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Peinliche Karten-Verwechslung: Lieber rumänischer Außenminister, das ist nicht Deutschland!

Peinlicher Patzer vor laufender Kamera: Rumäniens Außenminister Aurescu hat seinem Kollegen Frank-Walter Steinmeier eine vermeintliche Deutschlandkarte überreicht. Doch etwas daran stimmte nicht.

Nahm die Verwechslung amüsiert zur Kenntnis: Außenminister Frank-Walter Steinmeier (l.) mit seinem Amtskollegen Bogdan Aurescu in Bukarest.

Nahm die Verwechslung amüsiert zur Kenntnis: Außenminister Frank-Walter Steinmeier (l.) mit seinem Amtskollegen Bogdan Aurescu in Bukarest.

Beim Besuch von Außenminister Frank-Walter Steinmeier am Montag in Rumänien haben sich die Gastgeber einen diplomatischen Fauxpas geleistet: Zum 135-jährigen Bestehen der Beziehungen bekam Steinmeier bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz eine eigens für ihn gedruckte Broschüre, auf der die Umrisse beider Länder in den Nationalfarben prangen sollten. Die Farben - Schwarz-Rot-Gold und Blau-Gelb-Rot - waren korrekt. Problem nur: Deutschland sah überhaupt nicht wie Deutschland aus. Aus Versehen hatten die Rumänen Frankreich schwarz-rot-golden eingefärbt.

Rumäniens Außenminister Bogdan Aurescu entschuldigte sich später offiziell. "Wegen eines bedauerlichen technischen Fehlers wurden die Grenzen der Karten von Rumänien und Frankreich - letzteres bedeckt von der deutschen Flagge - gedruckt", erklärte das Ministerium: "Das rumänische Außenministerium hat sein tiefes Bedauern dafür direkt an das deutsche Außenministerium übermittelt."

Außwärtiges Amt verteilt falsche Anstecker

Steinmeier hatte die Verwechslung belustigt zur Kenntnis genommen. Beleidigt sein hätte dem Außenminister auch schlecht zu Gesicht gestanden. Schließlich ist es noch gar nicht so lange her, dass auch das Auswärtige Amt in Sachen Nationalfarben daneben lag. Bei Steinmeiers jüngster Afrika-Reise im Februar hatte sein Ministerium Anstecker verteilt, die anstelle der Demokratischen Republik Kongo das Nachbarland Kongo-Brazzaville zeigten. Der Fehler wurde allerdings glücklicherweise noch vor dem Abflug bemerkt.

Für Rumänien ist der Fehler sogar bereits die zweite diplomatische Dummheit in diesem Jahr: Im Februar verschickte die rumänische Botschaft in Paris versehentlich zusammen mit einer Einladung eine Liste mit Anmerkungen über einzelne Gäste. Darin wurden diese teilweise als "unerwünscht" und "abstoßend" bezeichnet. Ein eingeladener Schriftsteller hatte den blamablen Ausrutscher an die Öffentlichkeit gebracht.

mad/DPA / DPA