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Gewalt in Zentralafrikanischer Republik Französische Armee beginnt Einsatz


Mehr als 300 Tote innerhalb von zwei Tagen: Nach den Gewaltexzessen in der Zentralafrikanischen Republik hat die französische Armee ihren Einsatz begonnen. In der Hauptstadt Bangui ist die Lage ruhig.

Nach dem Beginn des französischen Militäreinsatzes in der Zentralafrikanischen Republik hat sich die Lage in der Hauptstadt Bangui am Samstag deutlich beruhigt. Nach dem Ende der Ausgangssperre um 6.00 Uhr morgens begannen Einwohner der Stadt, auf die Straße zu gehen und sich nach geöffneten Geschäften umzusehen. Marktfrauen boten kleine Imbisse zum Verkauf an, wie ein Bewohner berichtete. An den vorherigen beiden Tagen waren Banguis Straßen wegen der vorangegangenen Gewalt wie ausgestorben gewesen.

In der Nacht zum Donnerstag hatte es in Bangui heftige Kämpfe gegeben. Der UN-Sicherheitsrat erteilte daraufhin Truppen aus Frankreich sowie der Afrikanischen Union (AU) ein Mandat, um dem seit Monaten anhaltenden Blutvergießen in der Zentralafrikanischen Republik ein Ende zu bereiten. Das Land war im März ins Chaos gestürzt, nachdem das mehrheitlich muslimische Rebellenbündnis Séléka Staatschef François Bozizé gestürzt hatte. Nun sollen 1200 französische Soldaten und 3600 AU-Soldaten das Land befrieden.

Am Samstag waren in Bangui Patrouillen mit Panzerfahrzeugen der französischen Armee unterwegs. Einwohner berichteten am Telefon, in der Nacht seien nur noch vereinzelt Schüsse zu hören gewesen. Auch seien weniger Bewaffnete in den Straßen unterwegs. Nach Angaben des Roten Kreuzes vom Freitagabend wurden bei der am Donnerstag ausgebrochenen Gewalt mindestens 300 Menschen getötet. Informationen zu möglichen Opfern in der Nacht zum Samstag lagen zunächst nicht vor.

ono/AFP AFP

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