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GEORGE W. BUSH: Von »Schurkenstaaten« zur »Achse des Bösen«

Sie unterstützten den Terrorismus und bedrohten den Weltfrieden mit Massenvernichtungswaffen: Iran, Irak und Nordkorea, einst bekannt als »Schurkenstaaten«, bilden nun in Bushs Worten die »Achse des Bösen«.

Zu Zeiten von Bill Clinton galten Nordkorea, Iran und der Irak als »Schurkenstaaten«. Sein Nachfolger George W. Bush nannte sie nun »Achse des Bösen«, die den »Weltfrieden bedroht«. Der Vorwurf: Sie unterstützten den Terrorismus und entwickelten oder besäßen Massenvernichtungswaffen, die den USA und ihren Verbündeten gefährlich werden könnten.

NORDKOREA

Das kommunistische Land geriet vor Jahren auf die so genannte Schwarze Liste des US-Außenministeriums, weil es japanische Terroristen unterstützte. Außerdem sollen moslemische Rebellen auf den Philippinen nordkoreanische Waffen erhalten haben. Seit langem steht das Regime in Pjöngjang im Verdacht, ein Atomwaffenprogramm voranzutreiben. Beweise dafür konnten US-Experten bei der Inspektion einer verdächtigen Baustelle im Mai 2000 jedoch nicht finden. Der bitterarme ostasiatische Staat bewaffne sich mit Raketen und Massenvernichtungsmitteln, während seine Bürger hungerten, hielt Bush dem Regime vor.

IRAK

Das Regime von Saddam Hussein wird von den USA verdächtigt, auch nach seiner Niederlage im Golfkrieg 1991 und trotz eines UN- Verbots weiter an einem Giftgas- und Nuklearprogramm zu arbeiten. Zudem helfe es terroristischen Gruppen, darunter radikalen Palästinensern.

IRAN

Einst wichtigster US-Verbündeter in der Region, wurde das Land nach der islamischen Revolution von 1978 aus Sicht der USA zum »aktivsten Sponsor des Terrorismus«. Der jährliche Terrorismus-Report des US-Außenministeriums wirft den dominierenden fundamentalistischen Kräften vor, zahlreiche als Terrororganisationen eingestufte Gruppen im Nahen Osten wie Hamas, Hisbollah oder Dschihad massiv zu unterstützen und so die Friedensbemühungen in der Region zu »unterminieren«.