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Erdrutschsieg für Barack Obama: "Endlich ist Bush weg"

Die US-Demokraten jubeln: Nach acht Jahren Bush-Regierung zieht mit Barack Obama wieder einer aus ihren Reihen ins Weiße Haus ein. Der New Yorker Anwalt Jenik Radon war Mitglied in Obamas Team. Er hält die Wahl für historisch und sagt im stern.de-Interview, wie es jetzt weiter geht.

Von Sebastian Christ

Jenik Radon steht vor dem Rockefeller-Center in New York. Um ihn herum findet eine Wahlkampfparty unter freiem Himmel statt. Die meisten Partybesucher sind für Obama.

Herr Radon, wie haben sie den Wahlabend erlebt? Die Nachricht vom Wahlsieg Barack Obamas ist ja gerade bekannt gegeben worden…

Für mich war es schon klar, als Ohio an Obama ging. McCain brauchte Ohio, den Swing-State. Man wusste, dass Kalifornien, Oregon und Washington für uns sicher waren. Da war die ganze Sache im Prinzip schon gelaufen.

Wie ist denn gerade die Stimmung um sie herum?

Die Stimmung ist unglaublich, die Leute spielen verrückt. Es war eine unglaubliche Stimmung, als raus kam, dass Obama gewonnen hat. (Jubel im Hintergrund)

Wie fühlen sie sich jetzt? Mehr als ein Jahr dauerte der Wahlkampf, sie sind jetzt am Ziel.

Heute feiern wir, und dann kommt die Arbeit. Obama muss, wie man hier sagt, ein "Transition-Team" zusammenstellen. Präsident wird er ja erst am 20. Januar, und das bedeutet, dass er für diese Zeit eine Mannschaft benennen muss, die aber nicht zwingend dem endgültigen Kabinett entspricht. Und dann muss man das Regierungsprogramm zusammenstellen. Jetzt kommt die normale Arbeit, aber endlich ist der Bush weg.

Wie wird dieses Programm aussehen? Orientiert es sich daran, was Obama im Wahlkampf verkündet hat? Oder gibt es Änderungen, so wie etwa zwischen dem Vorwahlkampf und dem eigentlichen Wahlkampf?

Man kann hier nicht nur in der Vergangenheit leben, es wird sich etwas ändern. Das ist ja etwas, was die Deutschen beklagt haben: Politische Wahlkampfprogramme sind in den USA nie so spezifisch wie in Deutschland, und damit auch nicht bis ins Detail festgelegt. Bei uns denkt man so: Man hat eben nicht alle Fakten, wenn man Kandidat ist. Zum Beispiel: Was spielt sich wirklich in der Wirtschaft ab? Was weiß man eventuell noch nicht? Das ist ein großes Problem. Wenn man alles weiß, was man wissen muss, kann man sein Programm noch einmal überdenken.

Wird Obama seine Haltung zu Deutschland überdenken? Zum Beispiel, was die Forderung nach einem stärkeren Engagement Deutschlands in Afghanistan angeht?

Es ist nur eine Vermutung: Aber ich glaube, dass er das weiterhin will. (Freudige Schreie aus dem Hintergrund)

Was ist denn da los?

Es war ein TV-Team hier, die Leute wollen ins Fernsehen. (Schreie klingen ab)

Wie wird es denn jetzt für sie weitergehen?

Jetzt genieße ich das, und dann muss man sehen, wie es weiter geht.

Werden sie noch lange feiern?

Natürlich. Vielleicht nicht bis vier Uhr, aber es werden noch einige Stunden sein. (Jetzt brandet ein ohrenbetäubender Jubel auf. Radon versteht weder den Reporter noch seine eigene Stimme. Kurze Pause, nach etwa zwanzig Sekunden beruhigt sich die Szene ein wenig) Jetzt wurde bekannt gegeben, dass auch Virginia und Colorado an Obama gehen.

Obama hat im Wahlkampf Visionen von einem anderen Amerika vermittelt. Was ist jetzt seine größte Aufgabe?

Es ist dieselbe Aufgabe wie sie jeder Präsident hat: Er muss eine Prioritätenliste zusammen stellen und dann entscheiden, was er zuerst machen will. Aber eines ist wohl allen klar: Die höchste Priorität hat die Wirtschaft.

Ist das eine historische Wahl?

Klar. Er ist der erste nicht-europäischstämmige Präsident der USA, ein African American. Der erste Präsident, der eine Minderheit repräsentiert. Das ist historisch, kein Zweifel. Und ich hoffe, dass wir bald sagen können: Wir sind alle Amerikaner, ohne dass die Hautfarbe eine Rolle spielt.

Wird Obama jetzt ein neues Amerika aufbauen?

Ich glaube, die Jugend hat den Wunsch, dass sich das Wesen der Politik ändert. Man kann das nur erreichen, wenn man inspiriert und die ganze Mannschaft mitzieht. Wie es einst schon John F. Kennedy geschafft hat.

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Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
  • Sebastian Christ