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Ukraine-Krise: Moskau und Kiew vertagen Gasstreit-Verhandlung

Trotz angekündigter Waffenruhe gehen die Kämpfe weiter. Aber auch die diplomatischen Versuche, die Ukraine-Krise zu beenden werden fortgesetzt. Ein Rückblick auf den Tag im stern-Newsticker.

+++ 21.42 Uhr: Gasstreit-Verhandlung vertagt +++

Das Treffen von Russland und der Ukraine zur Beilegung des Gasstreits wird auf Morgen vertagt. Die EU-Kommission begründet die Terminänderung mit der späten Ankunft der russischen Delegation. Die Gespräche des Kiewer Energieministers Juri Prodan mit seinem Moskauer Kollegen Alexander Nowak sollen nun morgen um 9.30 Uhr beginnen. Kernpunkte sind der Preis künftiger Erdgaslieferungen und die Begleichung ukrainischer Schulden für frühere Lieferungen.

+++ 19.52 Uhr: Wien unterstützt weiter Pipeline South Stream +++

Österreich tritt weiterhin für die umstrittene russische Erdgaspipeline South Stream ein. In einem gemeinsamen Schreiben mit anderen Ländern will die Alpenrepublik bei der EU-Kommission für eine Unterstützung der Pipeline werben, wie eine Sprecherin des österreichischen Bundeskanzlers sagt. Derzeit liefen Gespräche über den Inhalt des Schreibens.

Über die Pipeline soll ab 2017 russisches Gas von der bulgarischen Schwarzmeerküste durch Serbien und Ungarn bis nach Österreich strömen. Russland will mit der Route die Ukraine als Transitland für Erdgas nach Westeuropa umgehen, da beide Seiten - wie auch derzeit - immer wieder über Preise für Gas und die Durchleitung streiten.

+++ 17.51 Uhr: Neue Gesprächssrunde im Erdgasstreit +++

Moskau und Kiew machen einen neuen Anlauf, ihren Erdgasstreit beizulegen. Der ukrainische Energieminister Juri Prodan und sein russischer Kollege Alexander Nowak wollen sich um 21 Uhr im Beisein von EU-Energiekommissar Günther Oettinger in Brüssel treffen, teilt die EU-Kommission mit.

+++ 17.24 Uhr: Stopfake.org soll Krim-Propaganda entlarven +++

Junge Ukrainer versuchen in Kiew, Russland einen Propagandakrieg gegen ihr Land nachzuweisen. Dazu haben sie im Internet die Initiative Stopfake.org aufgebaut. "Bekämpfung unwahrer Informationen über die Ereignisse in der Ukraine" nennen die beteiligten Studenten und Absolventen der renommierten Journalistenschule der Kiewer Mohyla-Akademie das neue Projekt.

Dabei decken sie etwa auf, wie das russische Staatsfernsehen blutige Szenen aus anderen Konfliktgebieten benutzt, um ein möglichst katastrophales Bild der Lage in der Ostukraine zu zeichnen. Bilder und Fotomontagen beispielsweise aus Syrien oder den früheren Kriegsgebieten Tschetschenien und Südossetien würden von russischen Medien in einen anderen Kontext gestellt, heißt es auf der Seite.

+++ 14.50 Uhr: Chor der Roten Armee singt für Frieden +++

Der legendäre russische Militärchor, international bekannt als Chor der Roten Armee, schaltet sich mit einem Video abermals in den Konflikt im Nachbarland ein. "Es ist besser zu tanzen, als zu kämpfen", fasst ein Untertitel die vermeintlich simple Botschaft zusammen. In dem Video tanzen die Chormitglieder in traditionellen Kostümen den ukrainischen Volkstanz Hopak. Am Ende des Films werden die ukrainische und die russische Flagge gezeigt - ineinander verknotet. "Es gibt Grenzen, die haben wir selbst erfunden", lautet der Kommentar zu dem Bild.

+++14.05 Uhr: Steinmeier fordert bessere Grenzkontrollen +++

Frank-Walter Steinmeier ruft Russen und Ukrainer zu einer gemeinsamen Kontrolle der Grenze auf, um das Einsickern von Kämpfern zu unterbinden. Am Rande eines Treffens mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in St. Petersburg mahnt Steinmeier "irgendeine Form" eines Grenzmanagements an, um die Eskalation in der Ostukraine zwischen Separatisten und ukrainischem Militär zu beenden.

+++ 13 Uhr: Kein Kontakt zu entführten OSZE-Beobachtern +++

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat weiterhin keinen Kontakt zu den acht Ende Mai festgesetzten Mitarbeitern in der Ostukraine. "Wir wissen nichts über ihren Aufenthaltsort", sagt OSZE-Sprecherin Irina Gudyma in Kiew. Ende Mai war der Kontakt zu zwei OSZE-Beobachterteams in der Ostukraine abgebrochen.

