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Weißes Haus: Nur Mittagessen und ein Treffen: Trumps Terminkalender ist nach dem Shutdown äußerst leer

Donald Trump kam schon früher ins Gerede, dass seine Arbeitstage nicht besonders lang seien. Doch ausgerechnet nachdem die USA den Shutdown überstanden haben, soll der Präsident für diese Woche nur ein Mittagessen eingeplant haben.

Donald Trump

Donald Trump hat nach dem Shutdown mehr Zeit für sich

DPA

In Amerikas Innenpolitik ist etwas Ruhe eingekehrt. Nach 35 Tagen erklärten Republikaner und Demokraten die Haushaltssperre am vergangenen Freitag für beendet. Zumindest bis 15. Februar. Doch was macht der US-Präsident? Wie US-Medien berichten, soll er für diese Woche die Füße hochgelegt haben. Das ist erstaunlich, da in Washington sich die Parteien abmühen, einen Deal für den Mauerbau an der Grenze zu Mexiko auszuhandeln.

Glaubt man einem Bericht der US-Zeitung "Newsweek" ist die Woche nach dem Shutdown für Donald Trump überaus entspannt. In seinem Terminplan für die ganze Woche sei nur ein Treffen mit Geheimdiensten angesetzt und ein Mittagessen mit Vize-Präsident Mike Pence. Das Weiße Haus wollte diesen Bericht nicht weiter kommentieren. Immerhin ließ eine Sprecherin verlauten Trump habe noch am Mittwoch mit Venezuelas Interims-Präsidenten Juan Guaidó gesprochen. Der Chef des Weißen Hauses hätte seine Glückwünsche übermittelt.

Donald Trump soll gerne Freizeit eingeplant haben

Bleibt die Frage, wie der US-Präsident in dieser Woche seine Zeit verbringt. Auf seinem Twitter-Kanal hat jedenfalls die Frequenz der Nachrichten zugenommen. Vier Botschaften in der Stunde lässt Trump unters Volk. Mal stichelt er gegen die Demokraten. Dann wieder wünscht er sich angesichts der Kältewelle im Mittleren Westen die Erderwärmung herbei. Allein am Donnerstag setzte er 15 Nachrichten ab.

Es ist nicht das erste Mal, dass Trump mit übersichtlichen Terminkalendern ins Gerede kommt. Bereits im Januar und Oktober 2018 berichteten die US-Nachrichtenseiten "Axios" und "Politico", dass er meist von 11 bis 16.15 Uhr im Oval Office anwesend sei.

Demnach hatte Trump an einigen Tagen etwa dreimal so viel Freizeit eingeplant wie Arbeitszeit. An mehr als neun Stunden sei "Executive Time" vorgesehen gewesen, ein Euphemismus für die unstrukturierte Zeit, in der der Präsident twittert, Freunde anruft und fernsieht. Offizielle Meetings, politische Briefings und öffentliche Auftritte - typischerweise die tägliche Arbeit als Präsident - hätten kaum mehr als drei Stunden in Anspruch genommen.

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