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G-20 Vositzender Sarkozy in Davos "Der Euro buchstabiert Europa"


Der derzeitige Vorsitzende der G-8- und G-20-Staaten, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos erneut für eine Steuer auf Finanzgeschäfte geworben. Zudem sprach er sich für den Euro als Währung aus.

Der derzeitige Vorsitzende der G-8- und G-20-Staaten, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos erneut für eine Steuer auf Finanzgeschäfte geworben. Beim Klimagipfel von Kopenhagen vor gut einem Jahr hätten die reichen Länder beschlossen, ärmere Staaten ab 2020 mit jährlich 120 Milliarden Dollar (rund 88 Milliarden Euro) zu unterstützen, sagte Sarkozy am Donnerstag vor rund 2500 Politikern, Konzernchefs und Fachleuten in dem schweizerischen Tagungsort. "Da unsere Haushalte alle ein Defizit haben, kann sich niemand vorstellen, dass dieses Geld aus den Staatshaushalten kommen wird. Also haben wir gar keine Wahl." Neue Finanzierungsmodelle seien "unabdingbar", betonte der französische Präsident.

Zudem legte Nikolas Sarkozy ein starkes Bekenntnis zum Euro ab. "Wir werden dem Euro niemals den Rücken kehren, wir werden den Euro niemals aufgeben", sagte er. Der Euro buchstabiere Europa, betonte er weiter. Er könne da auch für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprechen.

Frankreich und Deutschland hätten drei barbarische Kriege hinter sich. "Jetzt ist Europa der stabilste Kontinent der Welt", sagte Sarkozy. "Wir lassen niemals zu, dass der Euro abgeschafft oder zerstört wird." Wer gegen den Euro spekuliere, sollte vorsichtig sein, worin er investiere.

AFP/Reuters Reuters

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