine und mittlere Unternehmen zuständig, die die Hälfte aller US-Arbeitsplätze stellen.

Scott Pruitt, Leiter der Umweltbehörde

Scott Pruitt

Scott Pruitt


Jahrelang hat der Noch-Generalstaatsanwalt des Bundesstaats Oklahoma genau die Behörde bekämpft, die er nun leiten soll. Auch mit Barack Obama hat er sich wegen dessen Klimaschutzmaßnahmen angelegt. Der 48-jährige Pruitt gilt als Freund der Ölindustrie und hat auch ihn ihren Namen mehrfach geklagt. Unter anderen wollte er Umweltlauflagen für die Branche verhindern. Scott Pruitt zweifelt zudem den von Menschen gemachten Klimawandel an. Seine Nominierung gilt als klares Signal, dass Donald Trump die entsprechenden Errungenschaften seines Vorgängers abwickeln will.

Dan Coats, Geheimdienstdirektor

Dan Coats

Dan Coats


Mit Dan Coats als nationalem Geheimdienstdirektor setzt Donald Trump auf einen traditionellen Republikaner und ehemaligen Senator (Indiana) setzen. Der 73-Jährige ist Teil des Washingtoner Establishments und kann langjährige Erfahrung im US-Kongress vorweisen, die ihm Anerkennung in allen politischen Lagern eingebracht hat. Auch in Deutschland ist er kein Unbekannter: Als US-Botschafter vertrat er in Berlin jahrelang die Interessen seines Landes. In einigen grundsätzlichen Angelegenheiten vertritt er völlig andere Ansichten als der US-Präsident: So gilt er als Kritiker Russlands und gilt als Verfechter von militärischer Interventionen.

Robert Lighthizer, Handelsbeauftragter

Robert Lighthizer 

Robert Lighthizer 

Der 69-Jährige ist mit Abstand das regierungserfahrenste Mitglied in Trumps Team. Lighthizer war schon in der 1980er Jahren unter dem damaligen Präsidenten Ronald Reagan als stellvertretender Handelsattaché aktiv. Lighthizer ist bekennender Protektionisten und soll dazu beitragen, "die gescheiterte Handelspolitik, die so vielen Amerikanern den Wohlstand geraubt hat, umzukehren", so Trump.

Rick Perry, Energieminister

Rick Perry

Rick Perry


Neben Scott Pruitt rückt mit Rick Perry ein weiterer Klimaskeptiker in die neue US-Regierung auf. Der frühere Gouverneur von Texas, Rick Perry, hatte sich zweimal um die US-Präsidentschaft beworben und war beide Male gescheitert. Während dieser Wahlkämpfe forderte eben dieses Ministerium abzuschaffen, dem er nun vorstehen wird. Perry ist Freund der Ölbranche und wird für Vorhaben verantwortlich sein, das Land durch Ausnutzung der eigenen Naturressourcen unabhängig von Energieimporten zu machen, so Trump. Perry selbst kündigte an, er wolle eine Energiepolitik betreiben, die Stellen schaffe und die Interessen der USA voran stelle.

Andrew Puzder, Arbeitsminister (hat am 15. Februar auf das Amt verzichtet)

Andrew Puzder

Andrew Puzder


Er sei ein Unternehmer mit einer "Bilanz des vehementen Einsatzes für Arbeiter" - so preist Donald Trump den 66-Jährigen an. Das sehen die Gewerkschaften allerdings ganz anders. Puzder, Chef der CKE-Schnellrestaurant-Kette (Carl's Jr., Hardee's, Green Burrito, Red Burrito) mit rund 175.000 Beschäftigten, ist sowohl Gegner höherer Mindestlöhne, der Gesundheitsreform von Barack Obama als auch der Lohnfortzahlung bei Krankheit. Im "Wall Street Journal“ plädierte er vor einiger Zeit dafür, zur Senkung der Arbeitskosten Arbeiter weiter durch Maschinen zu ersetzen. Die "Washington Post" berichtet, mit der Wahl von Andrew Puzder zum Arbeitsminister habe Trump nun bereits sechs seiner großen Spender für seine Regierung ausgewählt.

