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Schuldenstreit mit Griechenland: Athener Reformliste wird am Wochenende in Brüssel erörtert

Nachdem Griechenland eine überarbeitete Reformliste präsentiert hat, sollen die Maßnahmen nun in Brüssel erörtert werden. Die Reformen sollen auch ein Wachstum der griechischen Wirtschaft ermöglichen.

Die griechische Regierung hat nach eigenen Angaben eine aktualisierte Liste mit Reformvorschlägen ausgearbeitet. Experten würden am Freitag nach Brüssel reisen und die Vorschläge dort am Samstag mit Vertretern der Geber erörtern, hieß es aus Regierungskreisen in Athen. Einem Regierungspapier zufolge sollen die Maßnahmen Einnahmen von drei Milliarden Euro bringen, ohne dass Einschnitte bei Löhnen und Renten vorgenommen werden müssten. Außerdem sollen die Reformen demnach ein Wachstum der krisengeplagten griechischen Wirtschaft um 1,4 Prozent ermöglichen.

Aus einer anderen Regierungsquelle hieß es, Athen habe gegenüber seinen Geldgebern klargestellt, dass es seinen Schuldendienst nicht länger bedienen könne, wenn die seit 2014 zurückgehaltenen Hilfskredite nicht ausgezahlt würden. Es handele sich um 1,8 Milliarden Euro aus dem verlängerten Hilfsprogramm plus Zinsgewinne der Europäischen Zentralbank (EZB) aus Geschäften mit griechischen Staatsanleihen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro. Zusammen mit ausstehenden Hilfszahlungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) kann Athen auf 7,2 Milliarden Euro hoffen.

Voraussetzung ist allerdings, dass die griechische Seite ein detailliertes Sanierungsprogramm vorlegt. Den Angaben aus Athen zufolge soll die Liste den Gebern nach den Beratungen vom Wochenende am Montag offiziell präsentiert werden.

amt/AFP / AFP
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