Einwanderung USA mauern sich ein


Die Verlosung von "Greencards" für die USA sind nicht nur in Deutschland beliebt. Doch mit der Lotterie ist bald Schluss. Denn die USA planen ihre Einwanderungsgesetze drastisch zu verschärfen.

Die USA wollen mit einer Verschärfung des Einwanderungsgesetzes, einem über 1100 Kilometer langen Grenzzaun zu Mexiko sowie der Abschaffung der "Greencard"-Lotterie die Hürden für Einwanderung drastisch erhöhen. Das US-Repräsentantenhaus in Washington beschloss dies am Freitagabend mit 239 zu 182 Stimmen.

Bei der "Greencard"-Lotterie waren jährlich weltweit rund 55.000 Einwanderungsvisa für die USA ausgeschrieben worden. Auch in Deutschland beteiligten sich jährlich viele Tausend Menschen an dieser Lotterie. "In Zeiten des Terrorismus können wir nicht mit der Sicherheit spielen", sagte der republikanische Abgeordnete Robert Goodlatte. Über die Lotterie seien auch Terroristen in die USA gelangt.

Das neue US-Gesetz stellt den illegalen Aufenthalt in den USA unter Strafe. Bisher waren die - überwiegend mexikanischen - Einwanderer ohne Aufenthaltsgenehmigung meist nur abgeschoben worden. Allein 2004 waren offiziellen US-Angaben zufolge 1,1 Million Menschen beim illegalen Überschreiten der mexikanisch-amerikanischen Grenze gefasst worden - mindestens ebenso vielen sei die Flucht aus dem ärmeren Süden in den reichen Norden gelungen. Auf rund elf Millionen wird die Zahl der illegalen Einwanderer in den USA geschätzt.

Der Senat muss dem Gesetz noch zustimmen. US-Präsident George W. Bush forderte die Senatoren auf, das Gesetz zu billigen. "Sichere Grenzen sind entscheidend für die Sicherheit in unserem Land", sagte er. Bush war von Demokraten wie Republikanern seit langem kritisiert worden, zu wenig für eine strengere Kontrolle der US-Grenzen und die Eindämmung der illegalen Einwanderung kritisiert worden. An der mexikanischen Grenze hatten mehrere US-Milizen die Grenzüberwachung selbst in die Hand genommen.

DPA DPA

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