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Treffen im US-Senat: "Sie tun nicht genug. Sorry": Greta Thunberg geigt US-Spitzenpolitikern die Meinung

Greta Thunberg hat sich in Washington mit Mitgliedern des US-Senats getroffen. Und scheute sich nicht davor, ihre Meinung zu vertreten: Von den Spitzenpolitikern wolle sie kein Lob, sondern Klimaschutz. 

Greta Thunberg mit Barack Obama

Seit nunmehr drei Wochen befindet sich Greta Thunberg in den USA. Mit einer Hochsee-Segelyacht war sie Mitte August in Richtung New York aufgebrochen, um dort die Klimakonferenz zu besuchen. Seitdem nimmt die 16-Jährige verschiedene Termine wahr, um auch in den USA für mehr Klimaschutz zu werben. So auch vor dem US-Senat, der Thunberg und andere Umweltaktivisten zu einem Treffen mit dem Klimaausschuss einlud. Laut einem Bericht des britischen "Guardian" scheute sich die 16-Jährige dabei nicht, den Spitzenpolitikern klar und deutlich zu sagen, was sie von ihrer Arbeit hält.

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Greta Thunberg kritisiert die Arbeit des US-Senats

Schon zu Beginn, als einige Abgeordnete begannen von der Arbeit Thunbergs zu schwärmen, grätschte die Schwedin dazwischen. Höflich aber bestimmt erwiderte sie: "Bitte behalten Sie Ihr Lob für sich. Wir wollen es nicht." Anstatt zu loben, sollten die Anwesenden lieber etwas für den Klimaschutz tun. Und auch dafür seien sie die falschen Gäste: "Wenn Sie Ratschläge wollen: Laden Sie Wissenschaftler ein, fragen Sie die nach deren Fachkenntnissen. Wir wollen nicht gehört werden. Wir wollen, dass die Wissenschaft gehört wird."

An den gesamten Kongress gerichtet, fügte Greta Thunberg hinzu: "Ich weiß, dass Sie es versuchen. Aber Sie tun nicht genug. Sorry." Das Publikum quittierte diese Aussage mit Gelächter und Applaus. Demokrat Ed Markey, Senator aus Massachusetts, zeigte sich von ihrer Direktheit überrascht, konnte sich ein Lächeln aber ebenfalls nicht verkneifen. "Wir hören dich. Wir hören, was du sagst und wir wollen unsere Bemühungen verdoppeln", so seine Antwort. Via Twitter kündigte Thunberg im Anschluss an das Treffen an: "Morgen werden wir [sie und andere Klimaaktivisten, Anm. d. Red.] zurückkommen und Reden halten."

Greta Thunberg trifft Barack Obama

Ein entspannteres Treffen fand zwischen Greta Thunberg und Barack Obama statt. Der ehemalige US-Präsident und die Aktivistin sprachen aber nicht nur miteinander, sondern posierten auch für ein gemeinsames Foto, das auf Obamas Instagram-Account veröffentlicht wurde. Auf dem Bild halten die beiden ihre Fäuste aneinander, geben sich ein sogenanntes "Fist Bumping", und bekräftigten damit ihre Verbundenheit - eine Geste, für die Obama schon als Präsident bekannt war.

Auf Instagram und Twitter bezeichnete Obama die Schwedin als eine "der größten Verteidigerinnen unseres Planeten". Im Gegensatz zur Lobhudelei des Senats nahm Greta dieses Kompliment gerne an und retweete den Post mit dem Kommentar: "Es war großartig mit dir zu sprechen!!"

Quelle: "The Guardian", Twitter/Greta Thunberg, Instagram/Barack Obama

Annina Metz