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Gewalt im Jemen: EU-Außenministerin Ashton fordert "rasche politische Lösung"

Während der Arabische Frühling in Tunesien, Ägypten und Libyen zu Erfolgen der Opposition führte, leidet in Jemen die Bevölkerung nach wie vor unter der Gewaltherrschaft ihres Despoten. Die EU-Außenministerin Ashton bekräftigt jetzt den Standpunkt Europas.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hat angesichts der anhaltenden Gewalt im Jemen eine schnelle politische Lösung des Konflikts zwischen Regierung und Opposition angemahnt. In der derzeitigen Lage müssten Provokationen und weitere Gewalt unbedingt vermieden und eine Entspannung der Situation angestrebt werden, erklärte das Büro Ashtons am Dienstag in Brüssel. "Die jüngsten Ereignisse unterstreichen erneut das Erfordernis einer raschen politischen Lösung, um die Hoffnungen der jemenitischen Bevölkerung zu erfüllen."

In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa hielt auch am Dienstag die Gewalt an. Zwei Demonstranten wurden nach Angaben der Protestbewegung getötet, als es im Zentrum der Stadt zu neuen Zusammenstößen zwischen der Armee und den Truppen eines desertierten Generals kam. Die regierungstreuen Soldaten hätten den Platz, auf dem sich seit Tagen Demonstranten versammeln, "bombardiert", sagte ein Vertreter des Organisationskomitees des Protests. In den vergangenen zwei Tagen waren in Sanaa bereits mehr als 50 Menschen getötet worden. Ashton forderte, die Täter zur Verantwortung zu ziehen.

ono/AFP / AFP
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