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Geheime Mitteilung an den Westen Israel fordert angeblich die Unterstützung Mubaraks


Offiziell schweigt Israel zu den Protesten am Nil. Hinter den Kulissen setzt sich die Regierung Netanjahu dagegen für eine Bewahrung des Regimes Mubarak ein. Dies berichtete die israelische Zeitung Haaretz.

Israel hat die USA und mehrere europäische Länder in einer geheimen Mitteilung zur Unterstützung der ägyptischen Regierung von Präsident Husni Mubarak aufgefordert. Dies berichtete die israelische Tageszeitung "Haaretz" unter Berufung auf israelische Regierungsvertreter. Es sei "im Interesse des Westens" und des "gesamten Nahen Ostens, die Stabilität des ägyptischen Regimes aufrechtzuerhalten", zitierte "Haaretz" am Montag aus der Mitteilung. Folglich müsse "jegliche öffentliche Kritik an Präsident Husni Mubarak gebremst werden". Die Botschafter in den USA, Kanada, China, Russland und mehreren europäischen Ländern seien angewiesen worden, in ihren Gastländern die Wichtigkeit der Stabilität in Ägypten zu betonen.

Ein Sprecher des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wollte die Informationen auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren. Das Außenministerium war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Israel hielt sich mit Reaktionen auf die Welle der Gewalt und regierungskritischen Proteste in Ägypten bislang eher zurück. Netanjahu forderte von seinen Ministern, von öffentlichen Äußerungen abzusehen. Er selbst sagte am Sonntag, Israel sei es daran gelegen, den Frieden mit Ägypten zu erhalten. Ägypten hatte mit Israel 1979 einen Friedensvertrag abgeschlossen und war damit das erste arabische Land überhaupt, das einen solchen Schritt unternahm.

AFP/DPA DPA

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