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Frankreich: Chirac beauftragt Raffarin mit Regierungsumbildung

Trotz der Wahlschlappe hält Frankreichs Präsident Jacques Chirac zu seinem Premierminster Jean-Pierre Raffarin und beauftragte ihn mit der Bildung einer neuen Regierung.

Der französische Premierminister Jean-Pierre Raffarin bleibt trotz der schweren Niederlage seiner konservativ-liberalen Regierungsparteien bei der Regionalwahl im Amt. Staatspräsident Jacques Chirac beauftragte ihn am Dienstag damit, eine neue Regierung zu bilden, wie das Präsidialamt mitteilte.

Raffarin habe zunächst seinen Rücktritt erklärt, den Chirac angenommen habe, hieß es weiter. Anschließend habe der Präsident Raffarin erneut zum Premier ernannt und ihn damit beauftragt, ein neues Kabinett zusammenzustellen. Zuvor hatten die beiden gut anderthalb Stunden lang im Elysee-Palast beraten.

Reformen werden fortgesetzt

Staatssekretär Dominique Bussereau erklärte im RTL-Radio, Schwerpunkte der Regierungsarbeit würden die Beschäftigungspolitik, die "Garantie des sozialen Zusammenhalts" und die Gesundheitspolitik. Die Reformen würden fortgesetzt, unterstrich der Raffarin-Vertraute.

Die Regierungsparteien UMP und UDF hatten in der zweiten Runde der Regionalwahlen am Sonntag ein Debakel erlitten. Die linke Opposition aus Sozialisten, Grünen und Kommunisten erzielte 50,3 Prozent der Stimmen und siegte in 20 der 22 Regionen im französischen Mutterland.

AP / AP