Carl Icahn, Sonderberater

Carl Icahn

Carl Icahn


Kein Regierungsposten, kein Gehalt, aber jede Menge Erfahrung: 80 Jahre ist Carl Icahn alt und sei laut Donald Trump einer der "großartigsten Geschäftsmänner der Welt, ein exzellenter Verhandlungsführer" und habe die Fähigkeit, die Entwicklungen in der Finanz- und Wirtschaftswelt vorherzusagen. Der New Yorker Geschäftsmann begann in den 60er Jahren an der Wall Street. Im Laufe seiner Karriere hielt er Anteile an zahlreichen US-Konzernen wie Time Warner, Motorola, Dell und Apple, er gilt als aggressiver Investor. Icahn beklagt die Flut neuer Regulierungen für die Wirtschaft, die unter Barack Obama erlassen worden seien. "Es ist Zeit, der exzessiven Regulierung ein Ende zu setzen und unsere Unternehmer das tun zu lassen, was sie am besten können: Jobs schaffen und Gemeinden unterstützen", sagte er.

Peter Navarro, Chef des Nationalen Handelsrats

Peter Navarro

Peter Navarro

Diesen Posten gab es bislang nicht, der Wirtschaftsprofessor aus Kalifornien wird also Grundlagenarbeit leisten müssen. Der 67-Jährige "visionäre Ökonom", wie Donald Trump ihn nennt, soll das "Handelsdefizit senken, das Wachstum erhöhen und die Abwanderung von Jobs stoppen". Wie das gehen soll, hat Navarro in seinem Buch "Death by China" (etwa: Tod durch China) verraten. Darin wirft er China vor, einen Handelskrieg zu führen, indem es die eigene Industrie subventioniert und US-Importe blockiert. Das Versprechen, ins Ausland ausgelagerte Jobs in die USA zurückzubringen, war eines der zentralen Wahlversprechen von Trump. Die Berufung von Navarro könnte nun auch zu weiteren Spannungen mit China führen.

Jason Greenblatt, Chef-Unterhändler

Jason Greenblatt

Jason Greenblatt


Auch bei seinem Mann für internationale Verhandlungen setzt Donald Trump auf ihm bekannte Gesichter: Mit dem 50-jährigen, langjährigen Anwalt seiner Unternehmensgruppe, der auch Vize-Präsident der Trump Organization ist, soll sich einer seiner "engsten Vertrauten" um Abkommen etwa für den Nahen Osten und mit Kuba kümmern. 

Gary Cohn, Wirtschaftsberater

Gary Cohn

Gary Cohn


Und noch ein Manager der Investmentbank Goldman Sachs: Der 56-Jährige wechselt von der Spitze der Investmentbank ins Weiße Haus. Der Banker wird als Chef des nationalen Wirtschaftsrates die gesamte Wirtschaftspolitik koordinieren. Ursprünglich war Cohn Demokrat und hatte ein ums andere Mal Trumps wirtschaftspolitische Vorstellungen kritisiert. Jetzt verspricht er sichere Arbeitsplätze in einer blühenden Wirtschaft. Während des Wahlkampfs hatte Trump stets wiederholt, seine demokratische Konkurrentin Hillary Clinton werde von Goldman Sachs "total kontrolliert".

James Mattis, Verteidigungsminister

James Mattis

James Mattis


Der neue Verteidigungsminister der USA trägt den Spitznamen "Mad Dog" - was einiges über den 66-jährigen James Mattis, einem Vier-Sterne-General, verrät. Mattis war unter anderem im Irak und in Afghanistan im Einsatz und hatte sich dabei den Spitznamen "verrückter Hund" erworben. Während der zweiten US-Invasion im Irak führte er im Jahr 2004 die Schlacht um Falludscha an, eine der blutigsten des Krieges. Sechs Jahre später ernannte ihn Barack Obama zum Oberbefehlshaber des US-Zentralkommandos. Nach seiner Pensionierung arbeitete er sich an Obama und seiner Nahost-Politik ab, die er stets scharf kritisierte. Der Neue im Pentagon gilt als profilierter strategischer Denker und politisch als Falke. Mattis hält eine härtere Gangart den politischen Gegnern der USA gegenüber für angezeigt.