Vier Beobachter aus der Schweiz, Dänemark, der Türkei und Estland waren im Gebiet Donezk unterwegs gewesen. Vier weitere, deren Nationalität die OSZE bisher nicht offenlegt, sowie eine Dolmetscherin verschwanden bei Sewerodonezk im Gebiet Lugansk.

+++ 10.50 Uhr: Steinmeier trifft in St. Petersburg ein +++

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist in Russland eingetroffen, um über eine weitere Befriedung der Ukraine-Krise zu beraten. Zunächst trifft Steinmeier in St. Petersburg Polens Außenminister Radoslaw Sikorski, um sich für ein trilaterales Treffen mit dem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow abzustimmen. Es ist Steinmeiers erster Russland-Besuch nach dem Anschluss der Krim an Russland.

+++ 9.25 Uhr: Tote bei Kampf um Flughafen +++

Ukrainische Regierungstruppen berichten von neuen Kämpfen um einen Flugplatz nahe der Stadt Kramatorsk nördlich von Donezk. Dabei seien etwa 40 prorussische Aufständische getötet worden, teilt der regierungsnahe Militärexperte Dmitri Timtschuk mit. Eine offizielle Bestätigung gibt es zunächst nicht.

+++ 8.55 Uhr: Poroschenko ordnet Fluchtkorridor an +++

Petro Poroschenko ordent angesichts der blutigen Kämpfe in der Ostukraine an, einen Fluchtkorridor für die Bewohner der Region zu schaffen. So sollen friedliche Einwohner das Gebiet der "Anti-Terror-Operation" ungehindert verlassen können, teilt die Präsidialverwaltung in Kiew mit. Demnach handelt es sich um eine Rettungsaktion.

Die Kämpfe gehen ungeachtet einer von Poroschenko angekündigten Waffenruhe in den Gebieten Lugansk und Donezk weiter. Die Zivilbevölkerung leidet zunehmend unter dem Beschuss durch die Armee. Das Foto zeigt ein bombardiertes Wohnhaus im Zentrum von Slawjansk.

+++ 8.40 Uhr: Gefechte bei Slawjansk +++

In der Nacht von Montag auf Dienstag fanden bei Slawjansk und Kramatorsk schwere Gefechte statt. Die ukrainische Armee setzte den Beschuss durch Luftwaffe und Artillerie auf beide Städte fort. Ein Reporter der russischen Tageszeitung "Komsomolskaja Prawda" berichtet auf Twitter, dass vor allem Wohngebiete betroffen sind: "Im Zentrum von Slawjansk wurden Wohnhäuser schwer beschädigt. Die Geschosse flogen direkt in die Wohnungen", schreibt Alexandr Kots.

+++ 7 Uhr: Noch keine Einigung in Gasstreit +++

Im Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland haben beide Seiten nach stundenlangen Verhandlungen in der Nacht zum Dienstag noch keine Einigung erzielt. Die Gespräche sollten "am Dienstagabend oder am Mittwochmorgen" fortgesetzt werden, teilt EU-Energiekommissar Günther Oettinger in Brüssel mit. Alle Punkte seien diskutiert und Lösungen vorgeschlagen, eine Vereinbarung aber noch nicht getroffen worden, gibt Oettinger an. Die Verhandlungspartner müssen nun Rücksprache mit ihren Regierungen halten. Der ukrainische Energieminister Juri Prodan sagt: "Die gute Neuigkeit ist, dass die Gespräche weitergehen." Ziel sei ein "umfassendes Abkommen", die bisherigen Forderungen des russischen Energiekonzerns Gazprom seien aber nicht akzeptabel.

Für die russische Seite bekräftigt Energieminister Alexander Nowak, Moskau fordere bis Dienstag die Zahlung von 1,47 Milliarden Dollar (gut eine Milliarde Euro) für offene Gasrechnungen von November und Dezember 2013. Sollte die Zahlung nicht fristgerecht eingehen, kämen 500 Millionen Dollar für April und Mai 2014 hinzu. Zugleich versichert Nowak: "Russland will eine Einigung erreichen und verhält sich konstruktiv."

+++ 6.30 Uhr: Angeblich Fortschritte in Friedenverhandlungen +++

Bei den Bemühungen um ein Ende der Gewalt in der Ukraine zeichnet sich nach Darstellung der Regierung in Kiew eine Annäherung mit Russland ab. Bei Gesprächen über einen Plan des neuen ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko zur Beendigung der Krise hätten beide Seiten eine "gemeinsame Verständigung" erzielt, teilt das Außenministerium mit. Man habe sich "auf Schlüsselstufen zur Umsetzung des Plans" geeinigt sowie auf eine "Prioritätenliste", die zu einer Deeskalation der Lage in den ostukrainischen Regionen Donezk und Luhansk beitragen werde. Details blieben aus, und Russland äußert sich zunächst nicht.

mad/ivi/AFP/DPA/Reuters / DPA / Reuters
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(