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G20-Gipfel Eisige Szene im Video: Chinas Präsident Xi rüffelt Justin Trudeau nach Medienleak

Sehen Sie im Video: Chinas Präsident Xi rüffelt Justin Trudeau nach Medienleak.




STORY: Der chinesische Präsident Xi Jinping wurde auf dem G20-Gipfel dabei gefilmt, wie er den kanadischen Regierungschef Justin Trudeau über einen Übersetzer mit der Behauptung konfrontiert, Trudeau habe den Medien Einzelheiten über ein Treffen hinter verschlossenen Türen zugespielt. "Wenn es aufrichtig zugeht, dann können wir unsere Gespräche mit gegenseitigem Respekt führen", sagte Xi. "Andernfalls gäbe es ein zweifelhaftes Ergebnis." Es handelt sich um eine seltene öffentliche Äußerung des chinesischen Staatschefs, die sich wahrscheinlich auf Berichte beziehen, demnach Trudeau in den Gesprächen "ernste Bedenken" über angebliche Spionage und chinesische "Einmischung" in die kanadischen Wahlen zur Sprache brachte. Weder das chinesische Außenministerium noch die staatlichen Medien oder die kanadischen Behörden äußerten sich zu den Gesprächen. Trudeau bestätigte jedoch einige Gesprächsinhalte gegenüber Medien. Die kurze Konfrontation wegen der geleakten Informationen unterstreicht die Spannungen zwischen den beiden Ländern. Verantwortlich dafür ist vermutlich unter anderem auch die Verhaftung einer Managerin des chinesischen Telekommunikationsausrüsters und Hardwareherstellers Huawei im Jahr 2018.
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Chinas Präsident Xi Jinping hat auf dem G20-Gipfel Justin Trudeau konfrontiert. Der kanadische Regierungschef soll den Medien Einzelheiten über ein Treffen hinter verschlossenen Türen zugespielt haben.

Nach einem bilateralen Gespräch hat sich Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping bei Kanadas Premierminister Justin Trudeau über mangelnde Vertraulichkeit beschwert. In einer Videoaufnahme vom Mittwoch war Xi Jinping am Rande des Gipfels der großen Wirtschaftsnationen (G20) im indonesischen Bali mit Trudeau zu sehen, wie er sagte: "Alles, was wir gestern diskutiert haben, ist Zeitungen zugespielt worden. Das ist nicht angemessen." Das sei nicht die Art, wie das Gespräch behandelt werden sollte.

Wer ernsthaft sei, führe den Dialog mit gegenseitigem Respekt. "Ansonsten ist schwer zu sagen, was das Ergebnis sein wird", warnte Xi Jinping. Trudeau entgegnete: "In Kanada glauben wir an freie, offene und freimütige Gespräche." Vielleicht ließe sich der Dialog fortsetzen. Er wolle "konstruktiv" mit Xi Jinping zusammenarbeiten. "Aber es wird Dinge geben, bei denen wir nicht übereinstimmen werden", sagte Kanadas Premier.

G20-Gipfel: China Präsident verärgert über Medienleak

Xi Jinping wirkte ungehalten und sagte: "Schafft die Bedingungen." Daraufhin schüttelte er Trudeau die Hand, machte wieder ein freundliches Gesicht und ging weg. Es war das erste Treffen von Trudeau und Xi Jinping seit mehr als drei Jahren. Es war aber anders als Xi Jinpings Begegnungen mit anderen Staats- und Regierungschefs nicht als offizielle Begegnung deklariert.

Nach Presseberichten hat sich Trudeau bei dem Gespräch über chinesische Einmischung in Kanadas Demokratie beklagt. Die Beziehungen sind angespannt. Nach der Festnahme der Finanzchefin des Telekom-Konzerns Huawei, Meng Wanzhou, 2018 auf Ersuchen der USA hatte China zwei Kanadier festgenommen und wegen angeblicher Spionage angeklagt. Diplomaten sprachen von "Geiseldiplomatie". Nach langem Tauziehen auch mit den US-Justizbehörden konnte Meng Wanzhou 2021 in einem Tauschgeschäft nach China zurückkehren, woraufhin auch die beiden Kanadier erst freigelassen wurden.

mth DPA Reuters

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