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Gefechte in Mariupol: Russische Panzer stoßen in die Ukraine vor

Im Südosten der Ukraine kämpft die ukrainische Armee nach Angaben der Regierung gegen einen Panzerkonvoi aus Russland. Die Gefechte dauerten an.

Ukrainische Soldaten patrouillieren in der Küstenstadt Mariupol: Hier sollen am Montag russische Panzer und Militärfahrzeuge die Grenze überschritten haben. Es soll Gefechte geben.

Ukrainische Soldaten patrouillieren in der Küstenstadt Mariupol: Hier sollen am Montag russische Panzer und Militärfahrzeuge die Grenze überschritten haben. Es soll Gefechte geben.

Die ukrainische Armee kämpft nach Angaben aus Kiew nahe der südöstlichen Stadt Mariupol am Schwarzen Meer gegen dutzende aus Russland eingerollte Panzer und Militärfahrzeuge. Der russische Konvoi habe "die Grenze verletzt" und sei "von Grenzschützern gestoppt worden", teilte Militärsprecher Leonid Matjuchin am Montag mit. "Die Gefechte dauern an", fügte er hinzu, ohne weitere Details zu nennen.

Die Küstenstadt Mariupol in der Region Donezk liegt etwa 50 Kilometer von der ukrainisch-russischen Grenze entfernt und rund 110 Kilometer südlich der Stadt Donezk, einer Hochburg der prorussischen Separatisten. Mariupol ist ein wichtiger Standort der ukrainischen Metallindustrie. In den vergangenen Monaten befand sich die Stadt unter der Kontrolle der Regierung. Die örtlichen Behörden riefen am Montag zur Ruhe auf.

Südlich von Donezk an der Straße in Richtung Mariupol gab es indes neue Gefechte zwischen der Armee und Separatisten, wie Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Rebellen hatten zuletzt eine Offensive in der Region angekündigt und später mitgeteilt, sie würden Boden gut machen. Die Angaben sind von unabhängiger Seite aber nur schwer nachprüfbar. Kämpfe gibt es etwa um die Stadt Oleniwka, die rund 25 Kilometer südlich von Donezk liegt.

awö/AFP / AFP