Steven Mnuchin, Finanzminister

Steven Mnuchin

Steven Mnuchin


Der frühere Bankmanager, dessen Geburtsjahr 1962 oder 1963 ist, hat seine neue Funktion als Finanzminister selbst bekannt gegeben. Mnuchin blickt auf eine schillernde Karriere zurück: 17 Jahre lang arbeitete er für die Investmentbank Goldman Sachs, später dann begann er Hollywoodfilme zu produzieren, unter anderem die X-Men-Reihe und Avatar. Vor vier Jahren unterstützte er den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney, im Frühjahr wurde er Finanzchef im Wahlkampfteam von Donald Trump

Wilbur Ross, Wirtschaftsminister

Willbur Ross

Willbur Ross


Wie Steven Mnuchin und Gary Cohn ist auch Ross eine ein Wall-Street-Insider. Wie auch Donald Trump hat der 78-Jährige eine ebenso wechselvolle wie schillernde Karriere hingelegt. Er kommt ebenfalls aus New York, und ebenso auch schon mit der Demokratischen Partei liebäugelt. Als Investor ist Ross mit Konkursen und dem Zerlegen von Unternehmen zum Milliardär geworden. Er ist Absolvent der Elite-Unis Harvard und Yale.  

Jeff Sessions, Justizminister

Donald Trump-Justizminister Jeff Sessions

Jeff Sessions


Jeff Session, 69, war der erste Senator, der die Präsidentschaftskandidatur von Donald Trump unterstützte hatte. Der künftige Justizminister stammt aus dem Südstaat Alabama und gilt als erzkonservativer Falke, also als jemand, der gern durchgreift. Sessions vertritt eine harte Gangart bei der Verbrechensbekämpfung, zudem bekämpft er rigoros die illegale Einwanderung. 1986 durfte er nicht Richter werden, weil er dem zuständigen Ernennungskomitee zu "rassistisch" gewesen war. Trumps Vision von Amerika unterstützt er "mit Enthusiasmus".

Betsy DeVos, Bildungsministerin

Betsy DeVos

Betsy DeVos


Die 58-jährige Betsy DeVos passt perfekt in Trumps Personalprofil: Sie ist vor allem konservativ und gilt als fleißige Hinter-den-Kulissen-Arbeiterin. Ihr Vater wurde im Arbeiterstaat Michigan als Industrieller reich. Zusammen mit ihrem Ehemann und der gemeinsamen Stiftung investiert sie seit Jahrzehnten in Technikunternehmen, das Vermögen der Familie soll im Milliardenbereich liegen. Als Bildungsministerin will sie Eltern mehr Spielraum bei der Wahl der Schule für ihre Kinder geben. Mit Steuererleichterungen beispielsweise könnten Eltern animiert werden, ihre Kinder von wenig effizienten staatlichen Schulen auf privat geleitete Einrichtungen umzumelden.

Tom Price, Gesundheitsminister

Tom Price

Tom Price


Der 62-Jährige wird eine Schlüsselposition im Kabinett einnehmen: das Gesundheitsressort. Seine Aufgabe ist, das ungeliebte "Obamacare" abzuschaffen oder zumindest grundlegend umzubauen - eines der zentralen Wahlversprechen von Donald Trump. Der Kongressabgeordnete gilt als entschiedener, konservativer Gegner der Gesundheitsreform. Er selbst ist Orthopäde und stammt aus Atlanta.

Ben Carson, Wohnungsbauminister

Ben Carson

Ben Carson


Erst wollte der einstige, sehr konservative Starchirurg, 65, selbst US-Präsident werden, dann lehnte er die Übernahme des Gesundheitsministeriums mit der Begründung ab, er verfüge über keine Regierungserfahrung. Nun die Kehrtwende von der Kehrtwende: Ben Carson erklärt sich bereit, Minister für Wohnungsbau und Stadtentwicklung zu werden. 
Lesen Sie hier ein Porträt des Mannes.

Elaine Chao, Verkehrsministerin

Elaine Chao

Elaine Chao


Die 63-Jährige war die erste asiatisch-stämmige Ministerin in Washington - unter US-Präsident George W. Bush leitete sie das Arbeitsministerium. Sie hat also Erfahrung in Regierungsgeschäften. Nun wird Chao, ausgezeichnet mit 34 Ehrendoktorwürden, Verkehrsministerin.

