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Georgien-Konflikt: Südossetien lässt nach Saakaschwili fahnden

Die Region Südossetien will nach dem georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili international fahnden lassen. Das Land bezeichnet Saakaschwili als "Kriegsverbrecher" wegen des Konflikts im August.

Nach dem Krieg im Südkaukasus will die Region Südossetien den georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili zur internationalen Fahndung ausschreiben. Der südossetische Generalstaatsanwalt Tajmuras Chugajew sagte nach Angaben der Agentur Interfax am Montag, dass die Anklage gegen Saakaschwili derzeit vorbereitet werde. Die südossetischen Behörden hatten Saakaschwili als Kriegsverbrecher bezeichnet, weil er in der Nacht zum 8. August mit einem "Blitzkrieg" die südossetische Hauptstadt Zchinwali habe angegreifen lassen.

Bisher haben nur Russland und Nicaragua Südossetien und die ebenfalls von Georgien abtrünnige Region Abchasien als unabhängige Staaten anerkannt. Die Fahndungsunterlagen würden den russischen und nicaraguanischen Behörden übergeben, sagte Chugajew. Eine Sprecherin der russischen Stelle von Interpol betonte, dass Südossetien kein Mitglied in der internationalen kriminalpolizeilichen Organisation sei. Südossetien habe aber die Möglichkeit, sich an ein Interpol-Mitglied wie Russland zu wenden, sagte die Sprecherin in Moskau.

DPA / DPA