Michael Flynn, nationaler Sicherheitsberater (am 14. Februar 2017 zurückgetreten)

Donald Trumps Sicherheitsberater Michael Flynn

Michael Flynn


Der pensionierte Drei-Sterne-General gehört zu Trumps Unterstützern der ersten Stunde. Künftig soll der 57-Jährige nationaler Sicherheitsberater werden. Flynn ist umstritten, vor allem wegen seiner radikalen Islamkritik. Er hält den Islam für eine politische Ideologie und nicht für eine Religion, die Angst vor Muslimen bezeichnet er "rational". Auch wegen seiner Verbindungen nach Russland ist er ins Zwielicht geraten. Wiederholt trat er im staatsfinanzierten russischen Fernsehsender Russia Today auf. Vergangenes Jahr nahm er in Moskau an einem Galadiner teil, wo er neben Präsident Wladmir Putin saß. Medienberichten zufolge ließ er sich die Moskau-Reise bezahlen. Wegen dubioser Telefonate mit einem russischen Botschafter musste Flynn am 14. Februar 2017 zurücktreten.

Stephen Bannon, Chefstratege

Donald Trump-Berater Stephen Bannon

Stephen Bannon


Gründer der rechten Hetzseite "Breitbart.com", Nationalist, Kämpfer gegen "das Establishment". Der 62-jährige, künftige Chefstratege von Donald Trump polarisiert wie kaum ein anderer im Umfeld des nächsten US-Präsidenten. Lesen Sie hier mehr über Stephen Bannon.

Reince Priebus, Stabschef

Donald Trump-Stabschef Reince Priebus

Reince Priebus (r.)


Mit seinen 44 Jahren ist Reince Priebus einer der jüngsten engen Mitarbeiter von Donald Trump. Er wird Stabschef, einer der wichtigsten Schaltstellen der Macht im politischen Gefüge der USA, in etwa vergleichbar mit dem deutschen Kanzleramtsminister. Der Chef der Republikaner soll das schwierige Verhältnis der Partei zu ihrem Präsidenten kitten. Priebus ist ein typischer Washingtoner Politik-Maschinist. Er gilt als leutselig und als hervorragend geeignet, Brücken zu bauen - und als selbstironischer, loyaler Funktionär, der seine Aufgaben bislang unauffällig, aber erfolgreich erledigt. 

Mike Pompeo, CIA-Chef

Donald Trumps-CIA-Chef Mike Pompeo

Mike Pompeo


Die CIA ist einer der mächtigsten Geheimdienste der Welt und wird mit dem Wahlsieg von Donald Trump einen neuen Chef bekommen: Mike Pompeo, 52, Abgeordneter aus Kansas. Seit 2013 sitzt er im Geheimdienstausschuss. In dieser Funktion hat er sich mit Vehemenz dafür eingesetzt, dass die Geheimdienste umfassende Vollmachten erhalten, um Daten von In- und Ausländern auszuspähen. Harsch kritisiert er zudem das Atom-Abkommen mit dem Iran sowie die Entscheidung Obamas, illegale CIA-Gefängnisse zu schließen. Auch wandte er sich gegen die Vorschrift, wonach alle Verhöre strikt nach Anti-Folter-Gesetzen ablaufen müssen. Zudem spricht sich Pompeo für die Todesstrafe für den Whistleblower Edward Snowden aus, da dieser ein Verräter sei. 

Nikki Haley, UN-Botschafterin der USA

Nikki Haley

Nikki Haley


Nikki Haley, 44, wird die USA bei den Vereinten Nationen vertreten. Die Republikanerin wurde als Tochter von indischen Einwanderern in South Carolina geboren, wo sie bereits zweimal zur Gouverneurin gewählt wurde - als erste Frau und unterstützt von Sarah Palin und der ultrarechten "Tea-Party"-Bewegung. Sie lehnt Abtreibungen genauso ab wie Homo-Ehen und die Einschränkung des Waffenrechts. Im Präsidentschaftswahlkampf 2016 hatte sie zunächst Donald Trumps Konkurrenten Marco Rubio unterstützt und später dann Ted Cruz.

Geheimnisse des US-Präsidenten: Warum Donald Trump ungern Hände schüttelt
nik mit DPA